Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens vernetzt das Gesundheitswesen

15.11.2006
Integrierte Versorgung ist mehr als eine Plastikkarte

Die elektronische Gesundheitskarte wird in Deutschland als die Chance für ein modernes Gesundheitswesen betrachtet. Experten schätzen, dass in Deutschland allein dadurch mehr als 500 Millionen Euro jährlich eingespart werden könnten.

Hinter dieser Zahl stehen ausgeklügelte Serverlösungen, Milliarden um Milliarden an Datenbits, hochentwickelte Sicherheitstechnologien, digitalisierte Kliniken, vernetzte Ärzte und vor allem eins: ein mündiger Patient im Mittelpunkt. Wie diese Lösungen um den Patienten herum aussehen und was dank moderner Informationstechnologie jetzt schon möglich ist, zeigt Siemens auf der Medica 2006 unter dem Titel „Das Ganze im Blick, den Nutzen im Fokus“.

Sichtbare Ergebnisse im Jahr 2006

Schon heute helfen IT-Lösungen an vielen Schnittstellen im Gesundheitswesen, die Prozesse zu vereinfachen, Arbeitsschritte einzusparen und so nicht nur die Qualität der Versorgung zum Wohle der Patienten zu verbessern, sondern dabei sogar noch Kosten zu senken. Noch gibt es nicht die eine Gesamtlösung unter einer bundesweit eingeführten elektronischen Gesundheitskarte und doch summieren sich die Vorteile schon heute bei Teillösungen in Kliniken oder Regionen auf sichtbare Ergebnisse.

Seit April 2006 läuft im Amberger Klinikum St. Marien beispielsweise die syngo Suite von Siemens. Schon jetzt wirkt sich dieses IT-System auf den gesamten Arbeitsablauf von Radiologie und Klinik aus. So erstellen die Ärzte heute 95 Prozent aller Befunde selbst über eine automatische Spracherkennung. Das erhöht unmittelbar die Geschwindigkeit, mit der die Befunde von den Stationsärzten eingesehen werden können. Das wiederum übt einen positiven Einfluss auf den Arbeitsablauf der einzelnen Stationen und auf die Patienten-Liegezeiten aus, wie Neurologie-Chefarzt Dr. Wolfgang Bößenecker bestätigt: „Für uns Kliniker ist es ein ungeheurer Fortschritt, wenn wir zwischen der Erstellung des Befundes und seiner Verwertung auf der Station praktisch keine Zeit verlieren.“

Siemens hat mit Soarian Integrated Care eine webbasierte IT-Lösung entwickelt, die einen optimierten Informationsfluss unterstützt und neue Kommunikationsmedien in die vorhandenen Behandlungsabläufe und Systeme integriert – über alle Sektorengrenzen hinweg. Die modular aufgebaute Lösung ermöglicht das Führen einer Netzpatientenakte, Kommunikation und Telekonsultation unter den Beteiligten, Online- Terminvereinbarung, Einwilligungsmanagement und vieles mehr. Dies wird bereits seit letztem Jahr eindrucksvoll in Schottland unter Beweis gestellt. Dort wird am Beispiel der Diabetischen Retinopathie die Prävention mit Hilfe von Soarian Integrated Care gesteuert. Ein vollständiger und optimierter Arbeitsablauf unterstützt das Projekt und damit 300.000 Untersuchungen jährlich auf nationaler Ebene.

