Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovative Produkte und Unternehmen aus dem Forschungsland Nordrhein-Westfalen - Teil 5

04.03.2004


International Graduate School „Dynamic Intelligent Systems“, Universität Paderborn
Internationale Doktoranden auf Spitzenniveau

... mehr zu:
»Intelligent »Lichtverteilung


Exzellenz und Internationalität sind die Markenzeichen der im Herbst 2001 vom Land Nordrhein-Westfalen eingerichteten NRW International Graduate School „Dynamic Intelligent Systems“. An der Einrichtung der Universität Paderborn promovieren derzeit bereits 45 hoch qualifizierte Doktoranden aus 14 Ländern in den Fächern Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Mathematik und Wirtschaftsinformatik. Der weitere Ausbau auf ca. 50 Studienplätze ist geplant. Im Mittelpunkt des dreijährigen englischsprachigen Promotionsstudiengangs und der damit verbundenen anwendungsorientierten sowie interdisziplinären Grundlagenforschung stehen so genannte dynamisch-vernetzte intelligente Systeme (embedded Systems).

Als Anwendungsbeispiel für ein solches mechatronisches System präsentiert die NRW International Graduate School auf der Hannover-Messe ein Konzept zur situationsabhängigen Lichtverteilung, das am L-Lab, einer Public Private Partnership der Universität Paderborn und der Hella KGaA Hueck & Co., durch einen Doktoranden entwickelt wurde.

Aktives Licht

Die optimale Ausleuchtung des Straßenraums darf schon aus Gründen der eigenen Sicherheit nicht zur übermäßigen Blendung anderer Verkehrsteilnehmer führen. Angesichts der üblichen Verkehrsdichte wird daher selbst bei Nachtfahrten meist mit Abblendlicht statt mit dem optimal ausleuchtenden Fernlicht gefahren. – Derzeit ereignen sich zwei Drittel der PKW-Unfälle mit Todesfolge nachts außerhalb von Ortschaften.

Um eine verbesserte Ausleuchtung des gesamten Straßenraumes zu erreichen, soll die Lichtverteilung in Zukunft an die aktuelle Verkehrssituation angepasst werden. Neben der Interpretation der Verkehrssituation durch technische Systeme erfordert dies nicht nur leistungsfähige Sensoren zur Erfassung des Verkehrsraums, sondern auch neuartige Scheinwerferkonzepte zum Aufbau einer modularen Lichtverteilung, die die Blendung von entgegenkommenden Verkehrsteilnehmern vermeidet.

Universität Paderborn
International Graduate School
„Dynamic Intelligent Systems“
Dr. Eckhard Steffen
graduateschool@upb.de
www.upb.de/graduateschool

Lebensdauervorhersage metallischer Automobil-Katalysatorenträger und -Dieselrußfilter

Die Einführung neuer Produkte für die Automobil-Abgasreinigung erfordert bereits bei der Entwicklung Aussagen zur erwarteten Produktsicherheit, d.h. Lebensdauer. Dazu ist es nicht nur notwendig, exakte Werkstoffkennwerte und Bauteileigenschaften zu ermitteln, sondern auch ein tiefes Verständnis für das Werkstoffverhalten bei Hochtemperaturbeanspruchung zu erhalten. Darüber hinaus müssen die zunehmend größeren Belastungen auf die Bauteile exakt bekannt sein. Die Zusammenarbeit zwischen Werkstoffhersteller, Bauteilhersteller, Automobilhersteller und der Wissenschaft, insbesondere der Werkstoffwissenschaft, ist daher Voraussetzung für anforderungsgerechte, sichere Produkte. Zwei berührungslos messende Werkstoffprüfmethoden sind in Verbundprojekten mit der nationalen und internationalen Industrie eingesetzt worden, um exakte Daten von Metallfolien in 0,02 bis 0,05mm Stärke zu erhalten und zu verstehen. Diese Daten werden neben Bauteildaten in neu entwickelten Lebensdauervorhersage-Modellen eingesetzt. Sie simulieren zunächst die Belastung. Relevante Kenngrößen werden abgeleitet und mit den Werkstoff- und Bauteileigenschaften verglichen. Maßnahmen zur Bauteiloptimierung sind ggf. notwendig.

Bergische Universität Wuppertal
Fachgebiet Werkstofftechnik
Prof. Dr.-Ing. Hans Bode
bode@uni-wuppertal.de
www.uni-wuppertal.de

Prozessnahe Methoden zum Integrierten Umweltschutz

Das im Fachbereich D, Abt. Sicherheitstechnik angesiedelte Fachgebiet Umweltchemie befasst sich im Besonderen mit dem produktionsintegrierten Umweltschutz. Die damit verbundene Opti­mierung von industriellen Produktionsverfahren, die unter dem Begriff Prozessbeherrschung die Aspekte betrieblicher Umweltschutz, Qualitätssicherung und Kosten/Effizienz zusammenführt, schließt sowohl die Reinigung von Stoffen, die als „unerwünschte Nebenprodukte“ oder „Verluste“ (Abwasser, Abfall, Abluft) den Prozess verlassen, als auch die Entwicklung von Verfahrenstechniken ein, die die Umwelt weniger belasten.

Forschungsschwerpunkte betreffen die Analyse von Prozessen, bei denen Chemikalien verwendet werden, die Untersuchung verfahrenstechnischer Möglichkeiten zur Optimierung von Prozessen durch Einsatz umweltschonender Verfahren, Einstellung optimaler Prozessbedingungen, Aus­tausch umweltbelastender Stoffe, umweltschonende Verminderung oder Beseitigung uner­wünsch­ter Reststoffe und Schaffung von Kreislaufprozessen, insbesondere für den Bereich der Prozessabwässer.

In zwei vom bmb+f geförderten Verbundprojekten werden geeignete Voraussetzungen und Ver­fahren untersucht und entwickelt, die es ermöglichen, anhand geeigneter Vorbehandlungen Ab­wasser­teilströme mit hoher Belastung zu reinigen, um eine direkte Wiederverwendung in den Textilveredlungsprozessen zu ermöglichen.

Ein echter Nutzen ist sowohl für die Umwelt als auch für das Unternehmen zu erzielen, wenn die Abwasserreinigung in unmittelbarer Prozessnähe vorgenommen wird.

Bergische Universität Wuppertal
Fachgebiet Sicherheitstechnik/Umweltchemie
Joachim M. Marzinkowski
Marzinkowski@t-online.de
www.uch.uni-wuppertal.de

| Forschungsland NRW
Weitere Informationen:
http://www.forschungsland.nrw.de
http://www.messe.de

Weitere Berichte zu: Intelligent Lichtverteilung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Infrarotkamera für die Metallindustrie bis 2000 °C
28.04.2017 | Optris GmbH

nachricht ZMP 2017 – Latenzzeitmesseinrichtung für moderne elektronische Zähler
27.04.2017 | Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie