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Rechtemanagement bei der Multimedia-Nutzung

18.08.2003


Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS präsentiert auf der IFA 2003 das Light Weight Digital Rights Management LWDRM®. Es gibt Anbietern digitaler Multimedia-Inhalte eine zuverlässige Möglichkeit, Verletzungen des Urheberrechts aufzudecken, ohne die Verbraucher in der Handhabung der Daten einzuschränken.



Die Grundidee des LWDRM®-Systems ist es, dem Konsumenten freien Umgang mit den von ihm erworbenen Inhalten zu ermöglichen - er muss nur zuvor bereit sein, die Mediendateien mit einer persönlichen digitalen Signatur zu versehen. LWDRM® überträgt damit die bei Print-Medien bekannte Kennzeichnungspflicht "verantwortlich im Sinne des Presserechts" auf digitale Medien.

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»LWDRM®


Multimediale Inhalte werden meist auf digitalen Medien vertrieben und stehen im Internet zur Verfügung. Aufgrund der zunehmenden Kopiermöglichkeiten und der schnellen Internetverbindungen gewinnt die Handhabung der Rechte an den Inhalten, das Digital Rights Management DRM, immer größere Bedeutung. Die meisten der aktuellen DRM-Systeme schränken den Nutzer im Umgang mit den geschützten Daten jedoch stark ein. Das hat bisher eine breite Einführung solcher Technologien verhindert.

LWDRM® entspricht den Wünschen des Konsumenten, indem es leicht zu bedienen ist und ihn kaum einschränkt. Außerdem erfüllt es die Forderungen der Medienindustrie nach einer Technologie, mit der die illegale Verbreitung von Musik und Filmen über das Internet verfolgbar ist. LWDRM® wurde entwickelt vom Fraunhofer-Institut für Sichere Telekooperation SIT in Darmstadt, vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen und der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Elektronische Medientechnologie AEMT in Ilmenau.

Das LWDRM®-System bietet mehrere Profile, die unterschiedliche Möglichkeiten eröffnen, Mediendaten zu handhaben. Das "B2C Distributions-Profil" z.B. ermöglicht im Business-to-Consumer-Bereich den sicheren Vertrieb von multimedialen Inhalten. Anbieter können diese geschützt an ihre Kunden übertragen. Danach liegen die Daten in einem speziellen Format vor, so dass die Wiedergabe zunächst nur auf einem einzigen Gerät möglich ist. Will der Kunde sie auf weiteren Geräten wiedergeben, muss er sie beim Übertragen mit seiner persönlichen digitalen Signatur unterzeichnen, damit im Fall des Missbrauchs Rück
schlüsse auf die Identität des Benutzers möglich sind.

Das LWDRM®-System bietet auch für unkomprimierte Dateien und sogar für analoge Formate Schutz durch den Einsatz der Audio-Wasserzeichen-
Technologie des Fraunhofer IIS. In Verbindung mit dem Advanced Encryption Standard AES wird eine hohe Sicherheit erzielt.

Das LWDRM®-System ist modular aufgebaut. In der vorliegenden Implementierung unterstützt es Medien im Format des offenen MPEG-4 Standards und bietet so schon bei geringen Datenraten hervorragende Video- und Tonqualität. Die Architektur ermöglicht die nahtlose Einbindung weiterer Multimedia-Codecs und eine Anwendung auf allen erwünschten Zielsystemen.

Elvira Gerhäuser | idw
Weitere Informationen:
http://www.lwdrm.com

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