Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Renaissance des "Turbotraction 2"

09.11.2006
Studenten des Instituts für Fahrzeugtechnik bauen berühmtes Comicauto von André Franquin

Drei Studenten der Fahrzeugtechnik an der Fachhochschule Köln entwickelten im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit den "Turbotraction 2". Das Fahrzeug existierte bisher nur in den Heften des belgischen Comisautors André Franquin. Jetzt ist es ganz real auf der Automobilmesse Autoworld Brüssel bis zum 15. April 2007 zu bestaunen und der Mittelpunkt der Sonderausstellung "Le Monde de Franquin".

Zusammen mit der Mailänder Karosseriemanufaktur Gran Turismo Milano und dem an der Fachhochschule Köln erlernten Know-how der drei Studenten Dino Demma, Daniel Justen und Sebastian Zander entstand innerhalb von 12 Monaten dieses ungewöhnliche Fahrzeug im Design der 50er Jahre. Im Rahmen seiner Diplomarbeit modellierte Daniel Justen zusammen mit einem Designer das 3D-Flächenmodell des Fahrzeugs mit Hilfe von CATIA V5 am Computer. Dieses 3D-CAD- Modell war die Basis für den Aufbau des Fahrzeugs. Für die weitere Umsetzung zeichnete Dino Demma in Zusammenarbeit mit den Karosseriebauern von Gran Turismo Milano verantwortlich. Der Diplomand wurde dabei von Sebastian Zander unterstützt, der im Rahmen seines Praxissemesters Bauteile und Komponenten für das Fahrzeug entwickelte und simulierte. Die von Hand gefertigte neue Aluminiumkarosserie wurde auf die angepasste Struktur eines Serienfahrzeugs montiert. Die dazu nötigen weitreichenden Veränderungen am Basisfahrzeug forderten das gesamte erlernte Können der drei Studenten.

Im Rahmen einer feierlichen Präsentation auf der Automobilmesse Autoworld Brüssel wurde das Fahrzeug dem Publikum präsentiert. Es ist Mittelpunkt der Sonderausstellung "Le Monde de Franquin" über Leben und Werk des belgischen Comicautors André Franquin. Unter ihm entwickelte sich die Serie "Spirou und Fantasio" zu einem der großen Comic-Klassiker der 40er und 50er-Jahre. Zu den beiden wichtigsten Figuren Franquins gelten das Fantasiewesen Marsupilami und Gaston Lagaffe.

Bereits bei der Präsentation wurde der "Turbotraction 2" von den zahlreichen Fans und Messebesuchern bewundert und vielfach hoch gelobt. So konnten nicht nur die drei Studenten zufrieden auf ihre Arbeit zurückblicken. Auch Prof. Frank Herrmann vom Institut für Fahrzeugtechnik, der die drei Studenten betreute, zeigte sich sichtlich beeindruckt: "Ich bin stolz auf das, was die Studenten erreicht haben. Dies war die erste Beteiligung der Fachhochschule Köln an einem internationalen Gesamtfahrzeugprojekt".

Der "Turbotraction 2" ist bis zum 15. April 2007 auf der Messe ausgestellt. Danach geht er ihn die Sammlung eines monegassischen Privatiers über, der die Herstellung des Automobils in Auftrag gegeben hat.

Weitere Informationen:
Institut für Fahrzeugtechnik
Prof. Dr.-Ing. Frank Herrmann
Tel. 0221/8275 - 2344
E-Mail: frank.herrmann@fh-koeln.de

Petra Schmidt-Bentum | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-koeln.de

Weitere Berichte zu: Automobilmesse Fahrzeugtechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert
21.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

nachricht Designvielfalt für OLED-Beleuchtung leicht gemacht
21.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics