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Verschiedene Verfahren zum automatisierten Einzelpunktlöten auf einer Multifunktionslötanlage vereint

15.04.2004


In vielen Bereichen der Automobil-, Industrie- und Konsumgüterproduktion sowie in Mikrosystemtechnik- und anderen intelligenten Baugruppen werden immer kleinere Leiterplatten mit zunehmend größerer Integrationsdichte eingebaut. Folglich sind deshalb Lötverbindungen zwischen Steckern, Sensoren, Sonderbauelementen etc. herzustellen. Charakteristisch ist weiterhin, dass oft nur noch einzelne bedrahtete Bauelemente vorhanden und gesondert einzulöten sind. Außerdem erfordern spezielle Leiterplattenlayouts mehr und mehr spezifische Verfahrenslösungen, da vorhandene Lösungen bei einer Reihe von Lötaufgaben an Verfahrensgrenzen stoßen. Aufgrund hohen Wettbewerbsdrucks und gestiegenen Qualitätsanforde-rungen steht die Forderung typische schon immer manuell ausgeführte Restlötaufgaben - wie z.B. Löten spezieller Komponenten, z.B. Stecker, Sensoren, Anzeigen, Batterien, Anschlusskabel etc.- zu automatisieren. Damit werden selektive Lötpro-zesse für die Rationalisierung zunehmend bestimmender und für die Automatisierung interessant. Insbesondere Verfahrens-, Werkzeug-, sowie Parameterauswahl und Substitution bleihaltiger Lote sind wesentliche Schwerpunkte bei der Neuorientierung und automatisierungsgerechten Prozeßgestaltung in diesem Technologiefeld.



Für den Vergleich unterschiedlicher Verfahren und Wirkprinzipe, zur Verfahrensauswahl und Bestimmung der Prozessparameter wurde, zusammen mit den Firmen ATN Automatisierungstechnik Niemeier GmbH / Berlin und Maurer&Thoma Maschinenbau GmbH / Freystadt, am Institut für Oberflächentechnik und Fertigungsmesstechnik der TU Dresden eine multifunktionale Lötanlage realisiert. Mit dieser derzeit einzigartigen automati-sierten Multifunktionslötanlage - Laser-, IR-Licht-, Kolben und Tauchlöteinheit in einer einzigen Anlage vereint - sind für ein breites Spektrum von F&E-Aufgaben bis zu industriellen Applikationsuntersuchungen ein herstellerunabhängiger Variantenvergleich sowie Machbarkeitsstudien einschließlich der Anforderung zur Umstellung auf Bleifrei-Löten gewährleistet.



Das Leistungsangebot umfasst :

* Unterstützung beim Einstieg in die Selektiv-Löttechnologie: Laser-, Licht Kolbenlöten
* Technologieanalysen, Machbarkeitsstudien, Auftragsforschung- und Entwicklung mit Fügestellenanalyse, Untersuchung von Material, Oberflächenbehandlung, Lotwerkstoff und Flussmitteltyp zur Bewertung der Lötbarkeit und Verfahrensauswahl
* Seminare und Training für Einsteiger und Spezialisten

Kontakt: TU Dresden, Institut für Oberflächentechnik und Fertigungsmesstechnik, Dr.-Ing. Joachim Müller, Tel. 0351 463-32242, Fax 0351 463-37755, E-Mail: joachim.mueller@iof.mw.tu-dresden.de

Birgit Berg | idw
Weitere Informationen:
http://www.iof.mw.tu-dresden.de

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