Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenswelten heute: interaktiv, dynamisch, vernetzt

02.02.2007
Wissensgesellschaft, Vernetzung für die berufliche Weiterbildung und lebenslanges Lernen - das sind die brandaktuellen Themen in der deutschen Bildungspolitik. Informationstechnologien, die diese Schwerpunkte unterstützen, sind mehr denn je gefragt. Besucher der Learntec 2007 können deshalb in Karlsruhe vom 13. bis 15. Februar 2007 die große Bandbreite der E-Learning- und Wissenswelten des Fraunhofer IGD Darmstadt kennen lernen.
Mit konventionellen Mitteln allein sind die heutigen Anforderungen an Unterricht und Wissensvermittlung schon längst nicht mehr abzudecken. Die Zukunft gehört der elektronisch unterstützten Wissensaufbereitung und

-exploration. Denn nur durch verbesserte Strukturen in der Aus- und Weiterbildung und durch vernetzte Informations- und Wissenswelten können Unternehmen in Deutschland ihre Expertisen und das Know-how ihrer Mitarbeiter weiter ausbauen und so auf dem internationalen Markt mithalten.

Die Abteilung e-Learning & Knowledge Management des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD hat es sich zum Ziel gesetzt, aktuelle Forschungsergebnisse aus den Bereichen E-Learning und Wissenswelten im anwendungsbezogenen Umfeld von Wirtschafts- und Bildungseinrichtungen zu etablieren. Ob Expertisen-Managementsysteme oder virtuelle Lernwelten - bereits seit 15 Jahren entwickelt die Abteilung Bildungs- und Informationstechnologien zur Verwaltung und Vermittlung von Wissen. Auf der Learntec stellen die IGD-Forscher vom 13. bis 15. Februar 2007 die nachfolgenden Projekte auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle 4, Stand D132 vor.

Information - just in time!

Das Visualisierungstool "TM-Viewer" gibt Unternehmen die Möglichkeit, Wissensfelder zu vernetzen und graphisch-interaktiv zu verwalten. Der "TM-Viewer" stellt komplexe Sachverhalte übersichtlich in Form von Wissenskarten dar. Er erlaubt aspektorientierte Visualisierung und kann damit beispielsweise aus Manager-Perspektive oder Mitarbeiter-Sicht genutzt werden. Der Anwender kann in kurzer Zeit genau die für ihn relevante Information gewinnen. Der TM-Viewer ist daher in allen wissensintensiven Anwendungen wie der Strukturierung lernender Organisationen oder dem Aufbau von Wissensbanken (Knowledge Repositories) effektiv einsetzbar und trägt entscheidend zur Effizienz von Problemlösungen bei. Gemeinsam mit SAP hat das Fraunhofer IGD Visualisierungskonzepte auf Basis der TM-Viewer-Technologie entwickelt. Einige dieser Lösungen zeigen die Fraunhofer-Forscher auf der Learntec 2007.

Virtuelle Lernwelten

Mit "VAH - Virtuelles Autohaus" entwickelten die Forscher des Fraunhofer IGD eine Lernplattform zur Ergänzung des dualen Ausbildungssystems im Kfz-Gewerbe sowie zur beruflichen Weiterbildung. VAH bietet eine virtuelle Lernwelt als Brücke zwischen Berufsschule und Betrieb und dient damit als Unterrichtswerkzeug, das auch zur Qualitätssicherung der Ausbildung eingesetzt werden kann. "Durch den Charakter einer 3-D-Lernwelt schafft es VAH, eine hohe Motivation der Auszubildenden zu erzeugen und diese auch aufrecht zu erhalten", erläutert Eicke Godehardt vom Fraunhofer IGD. "Mit Avataren als elektronischen Repräsentanten ihrer Person können beispielsweise die Auszubildenden in der Welt des Virtuellen Autohauses interagieren und so den Umgang mit Kunden üben. Durch die Abbildung realer Arbeitsaufgaben in der virtuellen Umgebung erlangt das VAH eine hohe Praxisnähe."

Das Projekt wird vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) gefördert. Kooperationspartner sind der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V. und die IG-Metall.

DigiMod - Digital Moderation

Digital Moderation steigert die Effektivität und Effizienz einer moderierten Veranstaltung durch die Kombination bewährter Moderationsmethoden mit den innovativen technischen Möglichkeiten vernetzter Computer. Packpapier, unleserliche Karteikarten und nutzlose Fotoprotokolle - die traditionelle Moderation gelangt an ihre Grenzen. Digital Moderation ist ein bewährtes System mit Computern für Moderator und Teilnehmergruppen, das traditionelle und neuartige Moderationsmethoden bereitstellt. "DigiMod erleichtert die Planung und Durchführung der Veranstaltung sowie die Auswertung, Visualisierung und Weiterverarbeitung der Ergebnisse", erklärt Dr. Peter Tandler vom Fraunhofer IGD. "Damit intensiviert Digital Moderation den Veranstaltungsablauf, lässt mehr Zeit für das Wesentliche und führt zu besseren Ergebnissen."

Learntec, 13. bis 15. Februar 2007, Halle 4, Stand D132

Ansprechpartner:
Dr. Christoph Hornung
Fraunhofer IGD Darmstadt
Telefon: 0 61 51/1 55-5 60
E-Mail: christoph.hornung@igd.fraunhofer.de
Kurzprofil INI-GraphicsNet:
Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt sowie weiteren acht Institutionen in sechs Ländern: dem Centre for Advanced Media Technology (CAMTech), dem Centre for Graphics and Media Technology (CGMT), beide in Singapur, dem Centro de Computação Gráfica (CCG) in Guimarães und Coimbra (Portugal), The IMEDIA Academy und IMEDIA, Inc. in Providence, Rhode Island (USA), den Omaha Graphics and Media Laboratories (OGM Labs) in Nebraska (USA), dem Centre for Visual Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian (Spanien), dem Institute for Graphic Interfaces (IGI) in Seoul (Süd-Korea) und dem Center for Advanced Computer Graphics Technologies (GraphiTech) in Trento (Italien).

Diese Institutionen bilden das weltweit größte und leistungsfähigste Forschungs-Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung. Ihre Kernkompetenz ist die Visualisierung und interaktive Verarbeitung von Daten, Informationen und Wissen. Sie erforschen und entwickeln neue Interaktions- und Dialogformen für digitale Medien und realisieren innovative Systeme zur Kommunikation und graphisch-interaktiven Kooperation über Rechnernetzwerke. Innerhalb des Forschungsverbundes sind an den zehn Standorten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 500 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Der Etat betrug 2005 über 38 Millionen Euro.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://kappa.igd.fhg.de
http://www.vah-projekt.org
http://www.igd.fhg.de/igd-a6

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Effizienz steigern, Kosten senken!
17.08.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie