Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zum Abschluss der "2nd European Conference for Biotechnology"

24.09.2004


Erfolgreiches Spitzentreffen der europäischen Biotechnologie in Berlin - 200 Teilnehmer am zweiten BIOTECHNICA BUSINESS FORUM - Referenten und Teilnehmer loben hohe Qualität



Als interdisziplinäre Diskussionsplattform der europäischen Biotechnologie-Szene hat sich das zweite BIOTECHNICA BUSINESS FORUM in Berlin etabliert. Am 21. und 22. September 2004 diskutierten in der Niedersächsischen Landesvertretung rund 200 Entscheider der Pharma- und Biotech-Branche sowie des Kapitalmarktes und Spitzenvertreter aus Politik und Verbänden die aktuellen Trends der Biotechnologie-Branche.



Die anhaltende Konsolidierung der Branche – eines der Schlagworte der internationalen Veranstaltung – spiegelte sich auch in den Beiträgen des Forums wider: „Beim BIOTECHNICA BUSINESS FORUM ist Quantität durch Qualität der Besucher und Sprecher ersetzt - ein Indikator für die Entwicklungen der Branche“, betonte Prof. Peter Stadler, Vor­sit­zen­der der Deut­schen Indus­trie­ver­eini­gung Biotechnologie (DIB)/Frank­furt/Main.

Besonders der Blick auf die europäischen Themen bestimmte die Diskussionen um aktuelle Trends, Forschungsvorhaben und Entwicklungen in dieser Branche. So erläuterten spanische und österreichische Experten in Schwerpunktthemen ihre nationalen Möglichkeiten und Herausforderungen. Speziell für die deutsche Biotechnologie wurden Forderungen der Industrie an die Politik, Auflagen und Fördermaßnah­men der Bundesregierung, der Europäischen Kommission sowie mögliche Kooperationen innerhalb Europas thematisiert. „Ich bin der Meinung, dass wir auf dem Weg, Europa zur führenden Biotechnologie-Region zu machen, ein gutes Stück vorwärts gekommen sind“, zeigte sich Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement zuversichtlich für die Zukunft. Allerdings nicht ohne Einschränkungen. Vorbilder für europäische Modelle sind gesucht: „Wo es gelingt, über Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten wie in den skandinavischen Ländern, entstehen leistungsstarke Kompetenzzentren“, wies Wolfgang Clement am Abend des ersten Konferenztages auf den europäischen Gedanken hin.

Die Teilnahme des Bundeswirtschaftsministers korrespondierte mit der starken Präsenz von Vertretern des Kapitalmarktes, die die wirtschaftliche Bedeutung dieser Biotechnologie-Plattform unterstrichen. Die Experten diskutierten anhand aktueller Beispiele u. a. die Chancen und Umsetzungen von Börsengängen und alternativen Finanzierungsmodellen.

„Europa funktioniert noch nicht als Gesamtmarkt. Er ist zu stark fragmentiert, dadurch zu langsam, aber Zeit ist alles für die Biotechnologie“, fasst Prof. Bernhard Scheuble, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Merck KGaA aus Darmstadt, den Diskussionsverlauf zusammen. Das BIOTECHNICA BUSINESS FORUM hat während der zwei Veranstaltungstage einen wichtigen Beitrag zur Etablierung eines europäischen Biotechnologie-Netzwerks geleistet, so der Tenor der Besucher und Referenten.

Die angeregten Diskussionen zeigten vor allem: Auf dem Weg der Umsetzung zum marktfähigen Produkt klafft zwischen den Biotechnologie-Start-ups, -KMUs und der Industrie eine Kommunikationslücke, die zu einem für die Biotechnologie-Szene kritischen Kapitalmangel führt. „Wir werden Impulse setzen, damit der private Kapitalmarkt wieder die Volumina generiert, die notwendig sind“, versprach Edelgard Bulmahn, Bundesministerin für Bildung und Forschung, zum Auftakt des zweiten Veranstaltungstages. „Diesen Bedarf wird die Politik nicht decken können. Hier müssen private Unternehmen bereit sein zu investieren.“ Nicht zuletzt führte die diesjährige Verleihung des EUROPEAN BIOTECHNICA AWARD an drei erfolgreiche Biotechnologie-Unternehmen, insgesamt mit EUR 40.000 dotiert, zu angeregten Debatten zwischen Industrievertretern und Start-up-Gründern.

Dr. Arno J. Krotzky, Geschäftsführer der metanomics GmbH & Co. KGaA in Berlin, sprach von zwei Tunneln: „Der eine ist grün (Anmerkung: Pflanzen-Biotechnologie), aber aus politischen Gründen am Ende zugemauert. Im roten Tunnel (Anmerkung: Biotechnologie in der Medizin) sehen wir tatsächlich Licht und fahren auf die Öffnung zu.“ Und nach den zwei Tagen in Berlin ist der Tunnel noch ein Stückchen kürzer geworden.

Mit dem zweiten BIOTECHNICA BUSINESS FORUM hat die Deutsche Messe AG ihre Strategie zur Etablierung eines Biotechnologie-Netzwerkes erfolgreich fortgesetzt. Neben der alle zwei Jahre in Hannover veranstalteten internationalen Leitmesse BIOTECHNICA (18. bis 20. Oktober 2005) bietet das BIOTECHNICA BUSINESS FORUM in den geraden Kalenderjahren die geeignete europäische Plattform, um den Dialog der Biotechnologie-Branche mit Messe und Kongress zu gestalten und voranzutreiben. Im internationalen Umfeld setzen die in Kürze stattfindende BIOTECHNICA ASIA und die begleitende Konferenz BioMedical Asia (12. bis 14. Oktober in Singapur) das Biotechnologie-Engagement der Deutschen Messe AG fort.

Detlev Rossa | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.messe.de

Weitere Berichte zu: BIOTECHNICA Biotechnologie Kapitalmarkt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht COMPAMED 2016 vernetzte medizinische Systeme und Menschen
23.11.2016 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht Kompakter und individuell einstellbarer Schutz für alle Anwendungen
18.11.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie