Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Olympische Spiele der Druck- und Medienindustrie

21.04.2004

In wenigen Tagen beginnt in Düsseldorf die drupa, die weltweit als die Olympischen Spiele der Druck- und Medienindustrie gilt. Vom 6. bis 19. Mai präsentieren 1.862 Aussteller aus 52 Ländern ihre neuesten Technologien für print, publishing und converting. Die 17 Düsseldorfer Messehallen sind mit 161.415 Quadratmetern ausgebucht; das gesamte Weltangebot für die Medienvorstufe, den Druck, die Papierverarbeitung, Buchbinderei und Packmittelproduktion ist in Düsseldorf zu sehen, die Global Player sind ebenso vor Ort wie kleine, innovative Unternehmen. "So international das Angebot, so international ist auch die Nachfrage", bringt Werner Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, den Stellenwert der drupa auf einen Nenner. "Aus aller Welt erwarten wir rund 370.000 Besucher, die sich auf der weltweit größten Leistungsshow der Printmedienindustrie einen umfassenden Überblick verschaffen wollen."

Die Anbieter, insbesondere die deutschen Hersteller der Druck- und Papiertechnik sowie der Bedruckstoffe und Druckfarben, erwarten von der print media messe drupa wichtige Impulse für das In- und Auslandsgeschäft. Wie Spitzenvertreter der führenden Branchenverbände auf der Wirtschaftspressekonferenz der drupa 2004 am 19. April übereinstimmend erklärten, sei eine Verbesserung des Investitionsklimas durch steigende Werbeausgaben und überdurchschnittliches Wachstum beim Versandhandel und bei der Werbung mit Katalogen in Sicht. "Treibende Kraft dafür sind die Auslandsorders", so Kai Büntemeyer, Stellvertretender Vorsitzender des Fachverbandes Druck- und Papiertechnik im VDMA, beispielhaft für alle drupa-relevanten Wirtschaftsverbände. "Allerdings erschwert die Aufwertung des Euro das Geschäft spürbar und begrenzt das Wachstumspotenzial."

... mehr zu:
»Büntemeyer »Papiertechnik

Freundliche Konjunktursignale verzeichnet die Druck- und Papiertechnik zum Jahresbeginn: "Bereits zum Jahresende 2003 hatte sich die Branchenkonjunktur erholt", so Büntemeyer. "In den ersten beiden Monaten 2004 konnten wir einen Auftragszuwachs von 15 Prozent verzeichnen, die Kapazitätsauslastung ist innerhalb eines Jahres (Februar 2003 bis Februar 2004) von 81,2 auf 87,5 Prozent gestiegen", Büntemeyer weiter.

Auch die Papierindustrie sowie die Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie starten optimistisch in das drupa-Jahr 2004. "Die Grafischen Papiere (mit 48 Prozent des Absatzes das größte Segment der Papierindustrie) verzeichneten in den ersten beiden Monaten des Jahres 2004 ein Absatzplus von 4,4 Prozent", führte Michael Kessener, Geschäftsführer Verband Deutscher Papierfabriken, in Düsseldorf aus. "Der Umsatz mit Papier- und Pappewaren ist entgegen der allgemeinen Konjunkturschwäche in 2003 auf über 15 Mrd. Euro - und damit um 3,6 Prozent - gestiegen", so Thomas Pfeiffer (Geschäftsführer des Hauptverbandes Papier- und Kunststoffverarbeitung). Auch die Druckfarbenindustrie konnte ihren Umsatz in 2003 steigern - und zwar um 2,3 Prozent auf rund 1,5 Mrd. Euro.

