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Geschlossener Werkstoffkreislauf spart Produktionsabfälle

13.09.2005


Johnson Controls präsentiert Serieneinsatz für stoffliche Recyclinglösungen von Produktionsabfällen



Johnson Controls, eines der weltweit führenden Unternehmen in der automobilen Innenausstattung und Elektronik sowie für Batterien, zählt eine nachhaltige Schonung von Umwelt und Ressourcen zu seinen vorrangigen Unternehmenszielen. Zwei neue stoffliche Recyclingverfahren - eins für Naturfaserwerkstoffe und eins für glasfaserverstärkte Kunststoffe - sparen die thermische Verwertung von 480 Tonnen Produktionsabfällen pro Jahr und stellen darüber hinaus eine neue Herstellungsalternative zu vergleichbaren Kosten dar.

Stoffliches Recycling von Werkstoffen ist nicht nur bei der Altfahrzeugverwertung ein Thema: Auch die Aufbereitung von Stanzabfällen kann zum Umweltschutz beitragen. Da solche Werkstoffreste in der Regel sortenrein gesammelt werden können, ist das Recycling von Produktionsabfällen oftmals sogar unter Erhalt der Werkstoffeigenschaften möglich.

Zur diesjährigen IAA präsentiert Johnson Controls den möglichen Serieneinsatz solcher Recyclinglösungen. Bei dem Verfahren für naturfaserverstärkte Kunststoffe handelt es sich um die Wiederverwertung von Stanzabfällen, die bei der Produktion des Lehnenspannteils für ein Fahrzeug aus dem Segment der Luxusklasse anfallen. Daneben spielt das Recyceln von Naturfaserwerkstoffen auch für die Herstellung einer Armauflage für einen anderen Automobilhersteller eine Rolle. Dabei werden die Produktionsreste, die bei der Fertigung des Türverkleidungsträgers eines Oberklassefahrzeugs entstehen, für die Herstellung der Armauflage eingesetzt.

Das Recycling von glasfaserverstärkten Kunststoffen demonstriert das Unternehmen anhand von Instrumententafel-Produktionsabfällen, die zur Herstellung von Luftkanälen für ein Fahrzeug aus dem Minivansegment genutzt werden.

Befestigungshaken aus Rezyklat

Für das Lehnenspannteil der Sitze eines Fahrzeugs aus dem Segment der Luxusklasse, das auf der IAA erstmals präsentiert wird, kommen Holzfasermatten "Fibrowood" zum Einsatz. Die bei der Produktion dieser Teile anfallenden Stanzabfälle werden sortenrein gesammelt, zerkleinert, mit Polypropylengranulat versetzt und können anschließend zu Spritzgussbauteilen weiterverarbeitet werden. Da der Längenausdehnungskoeffizient dieser Rezyklatbauteile dem der Lehnenspannteile ähnelt, lag es nahe, die spritzgegossenen Komponenten aus Sekundärwerkstoffen im gleichen Bauteil einzusetzen. Dies umso mehr, als durch einen identischen Produktionszeitraum auch der Materialfluss sichergestellt ist.

Der gleiche Prozess gilt auch für die Herstellung von Armauflagen eines anderen Oberklassefahrzeugs. Sie werden aus den Produktionsresten der Türverkleidung hergestellt. Bei diesem Modell besteht der Naturfaserträger allerdings aus Epoxidharz.

Recycling auch für glasfaserverstärkte Kunststoffe

Selbst für glasfaserverstärkte Kunststoffe, wie sie zum Beispiel für Instrumententafeln eingesetzt werden, hat Johnson Controls ein stoffliches Recyclingverfahren entwickelt. Das Konzept für den Luftkanal eines Fahrzeugs aus dem Minivansegment sieht vor, die Abfälle des Instrumententafelträgers zu vermahlen - anschließend in seine Bestandteile aus glasfaserverstärktem Trägerwerkstoff, PVC-Haut und PUR-Schaum zu trennen. Das Mahlgut aus glasfaserverstärktem Trägerwerkstoff kann anschließend aufgrund der annähernd gleichen technischen Eigenschaften wie Neumaterial für die Fertigung von Komponenten des gleichen Bauteils eingesetzt werden. Die aktuelle Konzeptentwicklung sieht die Produktion von Luftkanälen aus dem Rezyklat vor. Darüber hinaus sind weitere Anwendungen zukünftig möglich.

Johnson Controls, Inc., ist ein weltweit führendes Unternehmen für automobile Systeme sowie für Gebäudemanagement und technische Gebäudeausrüstung. In der Automobilindustrie ist das Unternehmen ein bedeutender Lieferant von integrierten Sitz- und Innenraumsystemen sowie Autobatterien. Für gewerbliche und öffentliche Gebäude ist Johnson Controls Anbieter von Systemen der Gebäudeautomation und Dienstleistungen u. a. in den Bereichen Komfort, Energie- und Sicherheitsmanagement.

Johnson Controls (New York Stock Exchange: JCI) wurde 1885 gegründet und hat seinen Firmensitz in Milwaukee, Wisconsin, USA. Im Geschäftsjahr 2004 belief sich der Umsatz des Unternehmens auf 25,4 Milliarden US-Dollar, von denen weltweit 20 Milliarden US-Dollar auf die Automotive Group entfielen. Die europäische Zentrale befindet sich in Burscheid, Deutschland. Zum Produktportfolio des Unternehmens gehören auch Instrumententafeln/Cockpits, Türsysteme, Dachhimmelsysteme, Innenraumelektronik und Elektrisches Energiemanagement.

Astrid Schafmeister | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.jci.com

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