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Siemens präsentiert das erste auf gematik-Vorgaben basierende Szenario für die integrierte Gesundheitsversorgung (IGV)

15.11.2006
Siemens zeigt auf der Medica 2006 das erste funktionale Szenario für eine integrierte Gesundheitsversorgung (IGV), das Karten, Konnektor, Pflicht- und Mehrwertanwendungen umfasst. Es zeigt den Besuchern, wie die IGV in Zukunft aussehen könnte.

Dabei erfüllt Siemens in diesem Szenario die hohen Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für eine vertrauenswürdige Verarbeitung und Übertragung von Patientendaten. Auch die Zulassungsvorgaben der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik) werden erfüllt.

Siemens konnte darum als erster Hersteller die Komponenten für die erforderlichen Tests bei der gematik einreichen.

Die Nutzung der elektronischen Gesundheitskarte erfordert eine hochsichere Informations- und Kommunikationsinfrastruktur, die so genannte Telematikinfrastruktur. Sie dient aus technischer Sicht dem zuverlässigen Transport von Patientendaten sowie deren Speicherung und Bereitstellung. Ihr Ziel sind effizientere Prozesse im Gesundheitswesen, für eine verbesserte Patientenversorgung bei gleichzeitig weniger Kosten.

Das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (SGB V §291) in Deutschland schreibt die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte vor. Zu den Karten gehören die Patientendaten-Karte für die Versicherten (elektronische Gesundheitskarte), der Heilberufeausweis für die in Heilberufen tätigen Personen und die Institutionskarte für die Authentifizierung gegenüber der Telematikinfrastruktur sowie der verschlüsselten Datenübertragung. Das Siemens-Angebot umfasst die Dienste in ihrer bisher vom Gesetzgeber spezifizierten Ausprägung. Die Definition der Telematikinfrastruktur wird in der gematik erarbeitet und zusammen mit dem Bundesministerium für Gesundheit festgelegt.

Der Konnektor ist das zertifizierte Bindeglied zwischen der lokalen IT-Infrastruktur der Ärzte und Apotheker und der zentralen Telematikinfrastruktur des deutschen Gesundheitswesens. Durch ihn können Computernetze in Praxen und Apotheken sicher an diese Telematikinfrastruktur angebunden werden. Siemens bietet hierfür eine kosteneffiziente und sichere Lösung in Form eines wartungsarmen und einfach in Betrieb zu nehmenden Gerätes. Es besteht aus einer einzigen Hardware-Box, mit der auch das existierende multifunktionale Kartenterminal (MKTplus) genutzt werden kann. Er ermöglicht sowohl die sichere Onlineanbindung als auch die sichere Ablaufumgebung für die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Anwendungen.

Pflichtdienste sind darin der Versicherten-Stammdatendienst (VSDD) und der Verordnungsdatendienst (VODD), hinter dem sich beispielsweise das elektronische Rezept verbirgt. Die Nutzung des Notfalldatendienstes (NFDD) ist für den Patienten freiwillig. Darüber hinaus gehende Applikationen wie die elektronische Patientenakte können die in der Gesundheitspflege tätigen Personen zusätzlich bereichern, zum Beispiel durch wichtige Informationen über den bisherigen Krankheitsverlauf. Das kann den Verwaltungsaufwand minimieren und damit sowohl die Qualität der Versorgung verbessern als auch kostendämpfend wirken.

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie über die Molekularmedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Mithilfe all dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen und führen zu mehr Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Med beschäftigt weltweit mehr als 36 000 Mitarbeiter und ist über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2006 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 8,23 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 9,33 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,06 Mrd. € (vorläufige Zahlen).

Das Siemens Angebot für IT-Sicherheit beinhaltet Produkte für Lösungen, die Vertraulichkeit, Integrität, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Daten und Informationen sicherstellen: Smarcard-basierte Sicherheitslösungen, Identity und Access Management sowie Netz- und Systemsicherheit.

Anja Suessner | Siemens Medical Solutions
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/medical

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