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Neuartige Gestricke - der Werkstoff von morgen

12.09.2003


Maschinen- und Anlagenbauer suchen heute im Leichtbau nach innovativen Lösungen für ihre Branche: Ein gewachsenes Umweltbewusstsein und der zunehmende Kostendruck zwingen dazu. Die Antwort: neuartige umweltfreundliche Faserverbundwerkstoffe mit hohem Leichtbaupotential.



Am Institut für Textil- und Bekleidungstechnik der TU Dresden "stricken" die Experten in ihren Laboren bereits an den neuen zukunftsträchtigen Maschenstrukturen. Die TU-Wissenschaftler hatten die Idee, formgerechte Mehrlagengestricke zu benutzen, um komplexe Halbzeuge herzustellen und entwickelten ein entsprechendes Verfahren dafür. Um verstärkte Maschenstrukturen mit hoher Verbundfestigkeit und -steifigkeit zu erhalten, verknüpfen sie ganz einfach das Formstricken mit dem Biaxialstricken, indem sie in die Maschenstruktur zusätzliche Verstärkungsfäden integrieren. Dabei sorgt die Maschenstruktur für eine gute Drapierbarkeit der Halbzeuge, ein optimales Schlag- und Crashverhalten der Verbunde wird durch die Verstärkungsfadensysteme erreicht. Inzwischen sind die Textiltechniker in der Lage, in einem einzigen Arbeitsgang endkonturnahe zwei- und dreidimensionale Preforms in bauteilgerechter Gestalt herzustellen. So sind auf der eigens entwickelten Labor-Flachstrickmaschine zum Beispiel verstärkte Rotoren mit biaxial verstärkten Schaufeln für den Maschinenbau entstanden. Die am Institut vorhandene technische Ausstattung erlaubt die Verarbeitung von Hochleistungsfäden wie Glas-, Kohle- oder Aramidfasern in unterschiedlichen Abmaßen.

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Prof. Dr. Peter Offermann und seine Mitarbeiter sind davon überzeugt, dass sich mehrlagige Gestricke künftig zu duro- bzw. thermoplastischen Bauteilen weiterverarbeiten lassen. Auf dem Messeplatz München wollen sie in wenigen Tagen mit dem fachkundigen Publikum ihre "selbstgestrickten" Konzepte für textilverstärkte Kunststoffe diskutieren.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen haben die Forschungsarbeiten gefördert.

Birgit Berg | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/mw/itb/itb.html

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