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Biogas: Energie aus der Natur

07.09.2005


Umweltschonende Energieerzeugung Thema auf der "waste to energy"


Im Juni vergangenen Jahres stellte Bundesumweltminister Jürgen Trittin zum Ende der internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien in Bonn fest: „Wir haben es endlich geschafft, international neue Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu setzen. Das Zeitalter der „Erneuerbaren“ hat begonnen.“ Damit hatte die ebenfalls 2004 in Bremen gestartete Fachmesse „waste to energy“, die sich um Energiegewinnung aus Abfall und Biomasse dreht, einen optimalen Start. Die zweite Veranstaltung - am 7. und 8. Dezember in der Messe Bremen - wird darauf aufbauen und dem Fachpublikum einen umfassenden Überblick über umweltfreundliche und nachhaltige Energieerzeugung bieten.

Die „waste to energy“ umfasst das ganze Spektrum „Energie aus Abfall und Biomasse“. Einer der Schwerpunkte der Kongressmesse ist das Thema „Strom und Wärme aus Biogas“. Die Nutzung dieser Energieform gilt als besonders Klima schonend, weil sie einen fast geschlossenen CO2-Kreislauf erreicht. Der große Vorteil: Es wird immer nur so viel CO2 in die Atmosphäre entlassen, wie zuvor von den Pflanzen während des Wachstums gebunden wurde.


Die stetig fortschreitende technische Entwicklung hat in den vergangenen beiden Jahren dazu geführt, dass ein Trend zu größeren Biogasanlagen mit rund 500 Kilowatt Leistung zu beobachten ist. Die Stadtwerke Düsseldorf AG sieht hier ein erhebliches Geschäftspotenzial. Mitte dieses Jahres gründete sie mit der Firma AgriCapital AG, Greven, ein gemeinsames Tochterunternehmen, die biogasnrw GmbH. Die angestrebten Unternehmensziele beschreibt der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Düsseldorf Karl-Heinz Lause so: „In den nächsten 18 Monaten möchten wir auf größeren landwirtschaftlichen Betrieben insgesamt zehn 500-kW-Biogaskraftwerke errichten.“ Jede dieser Anlagen erzeugt bei normaler Auslastung rund vier Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr, genug um 900 vierköpfige Familien zu versorgen.

Viele Gemeinden setzen mittlerweile auf Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen, so genannten "NaWaRos". Hier ergeben sich für Landwirte und Kommunen interessante Geschäftsfelder. Im kommenden November soll beispielsweise im niedersächsischen Jameln Deutschlands erste Biogastankstelle eröffnet werden. Im Probebetrieb wird dort Biogas aus NaWaRos in einem wirtschaftlichen Verfahren zu Treibstoff aufbereitet und öffentlich angeboten. Durch solche Vorhaben könnte im ländlichen Raum, wo Investitionen in eine Erdgastankstellen nicht immer sinnvoll sind, eine Lückenschließung in der Versorgungsinfrastruktur erreicht werden. Angesichts der aktuellen Kraftstoffpreise eine zunehmend interessante Alternative. Auch zu diesem Thema sind Beiträge auf der "waste to energy" geplant.

Ausstellung und Konferenz werden auch zeigen, was zukünftig bei der Nutzung von fester Biomasse an Neuigkeiten zu erwarten ist. So wird der Wissenschaftler Hendrik Reimer vom Fraunhofer UMSICHT-Institut in Oberhausen in seinem Konferenzbeitrag berichten, was sich zum Beispiel bei der thermischen Nutzung biogener Brennstoffe wie Altholz oder Klärschlamm tut. Reimer prognostiziert eine deutlich wachsende Nachfrage nach wirtschaftlich tragfähigen Technologien. Sein Vortrag wird sich mit der „Vergasung von Ersatzbrennstoffen als Vorstufe zur thermischen Verwertung“ befassen. Verfahren dieser Art sollen die Nutzung biogener Brennstoffe wirtschaftlich machen, und so weitere sinnvolle Anwendungen im Bereich von Dampfkesselanlagen oder Ofenprozesse erschließen.

Andrea Bischoff | Messe Bremen
Weitere Informationen:
http://www.wte-expo.de

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