Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovative Verfahrensanwendungen für die Wirtschaft

02.05.2006


Die TU Kaiserslautern präsentiert sich in diesem Jahr vom 15. bis 19. Mai auf der ACHEMA in Frankfurt mit fünf innovativen Verfahren und Dienstleistungen für die Anwendung in der Wirtschaft. Alle Exponate werden auf dem "Weltforum der Prozessindustrie" am Landes-Gemeinschaftsstand Rheinland-Pfalz in Halle 1.2. Stand E 26-27 ausgestellt.



Meerwasser als Trinkwasser



Eine kostengünstige Möglichkeit, aus Meerwasser nutzbares Trinkwasser zu gewinnen, präsentiert der Lehrstuhl für Mechanische Verfahrenstechnik. Professor Siegfried Ripperger hat mit der Transmembran-Destillation ein Verfahren entwickelt, bei dem in Verbindung mit Wasser bei beidseitigem Kontakt das Konzentrat und das Destillat ständig durch das Porensystem der Membran voneinander getrennt werden. Durch eine Temperaturdifferenz zwischen Konzentrat und Destillat tritt Verdunstung, Diffusion und Kondensation auf, die es ermöglicht, auf kostengünstige Weise aus Meerwasser Trinkwasser zu produzieren.

In-linefähige Messtechnik beim Kristallisieren und Fällen

Lars Steinke, ebenfalls vom Lehrstuhl für Mechanische Verfahrenstechnik präsentiert ein Messsystem, dass die Anforderungen an Korngröße und Korngrößenverteilung bei der Partikelbildung während des Kristallisierens und Fällens erfasst. Das hoch auflösende System ermöglicht die Messung und In-line-Erfassung von Kristallisations- und Fällungsreaktionen. Bei der dynamischen Messung erfolgt die Auswertung über Mittelwert und Standardabweichung des Trübungssignals. Durch die spektrale Messung lässt sich die Partikelgröße und Konzentration bestimmen, während durch das gleichzeitige Auswerten der Signale in Verbindung mit einem parallelen Strahlengang und mit fokussierten Laserstrahlen eine hohe zeitliche und örtliche Auflösung gewährleistet wird.

Effiziente Produkteaufbereitung

Professor Hans-Jörg Bart vom Lehrstuhl für Thermische Verfahrenstechnik zeigt mit der kontinuierlichen annularen Chromatographie ein Verfahren, dass mehrere Komponenten in einem Schritt gleichzeitig und mit geringem Aufwand aus einem Gemisch trennen kann. Annulare Chromatographie ist ein kontinuierliches Trennsystem. Kernstücke sind hierbei rotierende Zylinder. Diese Zylinder drehen sich langsam um ihre Achse, während das Sorbens von oben nach unten durchströmt. Da die Feed-Komponenten für den Absorbens unterschiedliche Affinitäten aufweisen, treten die getrennten Substanzen stets in verschiedenen Winkeln relativ zur Zuführposition aus. Somit kann die Produkteaufbereitung in der Bio- und Pharmaindustrie technisch und wirtschaftlich effizienter gestaltet werden.

Servicecenter und Kompetenzbündelung in NanoBioTech

Nanobiotechnologie wird in zahlreichen Industriezweigen immer wichtiger. Um auch Klein- und Mittelständischen Unternehmen bzw. Start-Ups den Zugang zu HighTech-Produkten zu ermöglichen, stellt das Zentrum für Nanostrukturtechnologie und Molekularbiologische Technologie die Ausstattung und Infrastruktur, um Forschungs- und Technologietransferprojekte durchzuführen. Das CC-NanoBioTech-Kompetenzzentrum berät die Wirtschaft und Wissenschaft in allen Fragestellungen der Nanobiotechnologie und dazugehöriger Technologie¬entwicklung, bei Forschungsprojekten sowie über entsprechende Technologietransfermöglichkeiten. Dabei wird das Know How auch außeruniversitären Unternehmen und Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Vor allem die interdisziplinäre Zusammensetzung der Teams mit Physikern und Biologen bietet hierfür exzellente Voraussetzungen. Im Rahmen der ACHEMA werden die Forschungsschwerpunkte und Dienstleistungen wie Beratung oder Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen vorgestellt. Diese umfassen vor allem die Nanobioanalytik, die Genom- und Protenomforschung sowie neue optische, magnetische und elektronische Nanostrukturen für die Informationstechnologie.

Übersicht der ACHEMA 2006
Aussteller des Forschungsstandortes Kaiserslautern:

Technische Universität (TU) Kaiserslautern
Rheinland-Pfalz-Gemeinschaftsstand - Halle 1.2 E26-F27

- Transmembran-Destillation zur Meerwasserentsalzung
- In-line-Sensor zum Monitoring disperser Systeme
- Leistungsfähige Anwendung von kontinuierlicher Annular Chromatographie
- Services des Nano+Bio Centers für Nanostruktur¬technologie und Molekularbiologische Technologie
- Services des CC-NanoBioTech-Kompetenzzentrums

Während der ACHEMA wird die Kontaktstelle für Information und Technologie (KIT) die Standbesucher über alle Fachgebiete und Institutionen der TU Kaiserslautern sowie über das umfangreiche Leistungsangebot der KIT informieren.

Quelle:

Kontaktstelle für Information und Technologie (KIT)
Technische Universität Kaiserslautern
Postfach 30 49
D-67653 Kaiserslautern
Paul-Ehrlich-Straße Gebäude 32
D-67663 Kaiserslautern
Telefon: (0631) 205-3001
Telefax: (0631) 205-2198
www.kit.uni-kl.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Klaus Dosch, Kontaktstelle für Information und Technologie,
Tel.: 0631/205-3001
Fax: 0631/205-2198
E-mail: messe@kit.uni-kl.de

Während der ACHEMA ist die KIT unter der Telefon- und Faxnummer 069/7575-71401 zu erreichen.

Dr. Cornelia Blau | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.uni-kl.de/messen/achema06/achema06.html
http://www.kit.uni-kl.de

Weitere Berichte zu: ACHEMA KIT Trinkwasser Verfahrenstechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Infrarotkamera für die Metallindustrie bis 2000 °C
28.04.2017 | Optris GmbH

nachricht ZMP 2017 – Latenzzeitmesseinrichtung für moderne elektronische Zähler
27.04.2017 | Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie