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Zielführung ohne Sackgasse und Nadelöhr

25.07.2006
Von Profis für Profis: Siemens VDO zeigt auf der IAA in Hannover echte Trucknavigation

Mühsames Rangieren in Sackgassen und schweißtreibendes Wenden vor zu niedrigen Brücken gehören für Lkw-Fahrer bald der Vergangenheit an. Denn Siemens VDO trägt den besonderen Anforderungen im Nutzfahrzeug Rechnung und zeigt auf der IAA 2006 in Hannover echte Trucknavigation. Dabei wurde die Betriebssoftware so angepasst, dass bei der Routenberechnung neben fahrzeugspezifischen Attributen wie zum Beispiel Höhe und Gewicht auch die speziellen Fahreigenschaften von großen Trucks für die Streckenempfehlung berücksichtigt werden. Daneben setzt das Unternehmen auf eine erweiterte nutzfahrzeugspezifische Kartendatenbasis und zahlreiche neue Sonderziele für den Lkw-Fahrer. Den Serienstart für die Trucknavigation bereitet Siemens VDO für 2007 vor.


Damit die Ware und das Fahrzeug zuverlässig und auf direktem Weg zum Ziel kommen, hat Siemens VDO jetzt auf Basis der vielfach ausgezeichneten Pkw-Systeme die erste echte Trucknavigation entwickelt. Dabei berücksichtigt das Unternehmen nicht nur die nutzfahrzeugspezifischen Daten der Kartenhersteller, sondern hat zusätzlich die Systemsoftware so angepasst, dass individuelle Fahrzeugdaten wie Höhe, Breite, Gewicht und Achslast in die Routenberechnung mit einfließen. Es erfolgt dabei ein zusätzlicher fahrzeugspezifischer Abgleich mit den in den Kartendaten hinterlegten Durchfahrtshöhen, Brückenlasten etc. Außerdem wurden auch die Algorithmen für die Wegführung entsprechend den Fahreigenschaften von großen Trucks geändert. So werden etwa Wendemanöver bewusst vermieden, die Kartendarstellung um spezielle Trucksymbole erweitert und die Berechnung der Ankunftszeit entsprechend modifiziert.

Bei der Zieleingabe gibt der Fahrer am Gerät zunächst die Daten seines Trucks ein. Auf Basis von Länge, Breite, Gewicht, Höhe, Achslast und Gefahrgutklasse wählt das Navigationssystem nur noch Routen aus, die das Fahrzeug problemlos benutzen kann. Diese Daten werden nur einmal eingegeben, aber bei jedem Neustart des Navigationssystems überprüft. So können etwa Ladungsgewicht oder Gefahrgutklasse nach dem Abladen für die Rückfahrt schnell und problemlos geändert werden. Sind die Fahrzeugdaten und die Zieladresse eingegeben, beginnt automatisch die elektronische Routenführung. Da Siemens VDO in der Trucknavigation serienmäßig einen so genannten TMC-Empfänger integriert hat, bietet das System dem Fahrer die Verkehrsinformationen und im Falle einer Verkehrsbehinderung auf Wunsch eine alternative Wegführung an. Auch hier werden die speziellen Streckenkriterien für Lkw berücksichtigt, so dass Trucker nicht durch enge Ortschaften oder über zu schmale Brücken geführt werden.

Schon heute haben die Anbieter der digitalisierten Landkarten die speziellen Restriktionen und die Sonderziele für Lkw wie zum Beispiel Autohöfe, spezielle Fernfahrer-Restaurants oder Tankstellen für Teile Westeuropas in ihre Datenbanken eingepflegt. Dort, wo Brückenhöhen oder Achslasten noch nicht erfasst sind, führt Siemens VDO die Trucker durch Nutzung der herkömmlichen Daten der Pkw-Navigation zum Ziel, die für diese Gebiete automatisch zur Verfügung stehen. Als eines der ersten fest eingebauten Navigationssysteme arbeitet die Trucknavigation von Siemens VDO mit einer kompakten SD-Karte, auf der das gesamte Straßennetz und alle Sonderziele in Europa zusammengefasst sind. Durch den Verzicht auf ein konventionelles CD- oder DVD-Laufwerk wird der Navigationsrechner deutlich kompakter und robuster.

Das Gerät, das Siemens VDO an die Fahrzeughersteller liefern wird, ist mit Schnittstellen ausgestattet, die eine ergonomisch optimierte Integration der Trucknavigation in das Cockpit eines Nutzfahrzeuges ermöglichen. Auf Wunsch des Fahrzeugherstellers können dadurch zum Beispiel die Navigationshinweise direkt im Kombiinstrument angezeigt werden. Die Steuerung kann von herstellerspezifischen Bedienelementen aus erfolgen. Für die Darstellung der Landkarte wird ein großformatiger, bei allen Lichtverhältnissen gut ablesbarer Bildschirm im Cockpit integriert, dessen Darstellung kundenspezifisch gestaltet wird. Auch weitere Telematik-, Informations- und Unterhaltungsfunktionen können angebunden sowie die Werkstätten und Servicebetriebe des Fahrzeugherstellers in die Karte integriert werden. In einem zweiten Entwicklungsschritt ist eine weitere Integration von fahrzeugspezifischen Funktionen denkbar: Wenn andere Fahrzeugsysteme auf Daten wie Geländeprofile, Steigungen und Gefälle des Navigationssystems zurückgreifen und etwa das Getriebe schon vor der Steigung des Gang wechselt, lassen sich die Kraftstoffkosten nachhaltig senken.

Den Nutzfahrzeugherstellern bietet Siemens VDO die Trucknavigation in 2007 an.

Siemens VDO Automotive ist einer der weltweit führenden Automobilzulieferer für Elektronik und Mechatronik. Der zur Siemens AG gehörende Bereich erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2005 (30.9.2005) einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro.

Jutta Monden | Siemens VDO Automotive
Weitere Informationen:
http://www.siemensvdo.de
http://www.siemensvdo.de/contactus

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