Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EuroMold 2005: Aachener Institute zeigen neue Entwicklungen für den Werkzeug- und Formenbau

07.11.2005


Gleich auf drei Messeständen präsentiert sich das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT gemeinsam mit dem Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen sowie dem Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF), der NC-Gesellschaft und der Fraunhofer-Allianz "Rapid Prototyping" in diesem Jahr vom 30. November bis 3. Dezember auf der EuroMold 2005:



In Halle 6, Stand B22, auf dem Gemeinschaftsstand des VDWF zeigt der aachener werkzeug- und formenbau als gemeinsame Initiative des Werkzeugmaschinenlabors (WZL) der RWTH Aachen und des Fraunhofer IPT, wie sich strategische und technologische Exzellenz im Werkzeug- und Formenbau verwirklichen lassen. Die beiden Institute bieten Antworten auf die Herausforderungen im Wettbewerb mit chinesischen Werkzeuganbietern und präsentieren die Sieger des Wettbewerbs "Excellence in Production", die am Vorabend der EuroMold bekannt gegeben werden.

... mehr zu:
»EuroMold »WZL »Werkzeug »Werkzeugbau


Unter dem Motto "Fraunhofer IPT goes Europe" stellt das Institut auf dem Gemeinschaftsstand der NC-Gesellschaft in Halle 8, Stand M174/K175, seine erfolgreichen EU-Projekte "EuroTooling 21", "Fastool" und "HardPrecision" vor.

Auf dem Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Allianz "Rapid Prototyping" in Halle 8, Stand M122/L113, präsentiert das Fraunhofer IPT das "Rapid Repairing" anhand der automatischen Reparaturzelle für den Werkzeug- und Formenbau "OptoRep" und des Controlled Metal Build Up.

Herausforderung China - Wie reagiert der deutsche Werkzeugbau?

Der aufstrebende Werkzeugbau in China wirft auch in Deutschland viele Fragen auf: Wie gut ist der Werkzeugbau in China wirklich? Bewirken die niedrigen Einstandspreise der Werkzeuge tatsächlich geringere Kosten für die gesamte Produktion? Welche Chancen bieten sich für europäische Werkzeugbaubetriebe, den riesigen Absatzmarkt und die enorme Anzahl hoch motivierter, kostengünstiger Arbeitskräfte zu nutzen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt eine Studie, in der WZL und Fraunhofer IPT die Entwicklungen des chinesischen Werkzeugbaus untersucht haben, und deren erste Ergebnisse auf der EuroMold präsentieren werden.

Für die hiesigen Unternehmen ist es ebenso wertvoll zu erfahren, wie sie selbst im internationalen Wettbewerb aufgestellt sind. Deshalb haben WZL und Fraunhofer IPT mehr als 100 Unternehmen anhand eines Kennzahlensystems verglichen, das finanzielle, organisatorische und strategische Faktoren wie auch die technologische Leistungsfähigkeit betrachtet. Auf der EuroMold stellen WZL und Fraunhofer IPT das Benchmarking vor, das auch bei der Auswahl des "Werkzeugbau des Jahrs 2005" zum Einsatz kam. Die beiden Institute präsentieren gleichzeitig die Sieger des Wettbewerbs die am Vorabend der Messe in Wiesbaden gekürt werden. Am Wettbewerb beteiligten sich in diesem Jahr mehr als 290 Unternehmen. Auf der Messe fällt auch der Startschuss zum Wettbewerb für das Jahr 2006.

