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3-D-Einblicke in die Fabrik der Zukunft übers Internet

23.03.2005


"visTABLE" ermöglicht die kooperative Planung und Visualisierung von Fabrikanlagen im Netzwerk

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»Display »Visualisierung

Wissenschaftler des Institutes für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme der TU Chemnitz um Prof. Dr. Egon Müller präsentieren vom 11. bis 15. April 2005 auf der Hannover Messe im Forum "Digital Factory" (Halle 16, Stand B 21) neue Einsatzvarianten ihres Planungssystems "visTABLE". So können in den aktuellen Version sogar Fabriken oder Werkhallen von örtlich getrennten, jedoch über das Internet vernetzten Arbeitsplätzen aus geplant werden. Alle Teilnehmer, die durchaus in der ganzen Welt verteilt arbeiten können, sehen auf ihrem PC das aktuelle zwei- und dreidimensional Layout sowie die augenblicklichen Aktionen aller Beteiligten.

Die Bedienung des Planungssystems ist intuitiv gestaltet und leicht erlernbar. Über die berührungsempfindliche Oberfläche eines Displays kann die dem System zugrunde liegende Planungssoftware mit bloßem Finger bedient werden. Das Planungssystem ist modular aufgebaut und lässt sich kundenspezifisch konfigurieren. Für den stationären Einsatz im Planungsbüro eignet sich eher das großformatige Plasma-Display in einem schwenkbaren und höhenverstellbaren Rahmen, welches mit der integrierten Audioanlage auch als multimediale Präsentationslösung im Unternehmen eingesetzt werden kann. Und für den mobilen Einsatz entwickelten die Chemnitzer eine Lösung mit einem 18"-Pen- Display. Auch ein handelsüblicher Tablet-PC ist nutzbar.


Was ist nun das Besondere an "visTABLE"? Auf einem zweidimensional projizierten Layout lassen sich die anzuordnenden Objekte, die Maschinen, Fördertechnik, Lager, Einrichtungsgegenstände und Personen symbolisieren, per Finger hin- und herschieben. Jede Veränderung in der Anordnung dieser Objekte wird sofort auf dem Display veranschaulicht. In einer weiteren Ansicht erfolgt parallel dazu die dreidimensionale Visualisierung der angeordneten Objekte. Damit ist jederzeit ein virtueller Spaziergang durch die geplante Werkhalle möglich und die Planungslösung lässt sich aus beliebigen Blickwinkeln begutachten.

Für das entwickelte Prinzip sind neben der Fabrikplanung auch weitere Einsatzbereiche denkbar: Beispielsweise bei der Planung von Wohnungseinrichtungen, in der Architektur und in der Landschaftsgestaltung. "Die einfache Bedienung über den berührungsempfindlichen Bildschirm sowie die realitätsnahe Visualisierung der Objekte fördert die aktive Teilnahme der Mitarbeiter am Planungsprozess, die jetzt auch von unterschiedlichen Standorten aus agieren können", meint Dr. Thomas Gäse. Bei der Arbeit wird das Planungsteam durch eine Optimierung der Anordnungsreihenfolge, die Darstellung der Materialflussbeziehungen und die Ermittlung des Transportaufwandes sowie die Kontrolle der zulässigen Mindestabstände zwischen den Objekten unterstützt, womit die Qualität der Planungslösung sofort bewertet werden kann.

Mit dem Einsatz des Planungssystems "visTABLE" wird die Anschaulichkeit der Planungslösung und deren Akzeptanz deutlich erhöht. Mit den technischen Möglichkeiten der Virtuellen Realität lässt sich außerdem eine stereoskopische Projektion erzielen. Darüber hinaus kann die Erarbeitung und Präsentation der Planungsergebnisse über das Internet erfolgen, so dass Kunden und Fachexperten jederzeit in den Planungsprozess einbezogen werden können.

Mario Steinebach | TU Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

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