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DBU präsentiert innovative Entsorgungs- und Recyclingprojekte

22.09.2003


Zum erstenmal präsentiert die DBU auf der "Entsorga" in Köln Beispiele ihrer Fördertätigkeit. Das Bild zeigt den Stand der DBU bei der letzten "biotechnica".


Die "Entsorga" will der Umwelt-Branche "die wohl umfassendste und internationalste Präsentations-Plattform ihrer Geschichte" bieten, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, ist mit am Start: Vom 23. bis 27. September präsentiert die größte Umweltstiftung Europas in Halle 11.2 (Stand G/H 5859) die Ideen von vier umweltentlastenden innovativen Entsorgungs- und Recyclingprojekten aus Deutschland, die sie gefördert hat. Mit von der Partie auf dem Gemeinschaftsstand sind die Firmen Scan & Sort (Wedel), Küttner (Essen), Schoellershammer Industriepapier (Düren) & Mitthoff (Lauda-Königshofen) sowie das Institut für Metallurgie der Technischen Universität (TU) Clausthal-Zellerfeld. "Die Projekte, die wir hier vorstellen, sind Beispiele für die 2.200 innovativen Ideen aus der Umwelttechnik, die wir seit unserer Gründung 1991 mit 262 Millionen Euro gefördert haben", erläuterte Franz-Georg Elpers, Pressesprecher der DBU. Insgesamt erwarten die Veranstalter über 1.000 in- und ausländische Aussteller aus der gesamten Bandbreite der Umwelttechnik.

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Mithilfe einer DBU-Förderung von 270.000 Euro entwickelte die Wedeler Firma Scan & Sort eine neuartige Gerätefamilie, der es durch elektromagnetischer Sensoren gelingt, Metalle aus Abfall auszusortieren. Europaweiten Untersuchungen zufolge seien in deponierten Abfällen noch bis zu 15 Prozent Metalle enthalten, so Elpers. Aus Gründen der Ressourcenschonung und der Wiederverwertbarkeit sei es sinnvoll und wünschenswert, diese Metalle wieder in den Produktionkreislauf zurückzuführen. Scan & Sort sei es gelungen, eine 99prozentige Metallausbeute zu erzielen.

Mit 430.000 Euro förderte die DBU die Entwicklung einer hochinnovativen Vergasungstechnik zur schadstoffarmen Verbrennung schwieriger Abfallstoffe mit hohem Heizwert beim Wiederverwertungsprozess von Altpapier durch die Firma Schoellershammer Industriepaper & Mitthoff und Partner. Mit diesem Verfahren könnten die je nach Altpapiersorte ca. vier bis sechs Prozent Fremdstoffe im Altpapier, die beim Recycling ausgeschleust werden müssten, als Ersatzstoff für Braunkohle genutzt werden. Damit sei eine erhebliche Verminderung des Kohlendioxid-Ausstoßes verbunden, da die Abfälle ansonsten auf Deponien gelangen würden und hier über den natürlichen Verrottungsprozess Emissionen hervorriefen. Außerdem könne wertvoller Deponieraum geschont werden.


Ein neues Verfahren zur direkten Gewinnung von Zink und Blei aus Stäuben aus Stahlwerken, Gießereien und Metallhütten entwickelte die Firma Küttner mit finanzieller Unterstützung der DBU von 550.000 Euro. Zielsetzung des Projektes sei es gewesen, den verfahrenstechnischen und apparativen Aufwand bei der stofflichen Verwertung dieser zinkhaltigen Reststoffen zu metallischem Zink zu verbessern - und zwar sowohl unter ökologischen als auch ökonomischen Gesichtspunkten. Um dieses Ziel zu erreichen, sei eine Pilotanlage auf Basis von Laborversuchen entwickelt worden. Im Ergebnis werde so die Umwelt entlastet, weil eine Deponierung von Stäuben vermieden und der gesamte Aufbereitungsweg durch den Wegfall verschiedener Zwischenstufen vereinfacht werde.

Ähnliche Ziele verfolge auch von der DBU mit 315.000 Euro gefördertes Projekt des Instituts für Metallurgie der TU Clausthal. Stäube machten etwa zehn bis 15 Prozent der Produktion an Guss auf Eisen- und Nichteisenbasis aus. In Deutschland fielen bei der Herstellung von rund vier Millionen Tonnen Guss pro Jahr zwischen 400.000 und 600.000 Tonnen Stäube an. Die Staubentsorgung sei teuer und umweltbelastend. Als Alternative biete sich etwa das Einblasen in einen Gießereischachtofen. Im Rahmen dieses Projektes seien die Einflüsse des Einblasens auf das geschmolzene Eisen und die entstehende Schlacke untersucht und durch chemische und physikalische Untersuchungen bewertet worden. Vorteil des Verfahrens sei, dass fast alle stäubförmigen Gießereiabfälle - auch zinkhaltige Stäube - eingeblasen werden könnten, eine Vorbehandlung nicht notwendig sei und auch Dioxine in der Verbrennungszone direkt verbrannt würden.

Franz-Georg Elpers | DBU
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

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