Werkzeugbau in Europa: Fit für den globalen Wettbewerb

Seit geraumer Zeit gelingt es dem Fraunhofer IPT, immer stärker auch im europäischen Ausland Fuß zu fassen. Erste Ergebnisse aus drei erfolgreichen EU-Projekten stellt das Institut auf der EuroMold 2005 einem breiten Publikum vor:

Im integrierten Projekt "EuroTooling 21" arbeiten 33 Industrie- und Forschungspartner aus zehn europäischen Ländern daran, die Wettbewerbsfähigkeit des Werkzeug- und Formenbaus durch innovative Technologien zu stärken. In drei praxisnahen Fallstudien untersuchen die Projektpartner besonders anspruchsvolle Anwendungsfelder aus Werkzeugkonstruktion, -fertigung und -dienstleistung. Im Zentrum der Arbeiten steht die Entwicklung von Werkzeugen und Formen für komplexe Mehrkomponenten-Kunststoffspritzgussteile, für Präzisions- und Mikroanwendungen sowie für variantenreiche Spritzgussteile mit geringen Stückzahlen.

Ziel des Projekts "Fastool" ist eine durchgängige automatisierte Fertigung von Werkzeugen und Formen durch Fräsen und Erodieren. Das Fraunhofer IPT erarbeitet dazu neue Ansätze von der automatisierten NC-Programmierung des CAD/CAM-Systems bis hin zur durchgängigen Automation der Prozesskette.

Mit dem Projekt "HardPrecision" entwickelt das Fraunhofer IPT die simultane 5-Achs-Bearbeitung weiter für das Hartfräsen unter den Randbedingungen des Werkzeugbaus. Das Gewicht der Maschinenkomponenten soll durch Faserverbundkunststoffe gesenkt und die Genauigkeit der Fräswerkzeuge deutlich verbessert werden.

"Rapid Repairing" - Schnelle Werkzeugreparatur

Mit einem Gemeinschaftsstand rund um das Rapid Prototyping präsentiert sich die gleichnamige Fraunhofer-Allianz. Das Fraunhofer IPT zeigt auf dem Stand der Fraunhofer-Gesellschaft Technologien und Verfahren des Rapid Repairing für den Aufbau, die Reparatur und die Modifikation von Werkzeugen.

Für den kurzfristigen Bedarf an Werkzeugen und Formeinsätzen, etwa in der Vorserienentwicklung, eignet sich das so genannte Controlled Metal Build Up: Das am Fraunhofer IPT entwickelte Verfahren bietet eine Alternative zum manuellen Auftragschweißen, Fräsen und Erodieren. Durch abwechselndes Laserauftragschweißen und Hochgeschwindigkeitsfräsen anhand der gewünschten NC-Daten lassen sich selbst tiefe Nuten mit engen Inneneckenradien schnell und kostengünstig herstellen.

Die automatisierte Reparaturzelle für den Werkzeugbau "OptoRep" repariert auch große verschlissene Werkzeuge in nur einer Aufspannung. Die komplette Prozesskette wird dazu modular in eine Maschine integriert. Das Gesamtsystem besteht aus einer 5-Achs-Fräsmaschine mit integrierter optischer Messtechnik, einer Laserbeschichtungseinheit und einer durchgängigen CAx-Systemkette zum 3D-Scannen, Fräsen und 3D-Schweißen. Der hohe Integrations- und Automatisierungsgrad kann die Durchlaufzeiten und Kosten, beispielsweise bei der Reparatur oder Designänderung großer Umformwerkzeuge, deutlich senken.

Sie finden das Fraunhofer IPT als Partner auf den
folgenden Messeständen:

VDWF: Halle 6, Stand B22
NC-Gesellschaft: Halle 8, Stand M174/K175
Fraunhofer-Gesellschaft: Halle 8, Stand M122/L113

Ihr Ansprechpartner
Dipl.-Ing. Kristian Arntz
Fraunhofer-Institut für
Produktionstechnologie IPT
Steinbachstr. 17
52074 Aachen
Telefon: +49 (0)241/89 04 -1 21
Fax: +49 (0)241/89 04 -61 21
werkzeugbau@ipt.fraunhofer.de
www.werkzeugbau-aachen.de

Susanne Krause | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipt.fraunhofer.de/cms.php?id=2054
http://www.werkzeugbau-aachen.de
http://www.eurotooling21.com

Weitere Berichte zu: EuroMold WZL Werkzeug Werkzeugbau

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Effizienz steigern, Kosten senken!
17.08.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen