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Günstige Boote, schicke Fahrräder und sichere Dichtungen

11.04.2005


Forscher aus Sachsen, Sachsen/Anhalt und Thüringen präsentieren sich auf der Hannover Messe



Acht Universitäten, neun Fachhochschulen und zwölf Unternehmen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen präsentieren sich vom 11. bis 15. April 2005 auf der Hannover Messe. "Was auf dem mitteldeutschen Gemeinschaftsstand ’Forschung für die Zukunft’ (Stand C39) in Halle 2 gezeigt wird, ist wiederholt ein eindrucksvolles Abbild der Kompetenz von Ingenieuren und Wissenschaftlern Mitteldeutschlands", sagte der Sprecher des Gemeinschaftstandes, Mario Steinebach. Der Messestand, auf dem insgesamt 29 Aussteller mehr als 50 Exponate gezeigt werden, belegt 321 Quadratmeter. "Damit sind wir einer der größten Stände in der Halle 2", so Steinebach.



Zu den elf sächsischen Ausstellern auf dem Gemeinschaftsstand gehört die TU Chemnitz. Konstrukteure präsentieren erstmals eine Software, mit der Entwicklungsingenieure die optimale Auslegung von Pressverbindungen bei größtmöglicher Ausschöpfung der Materialbelastungsgrenzen realisieren können. Energieverfahrenstechniker der TU Bergakademie Freiberg stellen auf der Hannover Messe eine Technologie zur Umwandlung von Erdölbegleitgas in Synthesegas vor, aus dem sich vielseitig verwendbares Methanol erzeugen lässt. So genannte "intelligente Dichtungen" für den Kraftwerks- und Anlagenbau zeigen Wissenschaftler der Universität Leipzig. Die in die Dichtungen integrierten Elektrodenarrays kontrollieren beispielsweise die korrekte Montage der Dichtung und die Ermüdung des Materials. Die TU Dresden, die mit vier Exponaten nach Hannover reist, stellt unter anderem optische Rechner für die Luft- und Raumfahrt vor, mit deren Hilfe die Bildverarbeitung enorm beschleunigt werden kann.

Wissenschaftler der Universität Magdeburg stellen ein neuartiges Plattformkonzept vor, mit dem Hausboote kostengünstig mit handelsüblichen Bauteilen produziert werden können. Außerdem präsentieren die Magdeburger einen Bausatz für Faltboote mit verbesserten Gebrauchswerteigenschaften sowie ein Verfahren zum zerstörungsfreien Prüfen von dünnen Blechen und Fügeteilen. Ein weiterer Aussteller aus Sachsen-Anhalt ist die Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle. Industriedesign-Studenten stellen Studien eine neuen Motorrades sowie eines Multifunktionsfahrrades vor, das sich in nur fünf Schritten vom Rennrad in ein Mountainbike verwandeln lässt.

Wissenschaftler der Universität Jena demonstrieren einen mobilen Bausatz für die Aus- und Weiterbildung für Schulen, Hochschulen und die Industrie, mit dem 24 optische Praktikumsversuche durchgeführt werden können. Der Bereich PATON Patentinformationssysteme und Online-Dienste der TU Ilmenau wollen das Interesse der Messebesucher auf das Programm "PATONbase" lenken, mit dem Patentdaten aus wesentlichen Industrieländern im Zeitraum von 1971 bis 2004 recherchiert und analysiert werden können.

Mario Steinebach | idw
Weitere Informationen:
http://www.forschung-fuer-die-zukunft.de

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