Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Drei Institute der Universität präsentieren ihre Forschung auf der Hannover Messe

08.04.2004


Ein neues Seilsäge-System, ein neues Verfahren für pneumatischen Transport von Nanopartikeln und ein 3D-Laserscanner - drei Entwicklungen von Instituten der Universität Hannover sind auf Hannover Messe (19. bis 24. April 2004) zu sehen. Das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen, das Institut für Verfahrenstechnik und das Institut für Systems Engineering präsentieren ihre Forschungsergebnisse auf dem Gemeinschaftsstand ’Innovationsland Niedersachsen’ in Halle 18, 1. Obergeschoss.


Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW)
Seilsäge-System für den Einsatz in der Gesteinsbearbeitung


Seilsäge-Systeme kommen vor allem dort zum Einsatz, wo der Faktor Zugänglichkeit eine wesentlich größere Rolle spielt als die Genauigkeit, etwa bei der Gewinnung von Steinblöcken im Steinbruch oder bei punktuellen Abbrucharbeiten. Dem Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen ist es in Zusammenarbeit mit zwei mittelständischen Unternehmen gelungen, eine modularisierte Seilsäge zu entwickeln, die nicht nur von einer Person transportiert, aufgebaut und bedient werden kann, sondern auch durch einen neuartigen Elektro-Antrieb und ein deutlich dünneres Diamant-Sägeseil einen flexibleren, präziseren und günstigeren Einsatz möglich macht. Das IFW und die beteiligten Firmen CEDIMA und F. Koller & Sohn haben für diese Entwicklung den renommierten Innovationspreis des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e.V.) erhalten.

Kontakt: Dipl.-Ing. Martin Lünemann, Tel. 0511/762-4910 E-Mail: luenemann@ifw.uni-hannover.de

Institut für Verfahrenstechnik (IFV)
Transportverluste von Nanopartikeln minimieren: Ein neues Verfahren zur industriellen Anwendung


Nanopartikel sind Teilchen mit einem Durchmesser von weniger als einem Mikrometer - aber sehr vielseitig. Anwendung finden sie unter anderem in der Kosmetikindustrie oder in der Tumortherapie, vor allem aber in der Oberflächenbeschichtung. Erzeugt werden sie in der Regel durch Desublimation, d.h. durch sehr schnelles Abkühlen aus der Gasphase. Anschließend werden die Partikel in Rohrleitungen gekühlt, wobei so genannte thermophoretische Kräfte dafür sorgen, dass Partikel an der Rohrwand abgeschieden werden. Um diesen Verlust zu minimieren hat das IFV ein Verfahren entwickelt, bei dem die Partikel zuerst elektrisch aufgeladen werden. Ein, längs der Transportstrecke gespannter, elektrisch leitender Draht und eine zwischen Rohrwand und Draht angelegte Spannung sorgen dafür, dass auf die Partikel eine elektrische Kraft in Richtung Rohrmitte wirkt. Die Partikelabscheidung wird somit deutlich vermindert, die Qualität des Produkts verbessert sich und Produktionskosten sinken.

Kontakt: Dipl.-Ing. Lars Reime, Tel. 0511/762-3820 E-Mail: reime@ifv.uni-hannover.de

3D-Laserscanner - Umgebungserfassung in der Automatisierungstechnik Institut für Systems Engineering (ISE)

Die visuelle Erfassung von Umgebungsinformationen ist ein zentraler Bestandteil der Automatisierungstechnik. Die dabei häufig eingesetzte Kameratechnik setzt Anpassung des Arbeitsfeldes an die ’Sehgewohnheiten’ einer Kamera voraus. Der vom Institut für Systems Engineering entwickelte Laserscanner bietet den Vorteil ein robusten Umgebungserfassung. Die verwendete Messtechnik basiert auf einem 2D-Lasersensor, der bereits in der Automatisierungstechnik eingesetzt wird. Der vom ISE entwickelte ScanDrive versetzt den Laser in eine kontinuierliche Drehbewegung und ermöglicht so dreidimensionale Aufnahmen. Die Auswertung über einen integrierten PC mit einem Echtzeitbetriebssystem ist die Voraussetzung für eine korrekte Auswertung, da die zeitliche Zuordnung der unterschiedlichen Sensorinformationen eine fehlerfreie Abbildung der realen Szene möglich macht. Zeitgleich wird eine Interpretation und Klassifizierung des Messdaten vorgenommen. Dies macht den 3D-Laserscanner zu einem intelligenten Sensor.

Kontakt: Dr.-Ing. Christian Brenneke, Tel.0511/762-5515 E-Mail:brenneke@rts.uni-hannover.de

Dr. Stefanie Beier
Pressesprecherin
Komm. Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Hannover
Welfengarten 1
30167 Hannover
Tel.: 0511 / 762-5342
Fax: 0511 / 762-5391
mailto:info@pressestelle.uni-hannover.de

Kraftstoff - Klima - Klassenzimmer

Besuchen Sie den Tag der Forschung der Universität Hannover im Fest der
Wissenschaften. Am 24. und 25. April zeigen elf hannoversche Hochschulen und
Forschungseinrichtungen Forschung zum Anfassen; das Programm unter
www.fest-der-wissenschaften.de
Am Sonntag, 25. April 2004 lädt die Universität Hannover von 11 bis 17 Uhr
zu Projektpräsentationen und Institutsführungen ein; mehr unter

Dr. Stefanie Beier | Universität Hannover
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Boden – Grundlage des Lebens / Bodenforscher auf der Internationalen Grünen Woche
16.01.2018 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

nachricht EMAG auf der GrindTec 2018: Kleine Bauteile – große Präzision
11.01.2018 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics