Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zurück zu den Kernkompetenzen

18.09.2003


Banken und Versicherungen verlagern immer mehr IT-Leistungen an Externe. Auf dem heiß umkämpften Outsourcing-Markt steht ihnen eine Vielzahl von Anbietern zur Verfügung. Die präsentieren sich im Oktober auf der Leitmesse für Finanztechnologie, der European Banking & Insurance Fair.

"Der Markt ist reif", findet Stefan Wörner, Business Development Manager bei SAP SI. "Nachdem die guten Zeiten für Banken und Versicherungen umgeschlagen sind, hat sich die Bereitschaft erhöht, IT-Systeme auszulagern." Standardisierte Geschäftsprozesse sind der Schlüssel für Kostensenkung im IT-Bereich und schaffen die Voraussetzung für einen strategischen Schritt, den immer mehr Finanzdienstleister gehen: Outsourcing.

"Alle Prozesse stehen auf dem Prüfstand", sagte kürzlich Hermann-Josef Lamberti, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank. Schon Ende vergangenen Jahres übertrug sie per Zehnjahresvertrag ihre kontinentaleuropäischen Rechenzentren an IBM - 900 Mitarbeiter verschwanden auf diese Weise von der Gehaltsliste der Bank. Erhoffte Ersparnis: rund eine Milliarde Euro, "vor allem durch die Umwandlung bisheriger Fixkosten für den Betrieb unserer eigenen Rechenzentren in nutzungsabhängige, variable Kosten", wie Lamberti damals betonte. Auch die Versicherungsgruppe AXA zählt inzwischen zu den Großkunden von IBM und rechnet mit einem Einspareffekt von mehreren 100 Millionen Euro in den nächsten Jahren. Im Unterschied zur Deutschen Bank behält sie die Kontrolle über Personal und IT-Infrastruktur bei. Sie hat mit IBM einen "e-business on demand"-Servicevertrag abgeschlossen. So nennt IBM das Geschäftsmodell, das IT-Ressourcen, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse je nach Bedarf zur Verfügung stellt.

Wer auslagern will, kann dies ganz nach Bedarf tun: Das Outsourcing von Endgeräten ist inzwischen weit verbreitet. Darüber hinaus lassen sich Peripheriebereiche wie der Help Desk an Externe vergeben, schließlich auch Rechenzentren und komplette Geschäftsprozesse. Anders als IBM bietet SAP SI keine Allround-Outsourcing-Leistungen an, sondern nur die Betreuung von Hardware sowie Application Management, sofern es mit SAP-Systemen und -Subsystemen zu tun hat. Stefan Wörner warnt davor, die Einsparpotenziale des Outsourcing zu überschätzen: Komplexe, selbst entwickelte Einzellösungen auszulagern, sei im Vergleich zum Outsourcing von standardisierten Lösungen teuer. Nicht immer sei ein 30-prozentiges Einsparpotenzial durch das Auslagern von Geschäftsprozessen realisierbar - je nachdem, welcher Ablauf externalisiert wird und wie radikal dies geschieht. Doch neben der Ersparnis spielt für den Finanzdienstleister vor allem die neu gewonnene Flexibilität eine Rolle. "Der Kunde sollte prüfen, ob sein Outsourcing-Partner mit Veränderungen der eigenen Geschäftsentwicklung, auch einer negativen, zurechtkommt", rät Wörner.

Die Unternehmensberatung A.T. Kearney sieht die europäischen Banken und Versicherungen vor dem nächsten Schritt der Externalisierung, dem "Offshoring". Binnen fünf Jahren könnten durch das Verlegen von personalintensiven Back-Office-Prozessen in andere Länder, vornehmlich nach Osteuropa, Einsparungen bis zu fünf Milliarden Euro jährlich erreicht werden. Diesen Trend kann Roland Martinez, Leiter für das Segment Banken bei T-Systems, bestätigen: Noch sei das Offshoring hier nicht so ausgeprägt wie in den USA, doch immer gefragter. T-Systems ist in 23 Ländern vertreten und kann entsprechend auf diese Anforderungen reagieren. Wie auch IBM und SAP SI wird T-Systems im Oktober auf der Leitmesse für Finanztechnologie, der European Banking & Insurance Fair (E.B.I.F.), vertreten sein. "Wir erwarten hohes Interesse an unseren integrierten Outsourcing-Dienstleistungen", sagt Roland Martinez.

Die E.B.I.F. findet vom 27. bis 29. Oktober 2003 in Frankfurt am Main statt, zeitgleich mit der LinuxWorld Conference & Expo.



Pressekontakt:


muehlhaus & moers kommunikation gmbh
Ihre Ansprechpartnerin:
Svenja Borovnica

Moltkestraße 123 - 131,
50674 Köln
Telefon/Fax: 0221 - 95 15 33-18/-20
E-Mail: s.borovnica@muehlhausmoers.de

Messeveranstalter:
Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH
Ihre Ansprechpartnerin:
Doris Harsch
Taunusstraße 7a,
65183 Wiesbaden
Telefon/Fax: 0611 - 9 51 66-11/-23
E-Mail: ebif@mfa.messefrankfurt.com

| ots
Weitere Informationen:
http://www.ebif.com
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=482085

Weitere Berichte zu: Geschäftsprozess Outsourcing

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Zukunft Personal: Workforce Management – Richtig aufgestellt für die voranschreitende Digitalisierung
25.07.2017 | GFOS mbH Gesellschaft für Organisationsberatung und Softwareentwicklung mbH

nachricht EMAG auf der EMO: Elektrische Antriebssysteme und die „Smart Factory“ stehen im Fokus
05.07.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

Spektral breite Röntgenpulse lassen sich rein mechanisch „zuspitzen“. Das klingt überraschend, aber ein Team aus theoretischen und Experimentalphysikern hat dafür eine Methode entwickelt und realisiert. Sie verwendet präzise mit den Pulsen synchronisierte schnelle Bewegungen einer mit dem Röntgenlicht wechselwirkenden Probe. Dadurch gelingt es, Photonen innerhalb des Röntgenpulses so zu verschieben, dass sich diese im gewünschten Bereich konzentrieren.

Wie macht man aus einem flachen Hügel einen steilen und hohen Berg? Man gräbt an den Seiten Material ab und schüttet es oben auf. So etwa kann man sich die...

Im Focus: Abrupt motion sharpens x-ray pulses

Spectrally narrow x-ray pulses may be “sharpened” by purely mechanical means. This sounds surprisingly, but a team of theoretical and experimental physicists developed and realized such a method. It is based on fast motions, precisely synchronized with the pulses, of a target interacting with the x-ray light. Thereby, photons are redistributed within the x-ray pulse to the desired spectral region.

A team of theoretical physicists from the MPI for Nuclear Physics (MPIK) in Heidelberg has developed a novel method to intensify the spectrally broad x-ray...

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Ferienkurs mit rund 600 Teilnehmern aus aller Welt

28.07.2017 | Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Firmen räumen bei der IT, Mobilgeräten und Firmen-Hardware am liebsten in der Urlaubsphase auf

28.07.2017 | Unternehmensmeldung

Dunkel war’s, der Mond schien helle: Nachthimmel oft heller als gedacht

28.07.2017 | Geowissenschaften

8,2 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie

28.07.2017 | Förderungen Preise