Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Seriennahe modulare Konzepte für mehr Sicherheit und Fahrkomfort

30.08.2005


Johnson Controls, eines der weltweit führenden Unternehmen in der automobilen Innenausstattung und Elektronik sowie für Batterien, präsentiert auf der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung neue Lösungen für mehr Sicherheit und Sitzkomfort. Daneben stellt das Unternehmen zahlreiche Konzepte aus den Bereichen Materialien und Recycling vor. Premiere hat auch ein innovatives Türmodul, das größere Integrationsmöglichkeiten als herkömmliche Türverkleidungen bietet. Höhepunkt der IAA ist die Pressekonferenz des Unternehmens am 14. September um 10.30 Uhr in Halle 5.1 auf dem Stand B16.

Innenraumkomfort und Flexibilität spielen eine wichtige Rolle beim Neuwagenkauf, doch auch auf die Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs legen die Konsumenten großen Wert. Mit dem Thema Insassenschutz hat sich Johnson Controls intensiv beschäftigt und stellt zahlreiche neue Lösungen erstmals in der Öffentlichkeit vor.

Erhöhter Schutz für Kopf, Beine und Knie

So präsentiert das Unternehmen zum Schutz der Nackenwirbelsäule des Fahrers und Beifahrers eine „aktive Kopfstütze“, die bei einem Heckaufprall vor jener Bewegung schützen kann, die zum so genannten Schleudertrauma führt. Das Unternehmen hat eine neue mechanische Variante entwickelt, deren Auslöser effizient in die Sitzlehne integriert ist. Für Automobilhersteller, die sensorikgetriebene aktive Kopfstützen bevorzugen, bietet Johnson Controls das Produkt auch mit elektromechanischem und pyrotechnischem Auslöser an. Nachdem die Sensorik den Crash signalisiert hat, benötigt der Mechanismus der Kopfstütze lediglich ca. 20 Millisekunden, bis die schützende Position erreicht ist.

Um neben dem Schutz für die Nackenwirbel auch das Verletzungsrisiko der Knie zu reduzieren, hat das Unternehmen ein aktives System entwickelt, das ein Durchrutschen unter dem Gurt verringert. Im Gegensatz zu airbagbasierenden Systemen verfügt die aktive Lösung über einen Bügel im Sitzkissen, der sich im Falle eines Aufpralls aufstellt. So werden die Beine und Knie von der Instrumententafel zurückgehalten. Bei der Entwicklung des neuen Systems standen Kosten-, Gewichts- und Funktionsoptimierung im Vordergrund. Zum Insassenschutz trägt auch ein Reifendruck-Informationssystem von Johnson Controls bei, das erstmals serienmäßig in einen Kleinwagen integriert ist. Eine spezielle Technologie erlaubt dabei eine automatische Positionserkennung der Reifen per Funk, so dass kein radspezifisches Empfangsmodul mehr erforderlich ist. Neben der Sicherheit nimmt für die Konsumenten auch der Sitzkomfort einen wichtigen Stellenwert ein.

Aktiver Klimakomfort zukünftig auch für das Mittelklassesegment

Nicht nur Autofahrer der oberen Fahrzeugsegmente wünschen sich ein angenehmes Sitzgefühl bei heißen Temperaturen, sondern auch die der Mittelklasse. Nach zahlreichen Konzepten für die aktive Sitzklimatisierung in den oberen Segmenten und passiven Lösungen hat das Unternehmen seine Bandbreite um eine aktive Klimaneuheit für das Mittelklassesegment erweitert. Die zum Patent angemeldete Technologie ist bereits serienreif. Serienreif ist auch eine neue Oberflächentechnologie.

Einsatz neuer Materialien erlaubt kürzere Prozesszeiten

Nach jahrelanger Erfahrung in der Verarbeitung von Häuten produziert das Unternehmen jetzt zum ersten Mal selbst eine hochwertige Gießhaut für Instrumententafeln. Ihr besonderer Vorteil sind die kontrollierten Wanddicken, was besonders für die unsichtbare Airbagnaht von Interesse ist. Das Verfahren erlaubt eine starke Verkürzung der Prozesszeiten. Die Haut geht erstmals für einen deutschen Automobilhersteller in Serienproduktion.

Konzept für geschlossenen Werkstoffkreislauf

Auch zum Thema Recycling hat das Unternehmen ein innovatives Konzept entwickelt: Statt der thermischen Wiederverwertung werden die Vorteile aus dem stofflichen Recycling genutzt. Das Unternehmen hat Recycling-Konzepte für Kunststoff- und Naturfaserträger entwickelt, die nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch kostenneutral sind. Dabei handelt es sich unter anderem um die Wiederverwertung von Produktionsabfällen, die zu einem Rezyklat verarbeitet werden und als Befestigungshaken für eine Sitzlehne verwendet werden. Das Projekt hat bereits Serienstatus erreicht.

Etwas weiter in der Zukunft, im Jahr 2008, dafür mit großem Individualisierungspotenzial für den jeweiligen Automobilhersteller, ist ein neues Türkonzept erhältlich.

Türmodule mit umfangreicher Funktionsintegration

Dabei handelt es sich um ein Türverkleidungsmodul, in das die gewünschten Komponenten bereits integriert sind. Das Unternehmen liefert ein fertig getestetes Modul, das nur noch in die Rohbautür eingeclipst werden muss. Dadurch wird die Montage an der Fertigungslinie des Automobilherstellers vereinfacht. Das Konzept ist von der unteren Mittelklasse bis zur Luxusklasse einsetzbar.

Wer mehr über die neuen Produkte und Lösungen erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, Johnson Controls auf dem Messestand und auf der dort stattfindenden Pressekonferenz zu besuchen.

Astrid Schafmeister | Johnson Controls
Weitere Informationen:
http://www.jci.com

Weitere Berichte zu: Automobilhersteller Knie Recycling Sitzlehne Wiederverwertung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht »Lasertechnik Live« auf dem International Laser Technology Congress AKL’18 in Aachen
23.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Empa zeigt «Tankstelle der Zukunft»
23.02.2018 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics