Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer IWS Dresden auf der Internationalen Luftfahrtmesse in Berlin

10.05.2004


Technologieentwicklungen für die Luft- und Raumfahrt aus dem Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden werden gezeigt


Neuartige Laserstrahlschweißanlage zum beidseitig-gleichzeitigen Laserschweißen von Rumpf- und Tragflügelstrukturen mit integrierter Spanntechnik



Besuchen Sie uns auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA 2004 vom 10. - 16. Mai 2004 in Halle 7 Stand 7280 (Gemeinschaftsstand des Kompetenzzentrums Luft- und Raumfahrttechnik Sachsen - Thüringen e.V.).



Hinsichtlich der Komplexität der Problemstellungen, der Zuverlässigkeitsanforderungen, des bis zum Extrem getriebenen Leichtbaues und der Nutzung neuester Werkstoffe stellt die Luft- und Raumfahrtindustrie nach wie vor einen der wesentlichen volkswirtschaftlichen und wissenschaftlichen Technologietreiber dar. Dieser Herausforderung stellt sich das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden durch die Entwicklung hochproduktiver Fertigungstechnologien, neuer Ansätze zur Bewertung und Optimierung der mechanischen, tribologischen und thermischen Eigenschaften sowie der Entwicklung unikaler System- und Prüftechnik.


Konsequent betriebener Leichtbau erfordert hochmoderne Fügeverfahren, wie Strahlschweißen oder Kleben. Sie erobern sich immer weitere Gebiete im Flugzeug-, Raketen-, Triebwerks- und Satellitenbau. Ein besonders zukunftsträchtiges Potenzial kommt dem Laserstrahlschweißen zu. Das Fraunhofer IWS konzentriert sich dabei insbesondere auf Verfahrensentwicklungen für schwer schweißbare Aluminium-, Titan- und Nickel-Legierungen sowie intermetallische Verbindungen.

Eine primäre Entwicklungszielstellung für die Fertigung von Passagierflugzeugen besteht in der Verringerung des Strukturgewichtes bei gleichzeitiger Senkung der Fertigungskosten. Dazu kann das Laserstrahlschweißen von Versteifungselementen in Rumpfstrukturen wesentliche Beiträge leisten. Aus Gründen der Nahtausbildung, der Belastbarkeit und des Verzuges erfolgt das Schweißen mittels zweier Laserstrahlen beidseitig-gleichzeitig.

Mittels einer bisher unikalen Laserstrahlschweißanlage, die ein neuartiges Anlagenkonzept verwirklicht, können bis zu 10 m x 3 m x 1 m große Strukturelemente dreidimensional mit Schweißzusatzwerkstoff und mitlaufender Spanntechnik gefügt werden. Die Anlage kann wahlweise mit zwei 4,5 kW-CO2-Lasern mit höchster Strahlqualität oder zwei 4,4 kW-diodengepumpten Nd:YAG-Lasern betrieben werden.


Konsequenter Leichtbau erfordert eine hochgradige Werkstoff- und Bauteilauslastung. Daher kommt der präzisen Nachbildung der herrschenden Belastungsbedingungen in möglichst einfachen, kostengünstigen und trotzdem aussagefähigen Tests entscheidende Bedeutung zu. Neben der Nutzung kommerziell verfügbarer Prüftechnik liegt eine Stärke des Fraunhofer IWS in der Entwicklung und Erprobung von problemangepassten Prüfvorrichtungen.

Zur Beherrschung der z. T. extremen Wärmestromdichten, Temperaturen und Temperaturgradienten in Bauteilen von Strahl- oder Raketentriebwerken sowie zur Verbesserung ihres Wirkungsgrades sind Kenntnisse über deren Thermoschockbeständigkeit erforderlich. Mit speziell entwickelten laserbasierten Prüfmethoden lassen sich diese Belastungen simulieren, der Schädigungsverlauf on-line (Schallemissionsanalyse, Hochgeschwindigkeitsfotografie) oder off-line (Ultraschall, mechanische Tests) detektieren und Maßnahmen zur Eigenschaftsverbesserung vorschlagen.


Das Dresdner Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS betreibt anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung auf den Gebieten Oberflächentechnik und Lasertechnik. Ziel ist es, den Kunden des IWS Problemlösungen anbieten zu können und sie bei der industriellen Einführung zu unterstützen.

Besuchen Sie uns auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA 2004 vom 10. - 16. Mai 2004 in Halle 7 Stand 7280 (Gemeinschaftsstand des Kompetenzzentrums Luft- und Raumfahrttechnik Sachsen - Thüringen e.V.).

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden
01277 Dresden, Winterbergstr. 28

Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Ralf Jäckel
Telefon: (0351) 25 83 444
Telefax: (0351) 25 83 300
E-mail: ralf.jaeckel@iws.fraunhofer.de

Dr. Ralf Jaeckel | idw
Weitere Informationen:
http://www.iws.fraunhofer.de und http://www.iws.fraunhofer.de/presse/presse.html
http://www.iws.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: ILA Leichtbau Raumfahrtausstellung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Infrarotkamera für die Metallindustrie bis 2000 °C
28.04.2017 | Optris GmbH

nachricht ZMP 2017 – Latenzzeitmesseinrichtung für moderne elektronische Zähler
27.04.2017 | Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie