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Sensoren aus Sachsen für Raumfahrt und Medizin

13.11.2006
Das Institut für Luft- und Raumfahrttechnik präsentiert innovative Sensorkonzepte für die Atemgasanalyse
MEDICA vom 15. bis 18. November 2006 in Düsseldorf
Gemeinschaftsstand FORSCHUNG FÜR DIE ZUKUNFT, Halle 3, Stand 3 G 94
Ein neuartiges Sensorsystem zum Messen der menschlichen Atmungsfunktion (auch im Kosmos) wird derzeit am Institut für Luft- und Raumfahrttechnik der TU Dresden entwickelt. Ein Team erfahrener Spezialisten um Prof. Stefanos Fasoulas präsentiert der Fachwelt einen leistungsstarken Sensor im Miniaturformat, der während der Atmung eine simultane in-situ-Messung von Volumenströmen und Atemgasen (Sauerstoff und Kohlendioxid) ermöglicht. Mit ihren Projektpartnern aus der Industrie und der europäischen Raumfahrtbehörde ESA eröffnen die Experten der Professur für Raumfahrtsysteme und Raumfahrtnutzung damit völlig neue Perspektiven in der Sensorentwicklung für die Atemgasanalyse.

Die Integration verschiedener Messungen in einem einzigen Sensor erlaubt es, die Sensorik für einen Atemgasanalysator auf nur wenige Quadratmillimeter zu beschränken. Derzeit wird der Prototyp eines Messgerätes für den baldigen Einsatz auf der internationalen Raumstation ISS vorbereitet. Kompakt, leistungsstark, leicht, mobil und zuverlässig - diese Eigenschaften favorisieren das neue System, wenn es darum geht, Daten über die Fitness und die Gesundheit der Astronauten zu gewinnen und wichtige Experimente im All durchzuführen. Die europäische Raumfahrtagentur ESA fördert diese Entwicklung.

Aber natürlich denkt das Projektteam auch an sehr "irdische" Anwendungen, zum Beispiel in der Medizintechnik oder im Fitnessbereich. Über die schnelle und genaue Messung der Atmung können zum Beispiel das Training optimiert und die Leistungsfähigkeit bestimmt werden. Bereits heute wird der Einsatz in der Sportmedizin erfolgreich getestet. Aber auch in Bereichen wie Umwelttechnik, Vakuumtechnik oder Mess- und Regeltechnik kann das innovative Sensorsystem aus Sachsen vielseitig eingesetzt werden. Hierzu werden schon in der Entwicklungsphase besondere Fertigungsverfahren angewendet, die später eine kostengünstige Massenproduktion erlauben.

... mehr zu:
»Atmung »ESA »Sensor

Information für Journalisten: TU Dresden, Fakultät Maschinenwesen, Institut für Luft- und Raumfahrttechnik, Professur für Raumfahrtsysteme und Raumfahrtnutzung, Prof. Dr.-Ing. Stefanos Fasoulas, Tel. +49 351 463-38091, Fax +49 351 463-38126, E-Mail: fasoulas@tfd.mw.tu-dresden.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/mw/ilr/space

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