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Wie alt sind meine Blutgefäße?

31.10.2006
Neue Meßmethode gibt in fünf Minuten Auskunft über den Status der Blutgefäße

Eine bisher eher bagatellisierte Volkskrankheit, oftmals fehldiagnostiziert und unterschätzt, kann mit einer neuen Messmethode frühzeitig diagnostiziert werden: Durchblutungsstörungen der Becken- Bein-Arterien. Selbst wenn die Gefäßerkrankung noch keine Schmerzen verursacht, kann sie mit der neuen Methode nachgewiesen werden. Auch das Risiko für Herz- und Hirninfarkt wird abschätzbar.

Auf der größten Medizintechnologie Messe der Welt, der MEDIA 2006 in Düsseldorf, können sich Messebesucher täglich kostenlos ihren Gefäßstatus und somit das „biologische Alter“ ihrer Adern innerhalb von fünf Minuten bestimmen lassen.

Ein Umdenken ist spürbar. Die periphere Arterielle Verschlußkrankheit (pAVK), bisher bagatellisiert, gilt zunehmend als „Indikatorerkrankung für die Arteriosklerose.“ Dank einer etablierten, einfachen und nicht invasiven Meßmethode, der Bestimmung des sogenannten Knöchel-Arm-Index (Ankle-Brachial-Index, ABI), kann man das zukünftige koronare und zerebrale Risiko abschätzen und eine geeignete Behandlung einleiten.

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Nun kommt eine erweiterte und erheblich zuverlässigere Meßmethode auf den Markt, die sich als Screening- Untersuchung anbietet um das biologische Alter der Blutgefäße abzuschätzen und eine mögliche Arteriosklerose nachzuweisen. Mit dem neuen Gerät ’VASERA’ von Fukuda Denshi wurden eine Reihe von Unzulänglichkeiten und Ungenauigkeiten älterer Verfahren behoben. In Erweiterung der gebräuchlichen Abschätzung des Gefäßstatus, geht das neue CAVI-Verfahren (Cardio Ankle Vascular Index) einen Schritt weiter. Durch gleichzeitiges Messen des systolischen und diastolischen Blutdrucks mit herkömmlichen Blutdruckmanschetten, zwei an den beiden Armen und Beinen wird nach Blutdruckdifferenzen gesucht. Dies zusammen mit dem EKG und Herzschall geben Auskunft über Verengungen im Untersuchungsgebiet.

Mit dem CAVI kann man auf die Steifigkeit (Stiffness-Index) der Gefäße schließen. Die Pulswellengeschwindigkeit (PWV) ist bei steifen Gefäßen erhöht. Damit die Messung nicht durch schwankende Blutdruckwerte verfälscht wird, findet erstmals eine Korrelation mit dem ebenfalls simultan registrierten EKG und Herzschall statt.

Diese beiden Parameter, Blutdruckdifferenzen und die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Herzpulses bestimmen den neuen Parameter ’CAVI’. Vergleichbar dem Langzeitwert für den Blutzucker, gibt nun ein einziger Parameter reproduzierbar Auskunft über einen optimalen, normalen oder pathologischen Gefäßstatus. Da mit dem Alter die Blutgefäße steifer werden, sind in dem Gerät alterstypische Werte gespeichert, die automatisch mit dem aktuellen Messwert verglichen werden. So kann eine Aussage über das „biologische Alter“ der Blutgefäße des Probanden getroffen werden, das vom Lebensalter bisweilen erheblich abweichen kann – in beiden Richtungen übrigens. Auch kann das zukünftige Risiko für einen Hirn- oder Herzinfarkt aus dem Wert abgeschätzt werden.

Die Reproduzierbarkeit der Messergebnisse und die Einfachheit der Anwendung standen ganz weit oben auf der Agenda der japanischen Entwicklungsingenieure von Fukuda Denshi. Die Untersuchungsergebnisse sind derart zuverlässig, dass die Methode ideal zum Screening geeignet ist. Durch die Einbindung in vorhandene Computernetze und eine umfangreiche Windows-Software ist das VASERA vielseitig einsetzbar. Ob in der Klinik, Arztpraxis, Pharma-Forschung, oder in der Sportmedizin, das neue japanische Schnellverfahren von Fukuda Denshi findet viele Anwendungsfelder.

Vorsorgeuntersuchungen machen Sinn. Nach einer Einschätzung der Deutschen Liga zur Bekämpfung von Gefäßerkrankungen könnte gut die Hälfte der 35.000 jährlich in Deutschland wegen Durchblutungsstörungen der Becken-Bein-Arterien durchgeführten Amputationen durch eine frühzeitige und fachgerechte Diagnostik und Therapie vermieden werden. Nach einer Studie an 7000 Menschen über 65 Lebensjahren, an der sich 344 Hausärzte in ganz Deutschland beteiligt haben, kommt der Organisator, Professor Dr. Curt Diehm vom Klinikum Karlsbad-Langensteinbach, zu dem Ergebnis: Jeder Fünfte zeigte eine ausgeprägte Verengung der Beinarterien. Für die Hälfte der Betroffenen kam diese Diagnose völlig überraschend. Sie hatten keinerlei Beschwerden, da die typischen unerträglichen Schmerzen beim Gehen erst im fortgeschrittenen Stadium auftreten. Wer schlechte Beinarterien hat, hat im Vergleich zur Normalbevölkerung gleichen Alters ein dreifach erhöhtes Todesrisiko.

Täglich kostenlose Gefäßdiagnostik während der Medica bei Fukuda Denshi, Stand 9E67, Halle 9

Weitere Informationen
Fukuda Denshi Deutschland
Manfred Märkle
Tel. 07127-887556
info@fukuda-denshi.de

| Medizinjournalisten
Weitere Informationen:
http://www.medizinjournalisten.de
http://www.fukuda-denshi.de

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