So zuversichtlich die Anbieter in das Jahr 2004 gestartet sind, so zurückhaltend ist die Investitionsbereitschaft der deutschen Druckunternehmen. "Angesichts anhaltend schwacher Binnenkonjunktur, nachlassenden Geschäftes der Verlage und rückläufiger Werbeausgaben der Wirtschaft sind die Umsätze der Druckunternehmen im Jahr 2003 noch weiter unter das Vorjahresniveau gesunken", skizzierte Rolf Schwarz, Präsident des Bundesverbandes Druck und Medien, die Situation der deutschen Druckindustrie. Mit 366 Firmenzusammenbrüchen im Jahr 2003 sei außerdem ein Rekordniveau erreicht.

drupa: Symbiose aus IT, Stahl & Eisen

Die drupa ist eine Symbiose aus IT, Stahl & Eisen; imposante Druck- und Weiterverarbeitungsmaschinen prägen ebenso das Bild in den 17 Messehallen wie Computerarbeitsplätze. Digitaler Workflow und Automatisierung werden die beherrschenden Themen auf der drupa 2004 sein. Um den erwarteten 370.000 Besuchern aus aller Welt die Orientierung zu erleichtern, sind die 1.862 Aussteller nach folgenden Produkt- bzw. Themenschwerpunkten platziert:

- In den Hallen 1 und 2 stellt die Heidelberger Druckmaschinen AG zusammen mit Kooperationspartnern ihr gesamtes Leistungsspektrum von Vorstufe bis Weiterverarbeitung vor.

- In der Halle 6 präsentiert sich zum zweiten Mal die PrintCity, eine strategische Allianz graphischer Zulieferer, die federführend von MAN Roland und Agfa Gevaert initiiert wird - und ebenfalls die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt.

- Die Hallen 15 und 16 werden geprägt von den führenden Druckmaschinenherstellern Koenig & Bauer, Komori, Mitsubishi und Cerutti.

- In den Hallen 3 bis 9, 13 und 16 sind insbesondere Technologien rund um die Druck- und Medienvorstufe angesiedelt, wie auch andere Digitaltechniken. Hier präsentieren sich Anbieter wie Dainippon Screen, Esko Graphics, Hewlett Packard oder Kodak Polychrome.

- In den Hallen 3, 4, 6, 7, 13 und 15 bis 17 dreht sich mit Maschinen, Geräten und Zubehör alles um den Druck. Neben anderen bereits erwähnten Ausstellern sind hier Xerox und Xeikon zu finden.

- Die Hallen 6, 10 bis 13 und 16 sind insbesondere der Papierverarbeitung und Packmittelproduktion vorbehalten. Führende Unternehmen wie Bobst, Körber PaperLink, Winkler & Dünnebier und Windmöller & Hölscher stellen hier aus.

- In den Hallen 6, 12 bis 14 und 16 konzentrieren sich Aussteller der Bereiche Buchbinderei und Druckverarbeitung mit bekannten Namen wie Ferag, Kolbus oder Müller Martini.

- In nahezu allen Hallen sind Materialien und Dienstleistungen anzutreffen.

Premiere für das fachliche Rahmenprogramm

Ein komplexes Fachprogramm, das erste im Lauf der mehr als 50-jährigen Geschichte der drupa, trägt dem steigenden Informationsbedürfnis der Branche Rechnung. Das Programm besteht aus Workshops, Sonderschauen und Führungen und kann von den Besuchern wie in einem Baukastenmodell individuell wahrgenommen werden. Das sind im einzelnen: die Compass Sessions des Bundesverbandes Druck und Medien, der drupa innovation parc, der JDF-Parc des CIP4-Konsortiums, die Highlights Touren des Deutschen Druckers sowie die 50. Show des Type Directors Club und die Ausstellung des Leipziger Museums für Druckkunst.

Die drupa ist vom 6. bis 19. Mai täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet (an den Wochenenden bis 17.00 Uhr); das Tagesticket kosten 33,00 Euro, das Viertagesticket 100,00 Euro, der Katalog 22,00 Euro.

Monika Kissing | drupa 2004
Weitere Informationen:
http://www.drupa.de

Weitere Berichte zu: Büntemeyer Papiertechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Effizienz steigern, Kosten senken!
17.08.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie