Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Software-Entwicklung und IT-Sicherheit

23.06.2003


Nach der Eröffnung des deutschen Pavillons durch Edelgard Bulmahn ließ sich die Forschungsministerin beim anschließenden Messerundgang Werkzeuge des Fraunhofer IESE erläutern, die zur Gefahrenabwehr gegenüber Hackern und Computerkriminellen eingesetzt werden können. Weiterer Schwerpunkt waren Dienstleistungen und Softwareprodukte, die das Risiko beim Kauf und Einsatz fremdentwickelter Softwareprodukte mindern. Die CeBIT america 2003 fand vom 18. bis 20. Juni in New York statt.


Mit ihrer persönlichen Anwesenheit auf der CeBIT america in New York und der durch sie vollzogenen Eröffnung des deutschen Pavillons "Future Parc" demonstrierte Edelgard Bulmahn den hohen Stellenwert, den das Bundesforschungsministerium der Präsenz deutscher informationstechnischer Forschung in Nordamerika beimisst. Ihr Interesse galt insbesondere den Software-Engineering-Lösungen der Fraunhofer-Institute aus Kaiserslautern und Maryland.

Während ihres Messerundganges ließ sie sich von Michael Ochs, Geschäftsfeldmanager für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE, die Funktionsweise von Softwarewerkzeugen erläutern, die zur Gefahrenabwehr gegenüber Hackern und Computerkriminellen eingesetzt werden können: Das Sicherheits-Tool CROCODILE zum Beispiel überprüft, ob Cisco-Router sicherheitstechnisch optimal konfiguriert sind; NIXETM, eine preisgekrönte Lösung des Fraunhofer IESE, wird erfolgreich zum automatischen Sicherheits-Check von UNIX-Netzwerken eingesetzt. Dem Thema Netzwerksicherheit galt auch das Interesse des bayerischen Staatsministers Erwin Huber. Auch er besuchte noch am Eröffnungstag der CeBIT america den Fraunhofer-Stand.


Neben sicherheitstechnischen Lösungen präsentierten die Fraunhofer-Institute auf der CeBIT america schwerpunktmäßig Dienstleistungen und Softwarelösungen, die das Risiko beim Kauf und Einsatz fremdentwickelter Softwareprodukte mindern. Unter dem Namen BUY-IT wurden Techniken und Methoden vorgestellt, die es industriellen Software-Herstellern und -Anwendern erleichtern, sogenannte COTS (Commercial-off-the-shelf) Software - also vorkonfektionierte Lösungen - in eigene Prozesse und Systeme zu integrieren. Beispielsweise können Softwareentwickler, die ihre Produkte durch Fremdentwicklungen ergänzen wollen, mit dem Testwerkzeug GUITAR nahezu mühelos prüfen, ob die Schnittstellen der eigenen Software mit dem Fremdprodukt kompatibel sind; mit dem Wissensmanagement-System VQI (Virtual Query Interface) lassen sich die Erfahrungen, die beim Einsatz eines COTS-Produkts gemacht wurden, verwalten und allen Mitarbeitern im Unternehmen zugänglich machen.

Die Fraunhofer-Forscher zeigten sich überzeugt davon, dass sie mit ihren beiden Standorten in Deutschland und in den U.S.A. richtig aufgestellt sind, um Firmen in Europa ebenso wie in Nordamerika zu bedienen. "Software-Entwicklung findet heute oftmals über Länder- und Kontinentgrenzen hinweg statt. Mit unseren beiden Standorten in Kaiserslautern und Maryland ist es uns möglich, international operierende Entwicklungsfirmen optimal in allen Fragen der IT-Sicherheit und der Software-Entwicklung zu unterstützen.", so Michael Ochs.

Die CeBIT america 2003 fand vom 18. bis 20. Juni in New York statt.

Dipl.-Inform. Petra Steffens | idw
Weitere Informationen:
http://www.iese.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: IT-Sicherheit Software-Entwicklung Softwareprodukte

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht »Lasertechnik Live« auf dem International Laser Technology Congress AKL’18 in Aachen
23.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Empa zeigt «Tankstelle der Zukunft»
23.02.2018 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics