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EURO ID 2005: eindeutig auf dem richtigen Weg!

13.05.2005


Vom 19. bis zum 21. April fand in Wiesbaden erstmals die EURO ID 2005 statt. Die Messe hat den Anspruch, sich als Branchentreff im europäischen Markt der Automatischen Identifikation zu etablieren. Bereits in diesem Jahr haben die Veranstalter dokumentiert, dass dieses hochgesteckte Ziel in greifbarer Nähe liegt. Mehr als 1200 Interessenten fanden sich ein zur Show der Auto ID-Technologien und rund 60 Unternehmen präsentierten Produkte, Services und Lösungen.



Von der ersten Sekunde an gab es einen Vorgeschmack dessen, was Auto ID kann: Name und Firma der Besucher wurden individuell auf einem großen Display beim Eintritt in den Messebereich mit einem herzlichen Willkommen angezeigt. Ein winziger Transponder, mit dem die Besucherausweise von der Océ iDs Event-Technik ausgerüstet waren, machte diesen Empfang möglich. Frank Linti, Business Developer RFID, der Océ Deutschland GmbH genoss nicht nur die positiven Reaktionen der Besucher auf das Begrüßungssystem seiner Firma, ihm war das Fachpublikum nach drei Tagen auch in einer ganz anderen Hinsicht ans Herz gewachsen: „Ich habe lieber 20 gute Kontakte, als 2.000 die nur flüchtig sind. Bei so einer kleinen Messe wie hier haben die Besucher auch Zeit für ausführliche Gespräche, sie sind nicht gehetzt, weil man an einem Tag alles schaffen kann.“

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Dass die Messe in kleinem Rahmen startet, hatten die Veranstalter einkalkuliert. Frithjof Walk (Vorstandsvorsitzender vom Fachverband AIM – Association for Automatic Identification and Mobility) und Peter Altes (Leiter des Event-Veranstalters IBC EUROFORUM GmbH) haben mit Unterstützung der Fachzeitschrift ident eine professionelle Wiederaufnahme und Europäisierung der eingestellten Vorläufer-Messe ident.de realisiert. Und das gemeinsame Motto stand im Vorfeld fest: Qualität vor Quantität!

Und die Qualität haben sie erreicht; da sind sich Aussteller und Fachbesucher einig. Rund 60 Unternehmen zeigten in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen eindrucksvoll, was Barcodes und vor allem RFID leisten können. Neben Schwergewichten aus der Branche, wie zum Beispiel FEIG ELECTRONIC GmbH oder Philips Semiconductors GmbH, konnten auch Newcomer wie die conSeneca Partnergesellschaft die Messe erfolgreich für sich nutzen. Roland Mlynek, der gemeinsam mit seinem Kollegen Sascha Petrovic die vor einem Jahr gegründete herstellerunabhängige Systemberatung conSeneca repräsentiert, betonte, dass sich diese Messe für sein Unternehmen gelohnt hat: „Wir hatten die ganze Zeit zu tun. Die Besucher kommen mit konkreten Projektideen und suchen bei uns individuelle Lösungen, die sie bei den großen Unternehmen nicht bekommen.“

Mlynek hat schon am zweiten Messetag entschieden, dass conSeneca auch im nächsten Jahr bei der EURO ID dabei sein wird. Und er ist nicht der einzige: Am Ende des dritten Messetages waren von den circa 1500 qm, die für die EURO ID im kommenden Jahr geplant sind, bereits 675 qm vermietet und zwar ausschließlich an Aussteller der diesjährigen EURO ID.

„Eher klein, aber sehr fein“, kommentierten Ralf Weisner, Vertriebsleiter und Dr. Eberhard Schubert, Leiter Produkt- und Projektmanagement, vom Systemanbieter Waldemar Winckel & Co. KG das Fachpublikum. Sie sahen ihre Erwartungen übertroffen, womit sie weniger die Zahl der Messebesucher allgemein, als vielmehr die Qualität der Kontakte meinten. Weisner resümierte: „Konkret haben wir 30 neue Kontakte gemacht, drei Kontakte davon sehen schon jetzt sehr positiv aus“. Auch Gerd Gerlof, Key Account Manager bei der PDS Peripherie.Daten.Systeme GmbH, bestätigt die Erfahrungen seiner Kollegen: „Wir hatten viele Kontakte und gute Gespräche. Es waren überwiegend Neukontakte.“ Gerlof rechnet damit, dass aus den Messekontakten etwa vier bis sechs konkrete Projekte entstehen.

Ein anderer Aussteller bestätigte, dass diese Art von Messe einfach effizient sei. „Es kommen nicht hundert, sondern nur zehn am Tag. Aber die interessieren sich wirklich und haben auch Ahnung. Und wir haben auch Zeit für sie.“ Michael Schmidt, Vertriebsleiter der Scemtec Transponder Technologie GmbH, war mit geringen Erwartungen zur EURO ID gefahren und wurde positiv überrascht: „Wir hatten null Erwartung. Wir dachten, wir gehen dahin und zeigen einen Stand für die anderen Aussteller, aber wir sind eines Besseren belehrt worden! Wir hatten am ersten Tag, der ja schwach besucht war, bereits dreißig gute Kontakte.“

Die Fachbesucher nutzten das breite Messeangebot intensiv. Neben den Ausstellern waren die Vorträge im User Forum und die Vorstellungen des Tracking and Tracing Theatres beliebte Anlaufstellen. Im Tracking and Tracing Theatre wurde der gesamte logistische Prozess von der Bestellung im Supermarkt über die Lagerverwaltung und den Logistik-Dienstleister als Show Act präsentiert. Das Messeambiente, das im Nebenraum durch das internationale „Knowledge & Networking Forum“ des Europäischen Dachverbands von AIM unterstützt wurde, war ein lebendiges und fruchtbares Umfeld für den Gedankenaustausch und die Geschäftsanbahnung in der Welt der Automatischen Identifikation.

Die überwiegende Anzahl der Aussteller und Fachbesucher waren zufrieden. Peter Altes resümierte am Schluss der Messe, dass das Motto ‚Qualität vor Quantität‘ einen exzellenten Einstieg ermöglicht habe. Im kommenden Jahr gehe es allerdings darum, beides zu erreichen: Qualität und Quantität.

Die nächste EURO ID findet vom 16. bis 18. Mai 2006 im Expocenter in Köln statt. 45 Prozent der Ausstellungsfläche sind bereits heute verbindlich gebucht. Eine große Anzahl der Besucher aus diesem Jahr hat angekündigt, im nächsten Jahr wieder als Fachbesucher teilzunehmen. Und einige Besucher denken sehr ernsthaft darüber nach, ob ihr Unternehmen im kommenden Jahr nicht als Aussteller teilnehmen soll. Ein Rückblick zur EURO ID 2005 sowie erste Informationen zur EURO ID 2006 sind im Internet abrufbar.

Claudia Büttner | IBC EUROFORUM
Weitere Informationen:
http://www.euro-id-messe.de

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