Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Achema - Maßgeschneiderte Nanopartikel

12.05.2006


Werden Nanopartikel "veredelt", können sie bestimmte Moleküle an sich binden und von anderen Stoffen abtrennen. Damit das selektiv geschieht, schneidert das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Verfahrenstechnik IGB in Stuttgart Nanopartikel nach Maß. Auf der Messe Achema (15. bis 19. Mai in Frankfurt) ist ein Modell eines molekular geprägten Nanopartikels und eine Membran aus NanoMIPs zu sehen.



Moleküle aus Gemischen abzutrennen, ist eine Schlüsselaufgabe bei allen biotechnologischen und chemischen Prozessen in der Industrie. Die gewünschten Stoffe sollen möglichst rein hergestellt werden. Ist dies nicht möglich, müssen störende Begleitstoffe entfernt werden. Das gelingt den Wissenschaftlern mit "NanoMIPs": "Wir stellen Nanopartikel mit molekularen Abdrücken her", sagt PD Dr. Günter Tovar vom IGB. "Diese dienen dazu, bestimmte Moleküle zu erkennen und an sich zu binden. Je nach Fragestellung können wir geeignete Nanopartikel herstellen, beispielsweise für die Proteinaufreinigung oder auch, um störende Gerüche aus einem Produkt zu entfernen." Die Nanopartikel funktionieren dabei wie biologische Rezeptoren nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip, das abzutrennende Molekül passt also genau "in die Prägung" des Nanopartikels.

... mehr zu:
»ACHEMA »IGB »Membran »Nanopartikel


Die Nanopartikel haben eine Größe von 100 bis 300 Nanometern. Sie sind als Pulver, als Kolloidlösung, als Oberflächenbeschichtung oder in Form einer Membran herstellbar. "Unsere Kompositmembranen bestehen aus zwei Standardschichten. Dazwischen liegt das Herzstück aus geprägten Nanopartikeln, das die abzutrennende Substanz erkennt und zurückhält, während das Stoffgemisch die Membran durchströmt", beschreibt Dr. Carmen Gruber-Traub das Prinzip. Anschließend werden die gebundenen Stoffe in einem weiteren Verfahren wieder aus der Membran gelöst und gewonnen. Da die Nanopartikel einerseits winzig klein sind, andererseits aber eine große spezifische Oberfläche von etwa 80 Quadratmetern je Gramm haben, erreichen die Forscher auch bei mikroskopisch dünnen Schichten hohe Trennleistungen. Die Volumen- und Massenströme durch die Membran, Temperatur und Druck während der Membranherstellung und während der Trennvorgänge erfasst der Messaufbau und die Simulationsrechnungen. Diese Daten dienen den Wissenschaftlern dazu, in Zukunft immer wieder neue Trennmembranen zu modellieren und zu konzipieren.

Marion Horn | idw
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/fhg/press/pi/2006/05/Presseinformation11052006.jsp

Weitere Berichte zu: ACHEMA IGB Membran Nanopartikel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Effizienz steigern, Kosten senken!
17.08.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie