Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Virtual Reality" im Lufthansa Flight Training: Fraunhofer-Technologie fuer die Pilotenausbildung

25.01.2006


  • Institut fuer Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF am Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft auf der Learntec 2006

  • Fraunhofer Lernwelten auf der Learntec-Messe fuer Bildungs- und Informationstechnologie: 14. bis 16. Februar 2006, Gartenhalle im Kongresszentrum Karlsruhe, Stand 306

  • Fraunhofer-Institute beteiligen sich mit Informationen, Service und Produkten rund um das Thema E-Learning, Aus- und Weiterbildung an der diesjaehrigen Learntec

Wenn ein Pilot fuer seinen ersten Flug ins Cockpit eines Passagierflugzeugs steigt, hat er jeden einzelnen Handgriff schon einmal durchgefuehrt - in Flugsimulatoren, die ihn in einem "Hightechumfeld" auf seine anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet haben. Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg ( http://www.iff.fraunhofer.de ) hat dafür in Kooperation mit der Lufthansa Flight Training GmbH ( http://www.lft-online.de ) ein "Virtual Reality"-basiertes Lernmodul für die Pilotenausbildung entwickelt. Auf der Learntec-Messe fuer Bildungs- und Informationstechnologie 2006 (14.-16. Februar in Karlsruhe, Kongresszentrum) praesentiert das Fraunhofer- Team aus dem "Virtual Development and Training Center" VDTC ( http://www.iff.fraunhofer.de/de/11901.htm ) am Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft (Gartenhalle, Stand 306) die interaktive Software interessierten Besuchern.



Hans Udo Schleiden, Department "Training Technologies" bei der Lufthansa, sieht in der Entwicklung eine viel versprechende Perspektive fuer die Pilotenausbildung: "Piloten absolvieren in der Regel ihre komplette Ausbildung an Flugsimulatoren - reale Flugzeuge waeren voellig unwirtschaftlich. Dafuer muss die Technologie natuerlich eine moeglichst exakte Nachbildung der Wirklichkeit sein." Das VR-Modul des Fraunhofer IFF ist in ein Ausbildungskonzept integriert, das den Piloten ermoeglicht, alle theoretischen Ausbildungseinheiten selbstaendig am eigenen Laptop zu trainieren und den eigenen Kenntnisstand und die Lernerfolge zu ueberpruefen.

Das virtuelle Lernmodul simuliert in der Qualifikation zum "Type Rating" ("Musterberechtigung") waehrend der Pilotenausbildung wichtige Funktionalitaeten eines echten Flugzeugs. Die Entwickler am Fraunhofer IFF haben fuer die VR-basierte Software den sogenannten "Walkaround" ausgewaehlt, bei dem das gesamte Flugzeug vor dem Flug von aussen kontrolliert wird. Dieser Einsatzbereich stellt extrem hohe Anforderungen an die graphische Darstellung: In der Realitaet laeuft ein erfahrener Pilot in ca. zehn Minuten um das Flugzeug herum, um jede funktionale Komponente zu ueberpruefen und moegliche Defekte zu entdecken. Bei einem Airbus A320 sind das beispielsweise rund 180 Komponenten, die überprüft werden müssen. Fuer realititaetsnahe Darstellung mit der VR-Software wurden digitale Fotografien jeder Komponente in Texturen fuer das 3D-Modell umgewandelt - sogar die Nieten im Bereich des Flugzeugrumpfes sind detailgenau zu erkennen.

Die Basis fuer die "Virtual Reality" fuer die Piloten-Ausbildung hat das Fraunhofer IFF mit einer innovativen Plattform fuer "Virtuelle Entwicklung und Training" (VDT) geschaffen. Der Einsatz der Software im "Lufthansa Flight Training" soll den gesamten Trainingsablauf in der Wirtschaftlichkeit und in der Qualitaet verbessern: Die einzelnen "Lektionen" koennen nach Bedarf flexibel strukturiert werden und der physische Aufwand wird wesentlich reduziert. "Die Software simuliert Beschaedigungen, die der Pilot im besten Fall nie wirklich zu Gesicht bekommt", erklaert Schleiden: "Die Resonanz der Piloten auf die Software war insgesamt sehr gut. Uns war wichtig, dass die Piloten die Simulationen als realistisch empfinden, und das ist mit dem ersten Einsatz des Moduls fuer den ’Exterior Check’ gelungen."

Am Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft auf der Learntec 2006 (14.-16. Februar, Kongresszentrum Karlsruhe, Gartenhalle, Stand 306) praesentiert das Fraunhofer IFF die VR- basierte Software am Bildschirm. Interessierte koennen sich schon vorab an Dipl.-Inf. Heike Kissner wenden, E-Mail mailto:heike.kissner@iff.fraunhofer.de, Tel. 0391/40 90-118. Ansprechpartner für die Lufthansa Flight Training GmbH ist Hans Udo Schleiden, Tel. 069/696-53004, mailto:udo.schleiden@lft.dlh.de

Kontakte:

Presse-Kontakt:
mpr marketing public relations
Michael Kip, Stefanie Engeroff
mailto:presse@mpr-frankfurt.de
Tel. 069 71 03 43-42
Fax 069 71 03 43-46

Fraunhofer-Institut fuer Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF):
Dipl.-Inf. Heike Kissner
Tel. 0391/4090-118
mailto:heike.kissner@iff.fraunhofer.de

Lufthansa Flight Training GmbH
Training Technologies
Hans Udo Schleiden
Department FRA OF2/E
Airportring, Bldg. 391
60546 Frankfurt am MainMain
Tel.:+49-69/696 53004
udo.schleiden@lft.dlh.de

Fraunhofer Wissen:
Fraunhofer-Gesellschaft
Abteilung eLearning, Aus- und Weiterbildung
Schloss Birlinghoven, 53754 Sankt Augustin
Martin Attallah und Petra van Heek
Tel. 02241/14-2234
mailto:wissen@bi.fraunhofer.de

| Fraunhofer Wissen
Weitere Informationen:
http://www.iff.fraunhofer.de/
http://www.dlh.de
http://www.wissen.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Fabrikbetrieb Flight IFF Kongresszentrum LEARNTEC Pilot Pilotenausbildung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"
24.05.2017 | Universität Ulm

nachricht Neue Prozesstechnik ermöglicht Produktivitätssteigerung mit dem Laser
18.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten