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Glaskapillarbündel für die Röntgentechnologie

23.10.2006
Das Glas weit mehr ist als das vertraute Fensterglas, zeigen Forschergruppen des Fachgebietes für Glas- und Keramiktechnologie der TU Ilmenau ab dem 24. Oktober auf der Fachmesse Glasstec in Düsseldorf.

Die Ilmenauer Wissenschaftler entwickeln und modifizieren Hightechgläser für sehr unterschiedliche Anwendungen, darunter Glaskapillarbündel im Mikro- und Nanobereich für Optiken in der Röntgentechnologie.

Glaskapillarbündel bestehen aus vielen kleinen Glasröhrchen, die durch spezielle thermische Behandlungen bis auf eine Größe von ca. 300 nm verzogen und verklebt werden. Diese können dann z.B zur effektiven Bündelung und Führung von Röntgenstrahlen in den Optiken modernster Röntgengeräte dienen.

Weitere Forschungsschwerpunkte des Fachgebietes sind die Strukturierung von Spezialgläsern im Mikrometerbereich, das Ziehen mikrofluidischer Komponenten und die berührungslose thermische und chemische Homogenisierung von Glasschmelzen mit Hilfe von Magnetfeldern.

Außerdem arbeiten die Wissenschaftler an einer Technik, bei der mit Hilfe von Glasstempeln elektrisch funktionale Tinten auf Glas- oder Polymerfolien gedruckt werden können.

Alle fünf Exponate des Fachgebietes Glas- und Keramiktechnologie werden am Gemeinschaftsstand der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft (DDG) vom 24.-28. Oktober auf der GLASSTEC 2006 in Düsseldorf gezeigt.

Kontakt:
Technische Universität Ilmenau, Institut für Werkstofftechnik,
Fachgebiet Glas- und Keramiktechnologie,
Dr. Bernd Halbedel, 03677 / 692784,
bernd.halbedel@tu-ilmenau.de
Die GLASSTEC ist eine industrieorientierte internationale Fachmesse, die alle zwei Jahre in Düsseldorf stattfindet und Innovationen in den Bereichen
·Glasherstellung/Produktionstechnik,
·Glasbearbeitung und -veredelung,
·Werkzeuge, Ersatz- und Verschleißteile,
·Meß-, Steuer- und Regeltechnik für Glas- und Glasmaschinen,
·Glasanwendung im Bau- und Fassadenbereich,
·Solarenergie, transparente Wärmedämmung und
·Displayglas und Lasertechnologien
präsentiert.
Sie bietet auch Hochschulen eine Plattform, Kontakte zu potentiellen Interessenten aus der Wirtschaft für ihre Forschung zu knüpfen und neue Forschungsprojekte anzustoßen.

Wilfried Nax M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-ilmenau.de/gkt
http://www.tu-ilmenau.de/uni/glasstec-2006.5793.0.html

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