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"Intelligente" Online-Analysesysteme

16.04.2004


Auf der Hannover Messe vom 19. - 24. April 2004 wird der Studiengang Sensorsystemtechnik der Fachhochschule Karlsruhe zwei selbst entwickelte "intelligente" Online-Analysesysteme vorstellen, die sowohl zum Nachweis von Gasen in Flüssigkeiten als auch zur schnellen Gas-Leckage-Alarmierung eingesetzt werden können. Ein neuartiges Betriebsverfahren von Metalloxid-Gassensoren mit intelligenter Signalanalyse wurde in Kooperation mit dem Forschungszentrum Karlsruhe entwickelt. Es ermöglicht nicht nur verschiedenartige flüchtige Stoffe zu unterscheiden, sondern auch deren Konzentration lässt sich bestimmen - und das mit erstaunlicher Präzision. Vorteile bietet das System vor allem in Prozessen, in denen möglichst schnell oder in kurzen Intervallen die Konzentration bestimmter Stoffe ermittelt werden soll. So kann das System beispielsweise als Online-Leckage-Monitor für toxische Gase in industriellen Prozessen eingesetzt werden oder auch zur Ermittlung von in Wasser gelösten, flüchtigen Kohlenwasserstoffen.



ALCOPRINT 3000 ist ein neuartiges, optoelektronisches Sensorsystem zur präzisen Messung und Regelung der Isopropanolkonzentration im Offset-Druck. Ein wichtiger Hilfsstoff im Druckverfahren ist Isopropanol. Zwischen zwei und 12 % Isopropanol in der Flüssigkeit, die auf die Druckplatten aufgetragen wird, sorgen für die gewünschte Farbverteilung und -qualität im Offset-Druck.



Doch Isopropanol weist einen entscheidenden Nachteil auf: Wie andere Alkoholverbindungen verdunstet es schnell, insbesondere durch die Erwärmung im Druckvorgang. Das führt zu unerwünschten Emissionen und macht es schwierig, die Isopropanolkonzentration während des Druckvorgangs genau zu messen und zu regulieren. Im Studiengang Sensorsystemtechnik der Fachhochschule Karlsruhe konnte ein Sensorsystem entwickelt werden, mit dem der Isopropanolgehalt während des Druckvorgangs genau gemessen und reguliert werden kann. Damit lässt sich im Offset-Druck der Verbrauch des Betriebsmittels um nahezu zwei Drittel senken. Neben den wirtschaftlichen Aspekten sprechen auch die ökologischen deutlich für den Einsatz des neuen Systems: Die Isopropanolemissionen können wesentlich reduziert werden, womit sich auch die Arbeitsplatzbedingungen für das Personal an den Druckmaschinen entscheidend verbessern.

Holger Gust M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-karlsruhe.de

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