Patientenversorgung der Zukunft

An diesen Lösungen sieht man, welches Potenzial hinter einer leistungsfähigen ITInfrastruktur steht. Nach einer Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) aus dem Sommer 2006 lassen sich durch die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in Deutschland jährlich über 500 Millionen Euro einsparen. Innerhalb der integrierten Versorgung nimmt die elektronische Patientenakte, die das Zusammenspiel von Klinik-, Haus- und Fachärzten verbessern soll, eine Schlüsselfunktion ein. Um ihr enormes Potenzial zu nutzen, ist es erforderlich, sämtliche Einrichtungen und Prozesse im Gesundheitswesen als Einheit zu betrachten. Am Beispiel des Patientenzimmers der Zukunft zeigt Siemens auf der Medica, wie viele Komponenten aus dem eigenen Portfolio als Ganzes wirken können – mit dem Wohl des Patienten im Fokus. Elektronische Akte, IT-Applikationen und Geräte der bildgebenden Diagnostik sind direkt am Patientenbett verfügbar. Stationäre Systeme oder mobile Lösungen bieten mehr Komfort und dem klinischen Personal Zugriff auf alle relevanten Patientendaten. Das HiMed Cockpit erlaubt dem Patienten Zugriff auf das Internet, TV/ Radio, IP-Telefonie, Video-on-Demand sowie auf die Menübestellung oder das Zimmerlicht – alles direkt am Bett. Das mobile Röntgensystem Mobilett XP Digital ist über WLAN in die täglichen Arbeitsabläufe integriert. Beatmungs- und Patientenüberwachungssysteme von Dräger Medical sind bettseitig in den Intensivplatz integriert. Das hat Vorteile für alle Aktiven im Behandlungsprozess: einfache und unkomplizierte Patientenvisite für die Ärzte, Zeitund Kostensenkung bei der Pflegedokumentation und erhöhter Patientenkomfort durch Medienangebote direkt am Patientenbett.

Der mündige Patient im 21. Jahrhundert muss sich um lange Wartezeiten, Doppeluntersuchungen und falsche Medikation keine Sorgen mehr machen. Denn im Idealfall sind alle Daten in einer digitalen Akte zentral abgelegt worden – sowohl von den behandelnden Klinikärzten als auch vom Hausarzt. Die Gesundheitskarte, wie sie bald in Deutschland eingeführt werden soll, ist zu alldem der Schlüssel, die zentrale Akte sozusagen das Herzstück.

Komplettanbieter der Zukunft

Darauf aufbauend präsentiert sich Siemens auf der Medica auch als Komplettanbieter für die Infrastruktur von Kliniken. Auf dem Stand findet man neben den neuesten Innovationen im Bereich der Prävention, Diagnostik und Therapie auch Kommunikationslösungen, die den besonderen Sicherheitsstandards in sensiblen Bereichen wie bei Patientendaten gerecht werden – unabhängig davon, ob es sich um LAN oder WLAN-Technologien für mobile Anwendungen handelt.

Wie man durch kostensparende Gebäudebewirtschaftung Ressourcen effizient nutzt, zeigt Siemens mit seinen Lösungen zu Heizung, Lüftung, Klimatisierung, Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Einbruch- und Brandmeldung sowie Alarmierung und Evakuierung. So sparte beispielsweise das Westpfalzklinikum Kusel durch den Einsatz eines neuen energiesparenden Blockheizkraftwerkes von Siemens soviel ein, dass es sich ein modernes Röntgensystem anschaffen konnte.

Fujitsu Siemens bringt sich mit Lösungen für die zunehmend geforderte Mobilität und Informationstechnologien vom Handheld über Tablet PC, Notebook, Desktop bis hin zu Servern und Storage ein. Auf der Medica 2006 ist Siemens in Halle 10, Stand A18 zu finden.

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie über die Molekularmedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Mithilfe all dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen und führen zu mehr Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Med beschäftigt weltweit mehr als 36 000 Mitarbeiter und ist über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2006 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 8,23 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 9,33 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,06 Mrd. € (vorläufige Zahlen).

Anja Suessner | Siemens Medical Solutions
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/med-presse
http://www.siemens.com/medical

Weitere Berichte zu: Arbeitsablauf Gesundheitskarte Gesundheitswesen IT-Lösung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Digitalisierung von HR-Prozessen – tisoware auf der Personal Nord und Süd
21.03.2017 | tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

nachricht Hochauflösende Laserstrukturierung dünner Schichten auf der LOPEC 2017
21.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit