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UKM nahm am Projekt "Schmerzfreies Krankenhaus" teil

31.10.2006
Stärken und Schwächen sind deutlich geworden

Als einziges Uniklinikum deutschlandweit hat das Universitätsklinikum Münster (UKM) an dem bundesweiten Pilotprojekt "Schmerzfreies Krankenhaus" teilgenommen.

Mit Erfolg: die externe Projektleitung wird die beiden chirurgisch-operativen Abteilungen des UKM zur Zertifizierung vorschlagen. Das erfuhren die Beteiligten gestern von der externen Projektleitung.Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des UKM unter der Leitung von Professor Hugo Van Aken, Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, sowie Frau Professor Esther Pogatzki-Zahn, Oberärztin an der Anästhesiologie sowie Ansgar Rausch, Diplom-Pflegewirt, haben indes wertvolle Erkenntnisse gewonnen: "Zunächst einmal wissen wir nun, in welchen Bereichen wir gut und in welchen Bereichen wir verbesserungswürdig waren", erläuterte Pogatzki-Zahn.

Die Stärken lagen demnach klar bei Patientinnen und Patienten, an denen eine schwere Operation vorgenommen werden musste. Noch besser werden hingegen konnte das UKM bei Patienten, die nach eher kleinen Eingriffe therapiert werden mussten. "Hier haben wir das Schmerzempfinden der Patientinnen und Patienten nicht immer angemessen wahrgenommen", sagte Pogatzki-Zahn.Knapp zwei Jahre lief der Pilot am UKM.

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Dabei wurden sowohl Patientinnen und Patienten als auch das Ärzte- und Pflegepersonal nach Schmerzempfinden bzw. eigenem Wissen über Narkose etc. befragt. Eine weitere wichtige Erkenntnis nach der Befragung: Wenn man Schmerzen therapieren will, muss man sie messen. Eine Maßnahme könnte zum Beispiel der sofortige Beginn einer am Schmerz des Patienten orientierten Therapie sein. Dies verbessert nicht nur die Zufriedenheit des Patienten, sondern macht auch weitere Behandlungen wie zum Beispiel eine konsequente Physiotherapie besser möglich. Pogatzki-Zahn: "Ganz wichtig für unsere Umsetzungsstrategie der gewonnen Erkenntnisse war, dass wir mit dem Pflegepersonal an einem Strang ziehen. Nur so können wir schnell und effizient handeln."

Eine Maßnahme, die sofort umgesetzt wurde und mit der bereits signifikante Erfolge erzielt wurden: Dreimal am Tag werden die Patientinnen und Patienten nun nach ihren Schmerzen befragt. Und es gibt festgelegte Schemata, nach denen sie dann behandelt werden. So klagten vor dem Beginn der Optimierungsstrategie 70 Prozent der Patienten über Schmerzen in der Nacht. Mittlerweile sind es nur noch 27 Prozent.

Der gesamte Abschlussbericht wird im November auf der internationalen Medizinfachmesse "Medica" in Düsseldorf vorgestellt.

| Universitaet Muenster
Weitere Informationen:
http://www.uni-muenster.de

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