Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energieforschung treibt Wirtschaft an

24.03.2005


Fossile Energieträger werden immer knapper. Langfristig müssen deshalb regenerative Energiequellen stärker in bestehende Versorgungssysteme eingebunden und vorhandene Energien effizienter genutzt werden. Im neu gegründeten Fraunhofer-Verbund Energie haben jetzt zehn Fraunhofer-Institute ihre Kompetenzen gebündelt. Auf der Hannover Messe (11. - 15. April) präsentiert sich der neue Fraunhofer-Verbund in Halle 13, Stand H58/7.



Der Ölpreis kletterte in den letzen Monaten auf immer neue Rekordhöhen. Steigende Energie- und Betriebskosten und steigende Umweltschutzanforderungen führen aber nicht nur zu Belastungen, sondern bieten auch neue Marktchancen, insbesondere für die Energiewirtschaft, den Anlagen- und den Gerätebau. Gefragt sind neue Technologien, mit denen die Energieeffizienz erhöht sowie die Umweltbelastung und die Energiekosten gesenkt werden können. Auch die Nutzung erneuerbarer Energien muss verstärkt ausgebaut werden, um die heimische Energieversorgung langfristig zu sichern. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat deshalb ihre Forschungsaktivitäten im Bereich Energie mit einem Forschungsvolumen von insgesamt 45 Mio. Euro zusammengeführt und einen Verbund mit zehn Fraunhofer-Instituten gegründet. Dieser stellt sich erstmalig auf der Hannover-Messe der Öffentlichkeit vor.



"Gemeinsam mit der Industrie wollen wir die technologische Führerschaft Deutschlands bei der effizienten Nutzung von Energie und bei der Erschließung erneuerbarer Energieträger weiter ausbauen", erläutert Prof. Joachim Luther, Verbundsvorsitzender und Leiter des Fraunhofer ISE die Ziele des neuen Verbunds. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, aber auch Politik und Energiewirtschaft sollen so einen vereinfachten Zugang zu den industrienahen Forschungskompetenzen der Fraunhofer-Institute erhalten.

Die Geschäftsstelle des Verbunds wurde am Freiburger Fraunhofer-Institut für Solare Energiesystem ISE eingerichtet. Sie dient als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, die ihren Forschungsbedarf analysieren lassen wollen und vermittelt entsprechende Kompetenzen. Der Vorteil: Von der Materialforschung bis zur makro-ökonomischen Systemanalyse bieten die zehn Fraunhofer-Institute ein breites Kompetenzspektrum an. "Insbesondere für komplexe Forschungs- und Entwicklungsaufgaben können wir durch die neue Form der Zusammenarbeit wirtschaftlich attraktive Lösungen entwickeln", erklärt Dr. Tim Meyer, Geschäftsführer des Verbunds und Abteilungsleiter Elektrische Energiesysteme am Fraunhofer ISE. Besondere Schwerpunkte bilden dabei die Technologie-, Verfahrens- und Produktentwicklung.

Der Energieverbund bietet vier Themenschwerpunkte an: Bei den "Integrierten Energiesystemen" geht es um Lösungen aus einer Hand für Gebäude und dezentrale Energieverbünde, die kostengünstiger geplant, gebaut und betrieben werden können. Mit einer intelligenten Steuerung und neuen Geschäftsmodellen lassen sich neue Energiesparpotenziale erschließen und Betriebskosten sparen.

Zweiter Schwerpunkt sind "Effizienztechnologien". Hier konzentriert sich der Fraunhofer-Verbund zum einen auf Verfahren und Technologien zur stationären Energiebereitstellung und zur Kraft-Wärme-Kopplung im kleinen und mittleren Leistungsbereich. Auch Wasserstofftechnologie und Brennstoffzellen, neuartige Mikroturbinen und Technologien zur Aufbereitung und Nutzung flüssiger und gasförmiger Brennstoffe gehören dazu. Zum anderen forscht der Energieverbund zusammen mit der Energiewirtschaft an neuen Verfahren, wie der dezentral erzeugte Strom möglichst optimal in die Versorgungsnetze aufgenommen werden kann.

Um Sonne, Wind und Biomasse geht es beim Schwerpunkt "Erneuerbare Energien". Hier arbeiten die Fraunhofer-Wissenschaftler insbesondere an neuen Materialien und Produktionsverfahren zur solaren Strom-, Wärme- und Kälteerzeugung sowie an der Herstellung und Nutzung biogener Gase und Treibstoffe. Für Windenergiean-
lagen werden Prognose-Verfahren und Zuverlässigkeits-untersuchungen entwickelt.

Der vierte Schwerpunkt des Fraunhofer-Verbunds umfasst die "Speicher- und Mikroenergietechnik". Denn die Nachfrage nach immer kleineren und zugleich leistungsstärkeren Komponenten zur netzunabhängigen Energieversorgung von Informations- und Kommunikationsgeräten wächst weiter. Hier setzen die Forscher etwa auf die Miniaturisierung von Brennstoffzellensystemen, auf die Weiterentwicklung der Lithium-Technologie.

Dr. Harald Schäffler | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ise.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Betriebskosten Energiesystem Energiewirtschaft Verbund

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Weltneuheit im Live-Chat erleben
24.05.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neue Schaltschrank-Plattform für die Energiewelt
24.05.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Was einen guten Katalysator ausmacht

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Superkondensatoren aus Holzbestandteilen

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Schaltschrank-Plattform für die Energiewelt

24.05.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics