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Euro-Log macht mit der „Operativen Steuerung“ SCEM praktikabel

09.06.2004


Automatische Fehlervermeidung durch Plausibilität von Logistikdaten / Gezielte Information über „Ausreißer“ / Fehlerreports mit Eskalationsstufen



Die Euro-Log AG, Hallbergmoos, stellt auf der EuroCargo 2004 ein neues Produkt namens „Operative Steuerung“ vor. Das Produkt basiert auf erprobten Modulen kundenspezifischer Management-Informationssysteme, die event-orientiert weiterentwickelt und standardisiert wurden. „Operative Steuerung“ richtet sich sowohl an Verlader wie auch an Logistikdienstleister – seien es netzwerkgebundene Transportlogistiker, Kontraktlogistiker oder 4PL. Aufsetzend auf Trackingdaten bietet das Produkt die Möglichkeit zur automatisierten Prüfung logistischer Datenströme. Des weiteren können frei definierbare Auswertungsfilter zum Schnell-Check logistischer Stati gesetzt werden. Treten Abweichungen vom Soll-Status auf, so überträgt ein Reporting-Modul die Nachricht über verschiedene Kommunikationskanäle an einen frei definierbaren Adressatenkreis.

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Beim Verlader setzt das Produkt bereits beim Auslösen von Bestellungen und Abholorders an. „Viele Industrieunternehmen kommunizieren mit ihrem Zulieferern nach von ihnen selbst vorgegebenen Standards, wissen aber gar nicht, ob sie auch genau die Informationen absetzen, die ihr Zulieferer benötigt“, so Fürbacher. Mit der Operativen Steuerung können nunmehr Bestelldaten im Rechenzentrum der Euro-Log AG semantisch, syntaktisch und nach logischen Plausibilitätskriterien geprüft werden. Auch in der Kommunikation unter Logistikdienstleistern können Missverständnisse auftreten, die sich dank der Operativen Steuerung schnell und zielgerichtet beheben lassen. Fürbacher: „Nehmen wir ein Beispiel eines Stückgutspediteurs, der mehrere Häuser in unterschiedlichen Kooperationen untergebracht hat und dazu noch mit fremden Dritten arbeitet. Bei mehreren Tausend Sendungen am Tag und der speditionsüblichen Hektik ist es unvermeidlich, dass bei der Datenübertragungen Fehler gemacht und Sendungsaufträge, Borderodaten oder Statusberichte im verkehrten Format oder an den falschen Empfänger abgesetzt werden.“ Je nach Speditionssystem führt dies bislang nicht einmal zu einer Fehlermeldung, lediglich am anderen Ende der Leitung kommt Datenkauderwelsch an. Die Lösung der Euro-Log hingegen prüft den Aufbau der Datensätze und weist den Bearbeiter per Fehlermeldung auf das Vertauschen eines Datenformates oder eines Empfängers hin. Diese Prüfung kann bis hinunter auf Packstückebene erfolgen. Wiegt etwa eine Palette wegen einer Null zuviel im Speditionsauftrag plötzlich statt 400 Kilogramm 4 Tonnen, springt ein Prüfalgorithmus im Rechenzentrum der Euro-Log AG an und markiert den Datensatz als unplausibel. Bei entsprechender Hinterlegung von Informationen kann das System sogar unplausible Datensätze eigenständig korrigieren.

Ausreißer identifizieren

Des weiteren versetzt die Operativen Steuerung den Anwender in die Lage, Statusabweichungen schnell zu erkennen. So ist das System einerseits in der Lage, Überschreitungen bei Rückbestätigungen von Bestellungen oder reine Laufzeitüberschreitungen zu identifizieren. Andererseits besteht die Möglichkeit, den „Datentopf“ nach kunden-, lieferanten-, speditionspartner- oder produktgruppenspezifischen Eigenschaften zu filtern. Damit haben alle Partner in der Lieferkette die Möglichkeit, sich auf priore Geschäftsprozesse zu konzentrieren. Beispiel Stückgutnetze: Hier erzeugt jede Sendung inzwischen mindestens drei, in mehrstufigen Netzen bis zu sechs Statusmeldungen, die beim Versandspediteur auflaufen. Einige dieser Statusmeldungen sind wichtiger als andere, beispielsweise dann, wenn die betreffende Sendung von einem Premiumkunden stammt, mit dem ein besonders hohes Servicelevel definiert wurde. Auch das Ausbleiben einer Statusmeldung ist hier eine wichtige Nachricht, die nach herkömmlicher Bearbeitungsweise verloren geht. „Auch beim Setzen der für die Priorisierung benötigten Filter orientiert sich unsere Operative Steuerung an den Notwendigkeiten der Praxis“, betont Fürbacher. „Nicht jede Verspätung ist ein Beinbruch.“

Die Benachrichtigung über „Ausreißer“ erfolgt in der Operativen Steuerung ebenfalls abgestuft. Je nach Kundenwunsch kann bei einem falschen oder fehlenden Status jede beliebige Hierarchieebene im Unternehmen informiert werden. Am bewährtesten erweist sich ein Vorgehen in verschiedenen Eskalationsstufen. Beispielsweise kann bei einem ausbleibenden Status am Tag 1 der Sachbearbeiter, am Tag 3 der Abteilungsleiter, am Tag 4 der Niederlassungsleiter und nach einer Woche die Geschäftsleitung in Kenntnis gesetzt werden. Diese Abstufung kann auch nach Kundeneinstufung variieren, sodass bei A-Kunden vielleicht schon am ersten Tag der Chef eine E-Mail, ein Fax oder eine SMS erhält.

Mit der Operativen Steuerung adressiert die Euro-Log zunächst ihre Bestandskunden aus Transportlogistik und Verladerschaft. Hier liegen die als Rohmaterial des proaktiven Informationssystems benötigten Trackingdaten in der Regel bereits im Rechenzentrum des EDI-Clearing-Centers vor. Drittdaten können über eine Schnittstelle problemlos übernommen und in die Auswertungen einbezogen werden. Dies gilt ebenso für Daten von Logistikdienstleistern und Industrieunternehmen, die bisher keine Berührungspunkte zur Euro-Log hatten und auf ein Supply-Chain-Event-Management nicht verzichten wollen.

Hintergrund: Euro-Log AG

Euro-Log, 1992 gegründet und seit 2002 Aktiengesellschaft, bietet als Software- und Systemhaus Komplettlösungen zur Abbildung von logistischen Prozessen bei Logistikdienstleistern sowie Handels- und Industrieunternehmen. Als neutraler Partner vernetzt Euro-Log weltweit Unternehmen durch ein hochverfügbares Rechenzentrum mit über 1.700 Kunden-Accounts. Euro-Log mit Hauptsitz in Hallbergmoos (am Flughafen München) zählt mehr als 70 Mitarbeiter.

„Mit seinem Leistungsumfang gehört unser Produkt Operative Steuerung in die Kategorie der Supply-Chain-Event-Management-Systeme, ohne aber dass wir dieses vielstrapazierte Hype-Wort bemühen möchten“, berichtet Jörg Fürbacher, Vorstand der Euro-Log AG. „Vielmehr bieten wir unseren Kunden sinnvolle Dienste, die dazu beitragen, Logistikprozesse zu stabilisieren.“Dieses Bild finden Sie in offsetdrucktauglicher Qualität auf der Bilder-CD-ROM in Ihren Presseunterlagen (RGB-jpg, 300 dpi, 1840 x 1232 Pixel, ca. 1,16 MB)

Yvonne Schweizer | EURO-LOG AG
Weitere Informationen:
http://www.eurolog.com
http://www.h-zwo-b.de

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