Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Qualität im E-Learning

23.01.2004


Eine Methode zur Entwicklung von E-Learning-Anwendungen, die Software-Engineering- Wissen sowie Entwicklungs-Know-how, Managementerfahrungen und pädagogische Expertise vereint, wird vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern auf der Learntec 2004 vorgestellt. Das Institut hat auf der Basis der IntView genannten Methode gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft drei exemplarische Online-Kurse erarbeitet. Sie wenden sich teils an Entscheider aus der Softwarebranche, teils an Softwareentwickler und an technische Redakteure. Eines dieser Beispiele für "engineered E-Learning" - eine Einführung und Anleitung zur Softwareentwicklung mit der UML Unified Modeling Language - hat in der Branche bereits viel Anklang gefunden. Die zwei anderen Beispiele - ein Kurs für technische Redakteure im Softwarebereich und ein Kurs, der in die Geheimnisse der komponentenbasierten Softwareentwicklung einführt - sind Neuheiten und werden auf der Learntec das erste Mal präsentiert. Das Fraunhofer IESE präsentiert sich auch in diesem Jahr auf dem Stand der Fraunhofer Gesellschaft in der Karlsruher Gartenhalle, Stand 354.


Hintergrund

E-Learning-Projekte sind zu aufwendig und zu komplex, um aus der hohlen Hand geleitet zu werden. Neben einer großen Portion Erfahrungswissen braucht man einen durchdachten Arbeitsprozess, der das Zusammenwirken aller Beteiligten regelt. Ebenso wichtig sind Instrumente, mit denen Zahlen über den Projektverlauf gewonnen werden können. Sie sind für eine Kontrolle von Zeit und Kosten unerlässlich. Und nicht zuletzt kommt es darauf an, von vornherein die richtige Entwicklungsmethodik zu wählen, damit das E-Learning-Produkt ausbaufähig ist und nicht von der technischen Entwicklung in kurzer Zeit überholt wird.


Der E-Learning-Projektmanager sieht sich also mit vielen Anforderungen konfrontiert. Nicht minder seine Mitarbeiter. Sie benötigen in jeder Phase eines Projektes aktuellstes Wissen und klare Vorgaben. Eine Ausgangslage, wie sie typisch ist für jedes größere Entwicklungsprojekt. Besonders groß sind die Gemeinsamkeiten mit Software-Entwicklungsprojekten. Diese Erkenntnis veranlasste das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering, einen speziellen Arbeitsschwerpunkt "E-Learning" einzurichten.

Den Fraunhofer-Experten war klar: Auch E-Learning kann von den Erkenntnissen des modernen Software Engineering profitieren. Denn digitale Lernsysteme sind ähnlich aufgebaut wie komplexe Softwaresysteme. Am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering wurde daher die IntView-Methode erarbeitet.

Die IntView-Methode beruht auf einer detaillierten Analyse aller Aspekte, die in einem Lernsoftware-Projekt eine Rolle spielen. Sie stellt ein in diesem Umfang einmaliges Regel- und Orientierungswerk dar, für alle an der Entwicklung von Lernsoftware Beteiligten: Projektmanager, Programmierer, Autoren und Designer. So hilft IntView, den gesamten Projektablauf zu managen: von der Erhebung der Anforderungen bis zur Auslieferung des Produkts. Faktoren wie Kosten- und Zeitaufwand, Wiederverwendbarkeit, Inhalt, Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit wird die ihnen gebührende Aufmerksamkeit gezollt, wenn die Projektteilnehmer dem web-basierten IntView-Entwicklungsleitfaden folgen. Die entscheidenden Vorteile der IntView-Methode - Qualitätsteigerung, Kosteneinsparung und Nachhaltigkeit - konnten bereits in mehreren Projekten realisiert werden.

Drei davon, die E-Learning-Produkte "UML interaktiv" in seinen Varianten für Entscheidungsträger und für Entwurfsingenieure", "Courseware für technische Redakteure mit Schwerpunkt Softwareentwicklung" und "The KobrA Method for Technical Managers", werden auf der Learntec vorgestellt.

"UML interaktiv für Entscheidungsträger" wendet sich an Entscheidungsträger aus der Softwarebranche, "UML interaktiv für Entwurfsingenieure" an Softwareentwickler. Die große Resonanz auf diese seit etwa einem Jahr online (http://www.uml-kurs.de) verfügbaren Einführungen in die objektorientierte Softwareentwicklung zeigen, dass ein großer Informationsbedarf auf dem Gebiet besteht und diese Art der Wissensdarbietung sehr geschätzt wird.

Die Courseware "Erstellung von Dokumentationen für IT Technical Writer" wird auf der Learntec als Prototyp vorgeführt. Der Online-Kurs basiert auf langjährigen Erfahrungen, die im Rahmen der Ausbildung "Technical Writer IT - DokumentationsspezialistIn im Softwarebereich" gewonnen wurden. Diese Qualifizierungsmaßnahme wurde in Zusammenarbeit mit der SWA Software Akademie AG in Kaiserslautern konzipiert und erhielt im Jahr 2002 den rheinland-pfälzischen Preis für Weiterbildung. Bei der Planung und Durchführung künftiger Qualifizierungsmaßnahmen für technische Redakteure ("IT Technical Writer" gemäß der Neuordnung der IT-Weiterbildung) soll künftig die entwickelte Lernsoftware eingesetzt werden.

"The KobrA Method for Technical Managers" macht Softwareentwickler mit dem Ansatz der komponentenbasierten Softwareentwicklung im Allgemeinen und der dafür entwickelten KobrA-Methode im Besonderen bekannt. Er steht unter dem Motto "Was Sie schon immer über Komponentenentwicklung und KobrA-Methode wissen wollten" und verschafft bei einer Lernzeit von vier bis fünf Stunden einen fundierten Einblick in die Materie.

| Fraunhofer IESE
Weitere Informationen:
http://www.iese.fraunhofer.de/learntec2004

Weitere Berichte zu: E-Learning Engineering Softwareentwicklung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Effizienz steigern, Kosten senken!
17.08.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Turbulente Bewegungen in der Atmosphäre eines fernen Sterns

23.08.2017 | Physik Astronomie