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Steuerzentrale für Fahrzeug, Fahrer und Fuhrpark: Von der Trucknavigation bis zur Ferndiagnose

20.09.2006
Im neuen Vehicle Control Center von Siemens VDO laufen alle Fäden zusammen

Das Transportgewerbe steht unter enormem Wettbewerbsdruck. Damit Flottenbetreiber die Effizienz ihres Fuhrparks weiter steigern können, präsentiert Siemens VDO auf der IAA Nutz- fahrzeuge 2006 das Vehicle Control Center (VCC).


Diese zukunftsweisende Hard- und Softwareplattform bündelt zahlreiche Funktionen innerhalb des Trucks, vernetzt ihn nach außen und eröffnet damit völlig neue Möglichkeiten. Flotten können mit wegweisenden Diensten wie einer echten Trucknavigation, einer neuartigen Fahrzeugdiagnose oder intelligenten Flottenmanagement-Lösungen den Betrieb ihres Fuhrparks optimieren.

Den Nutzfahrzeugherstellern bietet Siemens VDO mit dem VCC eine den Kundenbedürfnissen entsprechende Differenzierung im Wettbewerb. Sie können darüber hinaus schneller, einfacher und kostengünstiger neue Funktionen in künftige Nutzfahrzeuggenerationen integrieren. Siemens VDO rechnet mit dem Serieneinsatz des VCC ab Ende dieser Dekade.

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Der steigende Wettbewerbsdruck zwingt Flottenbetreiber, ihre Fahrzeugflotte möglichst effizient in die bestehenden Logistik- und Wertschöpfungsprozesse zu integrieren. Das bedeutet intelligent kalkulierte Routen, maximale Fahrzeugverfügbarkeit, eine funktionierende und miteinander vernetzte Logistikkette sowie eine hohe Transportsicherheit, die durch intelligente Assistenz- und Sicherheitssysteme gewährleistet werden muss. Die Fahrzeughersteller müssen diese Bestrebungen mit technischen Lösungen unterstützen, mit attraktiven Preisen und innovativen Produkten ihre eigene Wettbewerbsposition stärken und zudem zahlreichen neuen Anforderungen von Gesellschaft und Gesetzgeber gerecht werden.

Als universelle Antwort auf diese Herausforderung entwickelt Siemens VDO das Vehicle Control Center (VCC). VCC ist eine offen und skalierbar gestaltete Hard- und Softwareplattform, die die komplexen Funktionalitäten innerhalb des Nutzfahrzeugs bündelt und eine Schnittstelle nach außen bereitstellt. Sie fasst zahlreiche aktuelle und künftige Elektroniksysteme zusammen und vernetzt Fahrzeug, Fahrer und Außenwelt hinsichtlich einer ganzen Reihe von Funktionen, wie Navigation, Kommunikation und Telematik. Die Software wird so entwickelt, dass die Applikationen sowie das HMI (human-machine interface, die sogenannte Mensch-Maschine-Schnittstelle) flexibel vom Fahrzeughersteller gestaltet werden können. Dabei werden alle relevanten Funktionen über ein konsistentes HMI gesteuert. Basis des VCC ist ein Rechner mit einer leistungsstarken Prozessoreinheit, sowie zusätzlichen zentralen Modulen: einem Baustein, der mit GPS-Empfänger und weiteren Fahrzeugsensoren die aktuelle Fahrzeugposition bestimmt, einem Schnittstellenmodul, das zum Beispiel über den CAN-Bus den Datenaustausch mit anderen Fahrzeugsystemen organisiert und einem Kommunikations-Modul, das zum Beispiel via Mobilfunk, WLAN oder Bluetooth die Verbindung zur Außenwelt steuert.

