Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltneuheiten für den Wasserschutz: DBU auf der IFAT

22.04.2005


DBU-Projekte auf der weltgrößten Umweltmesse in München - Schwerpunkt Wasser - Bislang 730 Projekte mit 136,6 Millionen Euro gefördert

Die Lage ist ernst. Die UNO spricht von einer "Weltwasserkrise", weil immer weniger Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. "Gerade die Industrienationen sind dazu aufgerufen, die Kostbarkeit Wasser zu schonen, wo es nur geht", sagt Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). "Deshalb hat die DBU in den 14 Jahren ihres Bestehens bislang 730 Projekte mit insgesamt 136,6 Millionen Euro gefördert, die die Ressource Wasser schützen." Zehn Beispiele aus ihrer Förderarbeit zu Abwasserreinigung und Wasserkreislaufführung zeigt die DBU vom 25. bis 29. April auf der weltweit größten Umweltmesse IFAT in München. Am DBU-Gemeinschaftsstand in Halle B2 (Stand 216) präsentieren die Projektpartner technische Innovationen von der abwasserfreien Papierfabrik bis zum Verfahren zur Verringerung des Klärschlammanfalls.

Die Papierfabrik Julius Schulte Söhne (Düsseldorf) hat zum Beispiel ein Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, Betriebsabwasser zu reinigen und wiederzuverwerten. Sie produziert seit über einem Jahr ohne Abwasser Papier aus Altpapier. Jährlich spart die Papierfabrik so rund 250.000 Kubikmeter Abwasser.

Die prosys GmbH (Bremen) stellt auf der IFAT die fotokatalytische Aufbereitung von Abwasser vor. Das Besondere: der Katalysator kann wiederverwendet werden. Verglichen mit herkömmlichen Verfahren zur Schadstoffreinigung von Grund- und Abwasser schont die Fotokatalyse damit Ressourcen und ist wirtschaftlich attraktiv.

Zu den Neuheiten auf der IFAT 2005 gehört auch ein Verfahren zur Verringerung des Klärschlammanfalls der Bioserve GmbH (Mainz). Beim Bioserve-Verfahren gelingt es mit Hilfe spezieller Tenside, mikrobiologische Abbauprozesse in Kläranlagen erheblich zu beschleunigen. Auch das Clausthaler Umwelttechnik Institut CUTEC, das Institut für Umweltanalytik und Technologie GmbH (UWAT-Institut, Ebersbach), der Deutsche Alpenverein e. V. (München), das Güthler Ingenieurteam (Waldshut-Tiengen), die LIWATECH Forschungsgemeinschaft (Bad König/ Hessen), das Dr. Lorenzen Physiker Büro Berlin sowie das Entwicklungsbüro Dr.-Ing. Gudernatsch (EBG, Stuttgart) stellen ihre Entwicklungen vor.

Zusätzlich bietet die DBU ein Rahmenprogramm auf der IFAT an: Am 26. April präsentiert sie gemeinsam mit Vertretern des Deutschen Alpenvereins und der Naturfreunde Deutschlands ihren Förderschwerpunkt "Berg- und Schutzhütten". Der "Stipendientag Wasser/Abwasser" am 27. April wird von vier DBU-Stipendiaten gestaltet, die ihre Forschungsergebnisse vorstellen. Den Abschluss bildet das DBU-Ausstellerforum am 28. April im Rahmen des IFAT Forums B2. Vier Mitaussteller der DBU berichten hier über ihre Projekte.

Franz-Georg Elpers | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

Weitere Berichte zu: Abwasser Alpenverein IFAT Papierfabrik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht COMPAMED 2016 vernetzte medizinische Systeme und Menschen
23.11.2016 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht Kompakter und individuell einstellbarer Schutz für alle Anwendungen
18.11.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie