Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer zeigt Informationssystem mit Ortungskomponenten auf der Medica Düsseldorf

17.11.2003


SAiMotion - Situation-Awareness in Motion


Saimotion: Orientierung vor und auf dem Messegelände



Messe-Besucherführung von Stand zu Stand

... mehr zu:
»IGD »Informationssystem »PDA


Dass die IT-Infrastruktur auf Messen aus mehr als Funknetzwerken bestehen kann, zeigen mehrere Fraunhofer-Institute gemeinsam auf der Düsseldorfer Medica-Messe mit dem Projekt "SAiMotion - Situation Awareness in Motion" (Medica Düsseldorf 19. - 22. 11. 2003, Halle 17c/28, Website www.saimotion.de). Unter einem "nomadischen Informationssystem" verstehen die Fraunhofer-Forscher ein System mit durchgängigem Zugang zu Informations- und Kommunikationsdiensten: stationär am PC und mobil auf einem PDA. Möglich wird das durch eine Internet-gestützte Ankopplung, die die Bindung an ein spezialisiertes Endgerät aufhebt. Damit soll der SAiMotion-Benutzer nahtlos unterschiedliche Plattformen und Endgeräte nutzen können, um sich z.B. im Büro bequem am PC auf seinen Messebesuch vorzubereiten und dann vor Ort die Daten auf seinem Taschencomputer (PDA) zu nutzen und weiterzubearbeiten. Nach dem Besuch stehen dem Besucher durch die Synchronisierung des PDA mit seinem PC die Besuchsergebnisse wieder in seiner normalen Arbeitsumgebung zur Verfügung.

SAiMotion kann auch für Aussteller und Messegesellschaften einen Mehrwert bieten, indem diese z. B. aggregierte Daten über die Besucherprofile und die Besuchernavigation erhalten.

Noch ein mobiles Informationssystem ...

Gibt es denn nicht schon genug mobile Informationssysteme? Die Fraunhofer-Forscher meinen, dass die bisher eingesetzten Systeme zu starr seien, und entweder den Datenschutz oder die Benutzerbedürfnisse nicht ausreichend berücksichtigen. Bisherige Führungssysteme für Ausstellungen, Messen und Museen bringen keine Ortungsmöglichkeiten und keine Interessens- und Aufgabenmodellierung mit. Sie können den Benutzer also nicht wirklich führen, keine räumlichen oder inhaltlichen Empfehlungen geben und unterstützen entweder nur die Vorbereitung am PC oder nur die Führung vor Ort. SaiMotion berücksichtigt erstmals alle relevanten Aspekte wie Aufgaben, Interessen, Präferenzen, Ort und erreichbare technische Infrastruktur, ohne die Benutzer mit aufwändigen Eingaben für die Ortung und Kontextdefinition zu belasten. Informationen und Interaktionsmöglichkeiten sollen situationsgerecht automatisch bereit gestellt werden - auf deutsch: Der PDA soll selber erkennen, wo er und sein Besitzer sich befinden.

Doch auch die einzusetzende Technik soll stückweise ausbaubar sein. Sind es im Augenblick noch einfache benutzereigene Palm-PDAs und Pocket-PCs, können es in einigen Jahren online- und location-aware-fähige Geräte mit DECT, Wlan, UMTS oder GPS sein, die aber vielleicht auch als Leihgerät von den Messeveranstaltern ausgegeben werden. SAiMotion will mit dieser Flexibilität die mögliche Tiefe, aber auch die potenzielle Breitenwirkung des Ansatzes unter Beweis stellen.

Während des Messebesuches soll der Benutzer ohne Medienbruch Zugang zu seinen vorbereiteten Daten haben. Sein PDA übernimmt (über eine Datenstation oder kontinuierlich über eine drahtlose Online-Verbindung) die persönlichen Daten der Vorbereitung und stellt sie während des Besuches zur Verfügung. Zoombare Gelände- und Hallenpläne bieten dynamische Navigationshilfen, indem der Besucher anonym kontinuierlich geortet wird und seine Position und (über einen elektronischen Kompass) seine Richtung einsehen kann. Informationen von Seiten der Aussteller kann der Besucher durch Klick auf den Stand oder über Stichwortsuche abrufen, individuelle Dokumente über übliche Schnittstellen (Infrarot, Bluetooth) auf seinen PDA laden.

Die Entwicklung des Systems erfolgt in Kooperation von sieben Fraunhofer-Instituten: FIT, IAO, IGD, IIS, IZM, IGD und IPSI. Bei der Einbeziehung von technischen Systemkomponenten und Anwendungsmessen gibt es keine Festlegungen, so dass das System für unterschiedliche Veranstalter und Dienstleister interessant werden kann.

Pressekontakt:
Fraunhofer-Institut für
Integrierte Publikations- und
Informationssysteme IPSI
Dipl.-Volkswirt Michael Kip
Dolivostraße 15
64293 Darmstadt
Tel +49 (0) 61 51/8 69-60152
Fax +49 (0) 61 51/8 69-968
michael.kip@ipsi.fraunhofer.de

Michael Kip | idw
Weitere Informationen:
http://www.saimotion.de
http://www.ipsi.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: IGD Informationssystem PDA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"
24.05.2017 | Universität Ulm

nachricht Neue Prozesstechnik ermöglicht Produktivitätssteigerung mit dem Laser
18.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten