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Mit Innovationen die Produktivität steigern "Productivity in Motion - Systems, Solutions, Services"

22.08.2003


Weiterentwicklung: Neue Interpolationsart durch zwei separate Spline-Kurven - Advanced 5-Axis Orientation Interpolation reduziert die Bearbeitungszeit erheblich. Siemens Pressebild


Auf der diesjährigen EMO in Mailand zeigt Siemens Automation and Drives (A&D) unter dem Motto „Productivity in Motion –Systems, Solutions, Services“ innovative Technik und Dienstleistungen für den Werkzeugmaschinenbauer- und betreiber.


Ausstellungsschwerpunkte auf der EMO sind unter anderem Innovationen bei den Sinumerik-Steuerungen, der Antriebs- und Motorentechnik und bei Anwendungen im Werkzeug und Formenbau. „Bei elektrischen Ausrüstungen für Werkzeugmaschinen ist Siemens Innovationstreiber. Wir erkennen technische Trends früh und setzen diese zum Kundennutzen um. Damit erzielen unsere OEM-Kunden und Endanwendern eine permanente Steigerung der Produktivität in ihrem Betrieb“, sagte Dr. Siegfried Russwurm, Leiter Motion Control Systems bei Siemens A&D.

Die von Siemens auf der EMO vorgestellten Innovationen für den Werkzeugmaschinenbau reichen von der CNC-Steuerung über die Antriebs- und Motorentechnik bis hin zu Themen wie Mechatronic Support, virtuelle Fertigung oder integrierte Sicherheitstechnik. Als ein Beispiel gemeinsamer Produktentwicklung mit Leitkunden gilt die Sinumerik 840D powerline: durch die Integration neuer Hardware-Komponenten und neuer Funktionen konnte die Produktivität der Steuerung erneut gesteigert und die Werkstückqualität bei der Bearbeitung weiter verbessert werden. Ein Highlight auf der Messe ist die hochdynamische Echtzeitkopplung von bis zu acht 840D-powerline- Steuerungen. Damit können Maschinen bis zu 248 Achsen und Spindeln mit flexibler Zuordnung zu einer CNC gesteuert werden. Die Offenheit der


Sinumerik 840D powerline ermöglicht darüber hinaus die Implementierung einer kundenspezifischen Bedienoberfläche und ermöglicht im CNC-Echtzeitbereich den Maschinenherstellern eine optimale Anpassung an ihre Maschinenreihen.

Für einfache Maschinen präsentiert Siemens auf der Messe die Sinumerik-802-Familie mit neuen Funktionen: Die Sinumerik-802S/C-Manual-Machine ist eine Zyklensteuerung für servo-konventionelle Drehmaschinen, die auch ohne Programmierkenntnisse leicht zu bedienen ist. Dank der neuen Funktion „Modem“ kann die Sinumerik 802D komplett über ein Modem und PC bedient, programmiert oder verändert werden. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit der DP-DP-Kopplung, um die Steuerung in den Verbund mit anderen Steuerungen einzubinden.

Das Reduzieren der Haupt- und Nebenzeiten ist eine Möglichkeit, die Produktivität einer Maschine zu erhöhen. Dazu hat Siemens Antriebssysteme wie den digitalen Umrichter Simodrive 611D, gepaart mit kompakten, hochdynamischen Servo- und Spindelmotoren. Im Bereich der Spindeln zeigt Siemens eine neue Economy-Motorspindel (ECS) für die Aluminiumbearbeitung, die die ECS-Baureihe für den unteren Leistungsbereich abrundet. Ein Highlight im Spindelbereich ist die Optimierung des Spindelrundlaufs, die in Zusammenarbeit mit Partnerfirmen auf der Messe zu sehen ist.

Auf dem Gebiet der integrierten Sicherheitstechnik bietet Siemens sichere Kommunikation über den Profibus mit Profisafeprotokoll. Weitere Sicherheitsfunktionen sind beispielsweise die Absturzsicherung an Vertikalachsen mit sicherem Bremsenmanagement sowie der integrierte, teilautomatisierte Abnahmetest. Einzigartig ist auch das automatisch generierte Protokoll des neuen Abnahmetests, das sowohl für den Maschinenhersteller als auch für den Maschinenbetreiber ein eindeutiger Nachweis der funktionalen Sicherheit der Maschine ist.

Ebenfalls vorgestellt wird der Mechatronic Support, eine Dienstleistung, mit der Siemens den Maschinenbauer von der Konzeptionsphase über den Prototypenbau bis hin zum Maschinenbetrieb begleitet. Das funktioniert unter anderem über das „virtuelle

Prototyping“, bei dem die Maschine komplett simuliert wird, das Kosten und Zeit spart und Planungssicherheit bei der Maschinenentwicklung gibt.

Unter dem Namen „virtuelle Fertigung“ verfügt Siemens über eine Dienstleistung für das Einfahren und Optimieren von NC-Programmen bei hochwertigen Werkstücken. Dabei wird das NC-Programm an unterschiedlichen Stellen der Verfahrenskette simuliert und das Geschwindigkeitsprofilebeziehungsweise die Oberflächengüte am virtuellen Werkstück analysiert. Über die Optimierung des NC-Programms kann die Bearbeitungszeit verkürzt oder die Oberflächengüte verbessert werden.

Für den Maschinenanwender zeigt Siemens Neuerungen sowohl für den Bereich der Klein- und Mittelserienfertigung als auch für die Großserienfertigung. Die werkstattgerechten Bedienoberflächen haben neben der grafischen Programmierung eine komplette Umgebung für die Erstellung von DIN/ISO-Programmen. Damit sind alle weltweit etablierten Programmiermethoden abgedeckt.

Die Verbesserung der Oberflächengüte und der Werkzeuggenauigkeit sowie kürzere Bearbeitungszeiten sind im Werkzeug und Formenbau von besonderem Interesse.

Neu ist dabei die Advanced Position Control, mit der eine Reduzierung der Bearbeitungszeit und Verbesserung der Oberflächengüte erreicht wird .

Solutions for Powertrain ist eine Automatisierungslösung für werks- und weltweite Fertigungskonzepte, vor allem für die Großserienfertigung. Die Lösung setzt auf die Standarisierung der Visualisierung, Bedienung, Diagnose, der Software- und Hardware- Komponenten für einheitliche Anlagen. Solution for Powertrain dient auch als Projektmanagement-Tool, das die Koordination in einer Fertigung unterstützt.

Für den Datentransfer von und zu Steuerungen zeigt Siemens das Motion Control Information System (MCIS), ein modulares Softwaresystem. Es bietet beispielsweise Lösungen für das Produktionsdaten- oder Werkzeugmanagement und das Instandhaltungsmanagement. Durch neue webbasierte Oberflächen stehen die Produktionsdaten und Anlagenkennzahlen nun auch in weltweiten Firmennetzen zu Verfügung.

Die internetbasierten Dienstleistungen von Siemens unter dem Namen ePS Network unterstützen Instandhaltungsprozesse und bilden gleichzeitig eine Plattform für firmenübergreifenden Service und Support. Die ePS-Dienste lassen sich über gesicherte Internetverbindungen von jedem Ort der Welt über den PC auf den ePS-Servern konfigurieren, so beispielsweise den Fernzugriff auf Steuerungen, die optimierte Störfalldiagnose mit Tracefunktionen, Monitore und Datenservice (Vergleichen und Archivieren von Daten) sowie Trendanalysen an Maschinenkomponenten für die zustandsabhängige Wartung.

Dirk Erat | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/automation/presse

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