Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Analyse und Fehlerdiagnose in verteilten Automatisierungs-Systemen

21.11.2003


Nürnberg: Informatik-Experten der TU Dresden präsentieren innovative Analysesoftware "AutoSPy"



SPS / IPC / DRIVES 2003 vom 25. bis 27. November 2003 in Nürnberg: Gemeinschaftsstand FORSCHUNG FÜR DIE ZUKUNFT, Halle 8, Stand 8 - 500

... mehr zu:
»Analysesoftware »Steuerung


Die Automatisierung technischer Abläufe ist aus den heutigen Industrieanlagen nicht mehr wegzudenken. Ohne den Einsatz von Mikrorechnern und Robotern würde jedes Auto für uns unbezahlbar werden. Doch der zunehmende Technikanteil und die damit verbundene Komplexität der Vorgänge erschweren es den Unternehmen immer mehr, ihre Produktionsabläufe störungsfrei und möglichst effektiv zu bewältigen.

Um den Automatisierern und Anlagenbetreibern die Aufgaben der Prozessüberwachung, Fehlersuche und -beseitigung zu erleichtern, entwickelt ein Team um Prof. Klaus Kabitzsch an der TU Dresden seit 1998 Werkzeuge wie den remotefähigen SPS-Analysator "AutoSPy". Diese Software ist eine Art Fahrtenschreiber, der alles aufzeichnet, was die Steuerung (SPS) einer Maschine tut. Das Besondere dabei: Anders als herkömmliche Messinstrumente schaut sie nicht von außen, sondern direkt von innen auf die Abläufe in der Steuerung und protokolliert alle vom Servicepersonal gewünschten Informationen in Echtzeit.

Das am Institut für Angewandte Informatik entwickelte Verfahren bringt selbst kürzeste und extrem seltene Störungen, die dem menschlichen Auge verborgen bleiben, durch Langzeitaufzeichnungen und integrierte Filterfunktionen ans Licht. So konnten mittels "AutoSPy" bereits Fehlerursachen beseitigt werden, denen die Experten zuvor jahrelang vergeblich auf der Spur waren.

Weitere interessante Anwendungsmöglichkeiten für ihre Diagnose-Software sehen die TU-Wissenschaftler zum Beispiel bei der Einstellung und Optimierung der Anlage während der Inbetriebnahme sowie im Produktionsanlauf selbst. Arbeitet die SPS-gesteuerte Anlage nach der Inbetriebnahme beim Kunden am fernen Einsatzort, können sich die Servicespezialisten jederzeit per ISDN auf die betreffende Steuerung einwählen und ihre Monitoring- und Diagnoseaufgaben von zu Hause ausführen.

Global arbeitende Diagnosesysteme einzusetzen bietet handfeste Vorteile: durch schnelle Ferndiagnostik können die Ausfallzeiten und die Kosten für den Service gesenkt werden. Und: Die Entwicklung aus Dresden kann sich auch nützlich machen bei der Aus- und Weiterbildung der nächsten Generation von Automatisierern.

Inzwischen wurden über 100 Lizenzen der Analysesoftware "AutoSPy" an Industriekunden in Deutschland, Großbritannien, Polen, Österreich und der Schweiz verkauft. Der Industrieclub Sachsen zeichnete das Projektteam der TU Dresden mit dem Innovationspreis 2001 aus.

Information für Journalisten: TU Dresden, Institut für Angewandte Informatik, Prof. Dr.-Ing. habil. Klaus Kabitzsch, Tel. 0351 463-38289, Fax 0351 463-38460, E-Mail: mail@autospy.de

Birgit Berg | idw
Weitere Informationen:
http://www.autospy.de

Weitere Berichte zu: Analysesoftware Steuerung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Digitalisierung von HR-Prozessen – tisoware auf der Personal Nord und Süd
21.03.2017 | tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

nachricht Hochauflösende Laserstrukturierung dünner Schichten auf der LOPEC 2017
21.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise