Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens VDO Automotive setzt neue Maßstäbe in der Motorkühlung

09.09.2003


Die Siemens VDO Automotive AG bringt die weltweit ersten Kühlerlüftermotoren mit integrierter pulsweitenmodulierter Steuerung in Serie. Die stufenlose Drehzahlsteuerung verbessert die Motorkühlung bei geringem Bauraum- und Energiebedarf entscheidend. Die Motoren, die der Zulieferer auf der 60. IAA Pkw vorstellt, sind klein wie nie – und leisten Großes.



Bei gängigen Kühlsystemen sind die Lüfterräder entweder einstufig oder nur in groben Stufen verstellbar. Die Drehzahl der Räder wird dabei durch eine Reihen- und Parallelschaltung der Motoren und vorgeschalteten Widerstand gesteuert. Das Lüftermodul von Siemens VDO – mit einer Kühlleistung von bis zu 3 Millionen Litern pro Stunde – arbeitet stattdessen mit Bürstenmotoren und einer pulsweitenmodulierten Steuerung. Bei einem Einsatz von zwei Lüfterrädern ist die Steuerung in den Motor des größeren Lüfters integriert und versorgt von dort aus auch das kleinere Rad. Dank dieser neuen Steuerung kann die Drehzahl von 800 Umdrehungen bis hin zur Höchstdrehzahl von 3.500 Umdrehungen pro Minute stufenlos verändert werden.

... mehr zu:
»Elektromotor


Pulsweitenmodulation bedeutet, dass konstanter Strom in digitale Impulse umgewandelt und übertragen wird. Mit dieser Technik lässt sich die Drehzahl von Elektromotoren variabel steuern: Die Ansteuerung an den Motor erfolgt binär, also entweder im Zustand „Ein“ oder „Aus“. Der Motor wird bis zu 20.000 mal in der Sekunde ein- und ausgeschaltet – abhängig davon, wie das Verhältnis von „Ein“ zu „Aus“ gewichtet ist, wird die Motorleistung dann stufenlos stärker oder schwächer.

Dabei ist die Elektronik, die für die Steuerung des Elektromotors verantwortlich ist, nicht wie sonst üblich außerhalb des Motors angebracht: Sie wird stattdessen direkt in einen der beiden Elektromotoren, die die Lüfterräder antreiben, integriert. Um diesen Einbau zu ermöglichen, musste das System kompakter werden. Durch eine patentierte Verbindungstechnik ist ein schlanker Motor entstanden, der entsprechend weniger Bauraum beansprucht. Neben Platz- und Kosteneinsparungen hat diese Bauweise einen weiteren Vorteil: Sie unterbindet mögliche Störsignale. Das Motorgehäuse, in das die Elektronik eingebettet ist, wirkt schützend wie ein Faradayscher Käfig, wie ein Auto im Gewitter. Die Ein- und Abstrahlung elektromagnetischer Wellen, die andere elektronische Systeme im Fahrzeug wie beispielsweise den Radioempfang beeinflussen könnten, wird so verhindert.

In Strömungssimulationen, die den Weg der angesaugten Luft durch die Karosserie
exakt nachvollziehen, wird das Kühlmodul den jeweiligen Einbaubedingungen angepasst und kann so für verschiedene Plattformen eines Herstellers appliziert werden.

Johannes Winterhagen | Siemens VDO Automotive
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Berichte zu: Elektromotor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht OLED-Produktionsanlage aus einer Hand
29.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

nachricht Digitalisierung von HR-Prozessen – tisoware auf der Personal Nord und Süd
21.03.2017 | tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten