Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

MEDICA erneut auf Rekordkurs

25.09.2006
Weltneuheiten auf der MEDICA-PreView - Trends vor der weltgrößten Medizinmesse

Die MEDICA 2006 in Düsseldorf (15. bis 18.November), die weltgrößte Medizinmesse, ist wieder auf Rekordkurs.

Auf der MEDICA-PreView, dem größten Presse-Event vor der MEDICA, berichtete der Messe-Veranstalter, dass mit rund 4.200 Ausstellern aus 67 Nationen ein neuer Anmelderekord steht. Die PreView zeigte, welche Trends sich für einzelne Marktsegmente abzeichnen. Zahlreiche Aussteller zeigten Journalisten vorab ausgewählte Innovationen von Medizinprodukten und medizintechnischen Geräten und Systemen.

Die Firma GE Healthcare etwa als einer der führenden Anbieter von Verfahren für die medizinische Bildgebung wird auf der MEDICA 2006 neuartige Ultraschallgeräte präsentieren. Diese Geräte sind durch Softwareinnovationen in der Lage, Bildungenauigkeiten (die sich in Form weißer Bildpunkte auf dem Monitor äußern) so herauszurechnen und zu reduzieren, dass selbst feinste Gewebestrukturen sichtbar werden. Die Aussagekraft der Sonografie steigert sich dadurch erheblich. Zum Beispiel können nun Veränderungen der Scheidewand der Herzkammern erstmals mit Ultraschall fein dargestellt werden.

... mehr zu:
»Aussteller »Implantat »MEDICA

Die Firma Biocomfort wendet sich unterdessen mit ihrer Innovation "Health Manager" direkt an Menschen, die ihre Gesundheit kontrollieren und beeinflussen möchten. Beim "Health Manager" handelt es sich um ein Mess- und Überwachungssystem zur persönlichen Gesundheitsvorsorge. Mit ihm können Patienten ohne spezielle technische und medizinische Fachkenntnisse ihren allgemeinen Gesundheitszustand ermitteln oder Langzeit-Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen abschätzen. Das Besondere an dem System ist die drahtlose Vernetzung diverser Geräte. Die Daten werden bei Erfassung zunächst im Messgerät (z. B. für die Blutdruck- oder Blutzucker-Messung) gespeichert und später automatisch via Funk auf den PC oder den Handheld-PC übertragen. Auf der Grundlage hinterlegter Medizinstudien checkt und vergleicht die mit einem Knopf bedienbare Weltneuheit fortlaufend die gemessenen mit den Studiendaten. Bei Abweichungen springt die Gesundheitsampel von Gründ auf Geld oder Rot, warnt seinen Träger bzw. gibt Tipps, wie man seine Körperparameter wieder in den grünen Bereich bringen kann.

Meilensteine in der Schrittmacher-Technologie

Spannende Erkenntnisse brachten auch die weiteren Vorträge, Produktpräsentationen und Hintergrundgespräche. So thematisierten im Vorgriff auf die MEDICA die Hersteller BIOTRONIK und Medtronic Neuheiten der Herzschrittmacher-Technologie. Daraus folgend zeichnet sich ab, dass die so genannte Telekardiologie, also die Fernüberwachung von Patienten mit Herzinsuffizienz, immer mehr auf dem Vormarsch ist. Konkret handelt es sich um Schrittmacher-Implantate, die schnurlos und unter Ausnutzung von Möglichkeiten der mobilen Datenfernübertragung (z. B. GPRS-Technologie) und des Internet Herzdaten an den behandelnden Arzt übermitteln können. Bei außergewöhnlichen Ereignissen zeichnet das Implantat automatisch das intrakardiale EKG auf und sendet es zur Befundung an den Arzt.

Andere Implantate (z. B. von Medtronic) können sogar Wasseransammlungen in der Lunge, wie sie als Stauung bei Herzinsuffizienz auftreten, messen. Bei Überschreiten eines kritischen Messwertes wird rechtzeitig vor Eintritt einer Notfallsituation ein Alarmsignal ausgelöst. Der Patient weiss dann, dass er einen Arzt für die weiter gehende Behandlung aufsuchen sollte.

Weitere im Rahmen der MEDICA-PreView präsentierte Innovationen waren zum Beispiel ein neuartiges, ganzheitliches Management-Konzept für Kliniken (Philips Medical Systems), Produktneuheiten für das digitale Diktat in der Radiologie (Philips Speech Processing) oder auch angenehm zu tragende Spezial-Wäsche bei Lymphödemen und für die Thromboseprophylaxe (Medi Bayreuth).

Nanomedizin bringt große Fortschritte in der Krebsforschung Neben den Firmenpräsentationen begeisterten im Rahmen der MEDICA-PreView die "Keynotes" von renommierten Experten aus der medizinischen Forschung die anwesenden Redakteure. So berichtete der Biologe und Biochemiker Dr. Andreas Jordan von der Charité Berlin über große Fortschritte auf dem Gebiet der Krebstherapie unter Ausnutzung nanomedizinischer Erkenntnisse.

Minimal-invasiv injiziert, "docken" spezifisch adressierte, magnetisierte Nanopartikel an Tumorzellen an und sammeln sich in ihnen an. Wird dann durch entsprechende Behandlungsgeräte ein magnetisches Wechselfeld von außen angelegt, erwärmt sich der Tumor und stirbt dadurch ab. Jordan konnte im Rahmen der MEDICA-PreView bereits von erfolgreichen Behandlungen etwa in Bezug auf Hirn- und Prostata-Tumoren berichten. In wenigen Jahren schon soll die Nano-Krebstherapie den Stellenwert der heutigen konventionellen Strahlentherapie erlangen - jedoch ohne Strahlenbelastung für die Patienten.

Martin-Ulf Koch | Preview Event & Communication
Weitere Informationen:
http://www.messe-duesseldorf.de

Weitere Berichte zu: Aussteller Implantat MEDICA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Digitalisierung von HR-Prozessen – tisoware auf der Personal Nord und Süd
21.03.2017 | tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

nachricht Hochauflösende Laserstrukturierung dünner Schichten auf der LOPEC 2017
21.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sterngeburt in den Winden supermassereicher Schwarzer Löcher

28.03.2017 | Physik Astronomie

Wirbel als Räder der Natur

28.03.2017 | Architektur Bauwesen

Von der Bottnischen See bis ins Kattegat – Der Klimageschichte der Ostsee auf der Spur

28.03.2017 | Geowissenschaften