Die Vorteile dieses Konzepts: Zahlreiche Komponenten wie das GSM-Modul oder der GPS-Baustein müssen nicht, so wie bisher, mehrfach im Fahrzeug verbaut werden, weil VCC als intelligente Schaltzentrale viele Funktionen bündelt. Das reduziert Stückkosten, Verkabelungsaufwand und Montagezeiten. Da Hard- und Software skalierbar konzipiert sind, können mit einer einzigen Plattform verschiedene Fahrzeugtypen mit unterschiedlichen Ausstattungsvarianten bestückt werden. Damit wird der F+E-Aufwand optimiert und die Komplexität im Teilewesen reduziert. Dank des offenen Ansatzes lassen sich auf dieser Plattform zudem weitere OEM-spezifische Funktionen realisieren. Für den Fahrer bedeutet die Integration zahlreicher Fahrzeugfunktionen mit einem integrierten Anzeige- und Bedienkonzept ein Plus an Komfort und Sicherheit.

Mit dem VCC ermöglicht Siemens VDO dem Flottenbetreiber zahlreiche verbesserte oder völlig neue Funktionen, etwa die spezifisch für das Nutzfahrzeug entwickelte Navigation: Bei der Trucknavigation wurde die Betriebssoftware so angepasst, dass die Routenberechnung neben fahrzeugspezifischen Attributen wie zum Beispiel Höhe und Gewicht auch die speziellen Fahreigenschaften von großen Trucks für die Streckenempfehlung berücksichtigt. Daneben nutzt das System eine erweiterte nutzfahrzeugspezifische Kartendatenbasis und zahlreiche neue Sonderziele für den Lkw-Fahrer.

Weil im VCC alle Fäden zusammen laufen, kann es im Rahmen der Ferndiagnose zahlreiche Daten aus dem CAN-Bus auslesen und an die Zentrale oder die Werkstatt übermitteln. So können Service-Intervalle besser organisiert und das Risiko von Ausfällen verringert werden. Eine weitere Stärke des Vehicle Control Centers sind Flottenmanagement-Funktionen, wie sie Siemens VDO bereits mit seinen Onboardcomputern und der entsprechenden Bürosoftware bereits anbietet. Ebenfalls neu ist, dass mobile Endgeräte vom Handy bis zum Warendatenerfassungsgerät eines Paketdienstes integriert werden können.

Darüber hinaus deckt das VCC alle Funktionen eines konventionellen Informations- und Unterhaltungssystems ab: Es ist Bordcomputer, spielt Musik, bietet die nötigen Schnittstellen sowie das HMI für Klimaanlagen und Rückfahrkameras und kann eine elektronische Bedienungsanleitung darstellen. Auch eine Integration des derzeit diskutierten automatischen Notrufs (e-Call/b-Call) ist möglich.

Mit dem Vehicle Control Center werden auch andere Fahrzeugsystemen auf die Streckendaten des Navigationsrechners zurückgreifen können. Dadurch ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten zur Senkung der Fahrzeugkosten. Mit den entsprechenden Informationen versorgt, wäre es beispielsweise denkbar, dass das automatisierte Getriebe bereits vor einer Steigung in den optimalen Gang wechselt oder der Tempomat nach einem Bremsmanöver kurz vor einer Autobahnabfahrt nicht mehr auf die eingestellte Höchstgeschwindigkeit beschleunigt.

Eine nachhaltige Kostensenkung wird die so genannte prädiktive Ferndiagnose bieten, da ungeplante Stillstandzeiten reduziert werden können. Über das Vehicle Control Center können alle wichtigen Kenndaten von Motor, Kühlung, Getriebe und Bremsen regelmäßig abgerufen und analysiert werden. So ist der OEM-Service oder die Flottenzentrale kontinuierlich über den aktuellen technischen Zustand der Fahrzeuge informiert. Technische Probleme können erkannt werden, noch bevor es zu Schäden oder gar zum Stillstand kommt. Dabei kommt Know-how zur Anwendung, das Siemens bereits in der Medizintechnik und bei Kraftwerken erfolgreich implementiert hat. Diese bewährten Systeme lassen sich auf die Anforderungen bei Nutzfahrzeugherstellern übertragen.

Weitere Informationen für Leser und Endkunden unter:
http://www.siemensvdo.de/contactus
Siemens VDO Automotive ist einer der weltweit führenden Automobilzulieferer für Elektronik und Mechatronik. Der zur Siemens AG gehörende Bereich erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2005 (30.9.2005) einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro.

Jutta Monden | Siemens VDO Automotive
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