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Statement Agacan-Elimsan

07.12.2006
Im internationalen Bevölkerungsvergleich rangiert die Türkei mit ihren 70 Millionen zum großen Teil jungen Einwohnern ganz oben. Bei einer jährlichen Zuwachsrate von 1,5 Prozent wird sich die Bevölkerungszahl bis 2010 auf 75 Millionen Menschen erhöhen. Sowohl der täglich zunehmende Wohlstand der Staatsbürger als auch die Verlagerung des Lebens aus den ländlichen Gegenden in die Städte führt zu einem wachsenden Energieverbrauch in der Türkei.

Es wird erwartet, dass der jährliche Energiebedarf, der 2005 bei 160 Mrd. kWh lag, bis 2010 auf 242 Mrd. kWh, bis 2015 auf 356 Mrd. kWh und bis 2020 auf 499.5 Mrd. kWh steigen wird. An diesen Zahlen lässt sich ablesen, dass der Bedarf an Elektroenergie in der Türkei alle fünf Jahre um 50 Prozent wächst.

Energiequellen in der Türkei:
Fossile Brennstoffe (Erdöl, Braunkohle, Erdgas usw.): 75,67 %
Wasser: 24,29 %
Wind: 0,04 %
Im ersten Quartal 2006 haben in der Türkei folgende Anbieter zu folgenden Anteilen elektrische Energie erzeugt:
Turkish Electric Production Inc. und ihre Partnerunternehmen: 47 %
Anbieter aus dem privaten Sektor: 43 %
Selbstversorger: 9,6 %
Es ist abzusehen, dass die Regierung der Atomenergie als energiepolitische Alternative zu den fossilen Brennstoffen mehr Bedeutung einräumen wird. Darüber hinaus werden, gemäß dem neuen, 2005 in Kraft getretenen Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energie, auch alternative Energiequellen wie Sonne, Wind, Erdwärme usw. von der türkischen Regierung gefördert werden. Eine wichtige Art der "sauberen" Energie stellt die Wasserenergie dar, die bereits fester Bestandteil der türkischen Energiepolitik ist: Sie wurde, besonders seit 2002, vom privaten Sektor und von den Universitäten intensiv erforscht. Aus diesem Grunde lässt sich auch absehen, dass Wasser bis 2010 einer der Hauptenergielieferanten in der Türkei sein wird, neben den beiden Ressourcen Sonne und Wind.

Neuigkeiten vom türkischen Energiemarkt:

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»Energiequelle »HANNOVER »Kapazität »MESSE

Gemäß dem neuen Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energie, das am 10. Mai 2005 in Kraft trat, werden alternative Energieformen wie Solar-, Wind- und geothermische Energie von der türkischen Regierung besonders gefördert. Zweck des Gesetzes ist die Ausweitung des Einsatzes von erneuerbaren Energiequellen, die Nutzbarmachung dieser Energiequellen für die nationale Wirtschaft, die Erschließung von erneuerbaren Energiequellen unterschiedlicher Art, die Reduzierung der Auswirkung auf das globale Klima sowie eine Förderung der Wiederverwendung von Abfallprodukten und der Entwicklung des Produktionssektors.

Als erneuerbare Energiequellen (Renewable Energy Resources oder kurz RER) bezeichnet man natürliche Ressourcen wie Wasser, Wind, Sonne, Erdwärme, Biomasse, Biogas, Wellen, Strömungen und andere.

Die Regierung garantiert, dass sie den aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenen Strom zu den Preisen abnimmt, die von der zuständigen Regulierungsbehörde (Energy Market Regulatory Authority oder EPDK) festgelegt wird.

Nach diesem Gesetz werden auch die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der erneuerbaren Energiequellen von der türkischen Regierung gefördert.

Zur Unterstützung der Selbstversorgung finanziert die Regierung außerdem die Projektierung, Planung und Realisierung von Anlagen zur Energieerzeugung mit einer Kapazität bis zu 1.000 kWh.

Das Ergebnis dieser Anreize war eine wachsende Investitionsbereitschaft auf Unternehmensseite. Investiert wurde von

36 Unternehmen in Windenergieanlagen mit einer Kapazität von 1361 MW;

3 Unternehmen in geothermische Energieanlagen mit einer Kapazität von 39 MW;

3 Unternehmen in Anlagen zur Energiegewinnung aus Biomasse mit einer Kapazität von 4,7 MW.

Diese Zahlen bilanzieren die erste Phase der Investition in erneuerbare Energie. Dabei wird das Interesse an sauberer Energie in der Türkei täglich weiter zunehmen.

Als potenzielles künftiges EU-Mitglied kommt der Türkei durch ihren Anschluss an das globale Energiesystem eine internationale Schlüsselrolle zu. Als eine der größten Messen weltweit stellt die HANNOVER MESSE ein Tor zum Weltmarkt dar. Fazit: Die Messebeteiligung aus der Türkei wächst von Jahr zu Jahr. Mit ihrer überwiegend jungen, dynamischen Bevölkerung steht die Türkei im Fokus des internationalen Interesses. Hinzu kommt, dass das Land speziell für den europäischen Automobilsektor inzwischen als Produktionszentrum fungiert.

Die Messe hat türkische Unternehmer und Elimsan Inc. mit Handelspartnern aus aller Welt zusammengebracht. Elimsan Inc. hat seit 1993 rund 80 % seiner Kunden mithilfe der HANNOVER MESSE gewonnen. Elimsan Inc. ist auf vielen europäischen Messen vertreten, aber gemessen an der Anzahl der entstandenen Geschäftsbeziehungen spielt die HANNOVER MESSE eine entscheidende Rolle bei der Öffnung des Unternehmens für den EU-Markt. Zurzeit ist ein gemeinsamer Besuch der HANNOVER MESSE mit einer Gruppe von Studenten, Universitätslehrkräften und Verantwortlichen der Handelskammern geplant.

Veranstaltungen wie die HANNOVER MESSE sind nicht nur für Unternehmen von Bedeutung, sondern auch für ganze Länder. Aus dieser Überlegung heraus hat Elimsan Inc. 15 Regierungsvertreter dazu eingeladen, die Messe als Gäste des Unternehmens zu besuchen. Dieser Besuch soll Regulierungsmaßnahmen beschleunigen, die den technologischen Fortschritt in der Türkei erleichtern. Außerdem führen Messen dieser Größenordnung dazu, dass die Verantwortlichen bei ihren Entscheidungen über den Auslandshandel auf die richtigen Kriterien achten.

Normalerweise sind auf einer solchen F&E-Messe zwei Arten von Besuchern vertreten. Die eine interessiert sich für das hergestellte Produkt, während die andere an einer Zusammenarbeit mit dem Hersteller interessiert ist. Wir von Elimsan interessieren uns für beide Besuchergruppen, denn beide kommen mit Vorschlägen auf uns zu, die wir im eigenen Land nicht zu hören bekommen. Hinzu kommt, dass man diese Leute niemals in so kurzer Zeit in ihren Unternehmen aufsuchen könnte. Deshalb ist die HANNOVER MESSE eine sehr bedeutende Messe, die die Hersteller spezieller Produkte für spezielle Bedürfnisse zusammen bringt.

Julia Born | Deutsche Messe
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

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