Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

LIGNA+ HANNOVER 2007 zeigt Möbelfertigung auf Bestellung

21.09.2006
LIGNA+ HANNOVER 2007 (14. bis 18. Mai): Kundenwünsche werden sofort erfüllt

Die Entwicklung der deutschen und europäischen Möbelindustrie ist durch eine Fragmentierung der Nachfrage in höherwertige Produkte und preiswerte Massenprodukte gekennzeichnet. Die Nachfrage nach individuellen Produkten führt dabei zu einer Produktion auf Bestellung. Damit ist die traditionelle Serienfertigung passee, das Endprodukt wird zum Unikat. Vor allem in der Küchenmöbel- und in der Büromöbelherstellung hat sich die auftragsbezogene Produktion durchgesetzt, in anderen Bereichen der Branche wird sie immer häufiger realisiert.

Für Möbel, die auf den Kunden zugeschnitten sind und für ihn individuell gefertigt werden, ist der Käufer bereit, einen deutlich höheren Preis zu bezahlen - vor allem dann, wenn seine Wünsche schnell erfüllt werden. Deshalb werden nach Meinung vieler Fachleute die Unternehmen der Möbelindustrie in Mitteleuropa nur noch mit einer Produktstrategie erfolgreich sein, die von individuellen Kundenlösungen gekennzeichnet ist. Daneben wird es weiterhin preiswerte Massenprodukte geben; sie werden aus vorgefertigten Standardteilen montiert, die entweder aus einer vollautomatischen Produktion stammen oder importiert werden.

Die Möbelfertigung lässt sich heute auf Bestellung mit ganzheitlichen, flexiblen und intelligenten Produktionssystemen realisieren. Die Entwicklung dieser Systeme hat in den letzten Jahren hinsichtlich Flexibilisierung und Automatisierung zwar zu beeindruckenden Fortschritten geführt. Bei ihrer Realisierung sind allerdings noch zahlreiche, für die Möbelherstellung spezifische Anforderungen zu beachten. Insbesondere kann diese Technologie ihre volle Produktivität nur dann entfalten, wenn das erforderliche organisatorische und informationstechnische Umfeld gegeben ist.

An diesen Aufgaben wird bei Maschinenherstellern, Software-Produzenten, Systemhäusern und Consulting-Unternehmen ebenso intensiv gearbeitet wie bei den Möbelherstellern selbst. Dabei stellt sich die Aufgabe zwar als einfach dar, doch ist sie aus verschiedenen Gründen nicht einfach zu lösen: Es müssen große Informationsmengen verarbeitet und - ohne Hindernisse - verteilt werden. Voraussetzung hierfür ist ein ungebremster und durchgängiger Informationsfluss von der Auftragserfassung bis zu den Maschinen und Arbeitsplätzen in der Fertigung und darüber hinaus bis zur Konfektionierung. Bei dieser Fertigung sind es nicht mehr die erfahrenen Bediener, welche die Maschinen so einstellen, dass sie die gewünschten Aufgaben erfüllen, sondern Programme und Parameter, die von den Maschinensteuerungen direkt verarbeitet werden können.

Bei der Lösung dieser Aufgaben unterscheiden sich auch heute noch die Konzepte der Anbieter erheblich. Erschwerend kommt hinzu, dass in den einzelnen Abschnitten des Informationsflusses - bei der Auftragserfassung, der Arbeitsvorbereitung, der Steuerung der Maschinen und Anlagen und bei der Konfektionierung - die unterschiedlichsten Software-Lösungen praktiziert werden und die Fachbegriffe keineswegs einheitlich in der Möbelindustrie gebraucht werden.

Wenn der durchgängige Informationsfluss nicht gegeben ist, kann man sich zwar mit einem geringeren Automatisierungsgrad begnügen. Jedoch: Wo die Schnittstelle der EDV versagt, versagt oftmals auch die "Schnittstelle" zwischen den Menschen. Bei geringer Automatisierung und Mechanisierung erfordert die effiziente Zusammenarbeit von Menschen, dass klare und verständliche Informationen ausgegeben werden, was, wann, wie zu tun ist. Auch dies ist eine scheinbar einfache Anforderung. Die Realisierung ist aber bei den hochkomplexen und aus großen Informationsmengen abgeleiteten Produktionsprozessen meist sehr störanfällig.

Ob vollautomatisierte Produktion oder nicht: Lösungen aus anderen Branchen sind für die spezifischen Anforderungen der Möbelindustrie nicht immer übertragbar - oder nur unter der Auflage, bestimmte Varianten auszuschalten, was allerdings dem Ziel, individuelle Kundenwünsche zu erfüllen, widersprechen würde.

Welche Lösungen die Systemanbieter derzeit entwickeln, wird auf der LIGNA+ HANNOVER 2007 zu sehen sein. Sie wird nicht nur weitere Fortschritte in der Automatisierungs- und Steuerungstechnik sowie in der Flexibilisierung des Maschineneinsatzes präsentieren, sondern auch neue Software-Entwicklungen, welche die Möbelfertigung auf Kundenwunsch noch rentabler als bisher machen.

Weitere Informationen zum gesamten Programm der LIGNA+ HANNOVER 2007 sowie zu einzelnen Angebotsschwerpunkten stehen im Netz unter www.ligna.de und www.handwerk-holz-mehr.de.

Anja Brokjans | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.messe.de
http://www.ligna.de
http://www.handwerk-holz-mehr.de

Weitere Berichte zu: Bestellung HANNOVER LIGNA Möbelfertigung Möbelindustrie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Weltneuheit im Live-Chat erleben
25.05.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neue Schaltschrank-Plattform für die Energiewelt
24.05.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

Je mehr die Elektronik Autos lenkt, beschleunigt und bremst, desto wichtiger wird der Schutz vor Cyber-Angriffen. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto. Das Verbundvorhaben unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Bereits heute bieten Fahrzeuge vielfältige Kommunikationsschnittstellen und immer mehr automatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise Abstands- und...

Im Focus: Powerful IT security for the car of the future – research alliance develops new approaches

The more electronics steer, accelerate and brake cars, the more important it is to protect them against cyber-attacks. That is why 15 partners from industry and academia will work together over the next three years on new approaches to IT security in self-driving cars. The joint project goes by the name Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) and has funding of €7.2 million from the German Federal Ministry of Education and Research. Infineon is leading the project.

Vehicles already offer diverse communication interfaces and more and more automated functions, such as distance and lane-keeping assist systems. At the same...

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

25.05.2018 | Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt

25.05.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

25.05.2018 | Informationstechnologie

Kugelmühlen statt Lösungsmittel: Nanographene mit Mechanochemie

25.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics