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Universität Hannover auf Weltforum für Prozesstechnik vertreten

14.05.2003


Zwei Institute zeigen neueste Forschungsprojekte auf der ACHEMA 2003

In diesem Jahr nehmen zwei Institute der Universität Hannover an der ACHEMA 2003 teil. Das Institut für Technische Chemie wird mit gleich zwei Projekten vertreten sein. Das Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik (ISAH) ist ebenfalls vor Ort und präsentiert sich mit einem Forschungsprojekt.

Die ACHEMA 2003 ist der 27. Internationale Ausstellungskongress für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie. Die in ihrem Fachbereich weltweit größte internationale Messe findet in diesem Jahr vom 19. bis 24. Mai in Frankfurt/Main statt. Alle drei Jahre präsentieren sich hier rund 4.000 Aussteller den über 200. 000 Besuchern. Das Weltforum für Prozessindustrie gilt als die Leitveranstaltung für alle Branchen der stoffumwandelnden Industrien.

Zellwachstumsprozesse unter der Lupe

Im Institut für Technische Chemie ist unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Scheper die Entwicklung eines Online-Lichtmikroskops gelungen. Das Projekt wurde bereits auf der CeBIT 2002 vorgestellt und ist seitdem optimiert und zum Patent angemeldet worden. Mit dem Mikroskop ist es möglich, biotechnologische Kultivierungsprozesse, etwa von Hefezellen bei der Bierherstellung, ohne manuelle Probenahme direkt im Kultivierungsgefäß zu beobachten. Die dadurch erhaltenen Bilddaten lassen sich direkt online auswerten. Für die pharmazeutische Industrie bedeutet das neue Lichtmikroskop eine enorme Arbeitserleichterung. Verschiedene Prototypen werden derzeit einer industriellen Evaluation unterzogen.

Denkmalpflege leichtgemacht: Nachweis schädigender Proteinüberzüge möglich

Mit der Entwicklung eines UV-Fluoreszenzsensors stellt das Institut für Technische Chemie ein weiteres Projekt vor. Das Gerät dient dazu, Proteine in Lösungen oder auf Oberflächen durch Lichtleitertechnik nachzuweisen. Dabei muss noch nicht einmal eine Substratprobe genommen werden. Der Sensor ist robust und tragbar und damit etwa bei der Pflege von Denkmälern flexibel vor Ort einsetzbar. Zeit- und arbeitsintensive Untersuchungen werden erleichtert. Der UV-Sensor wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Texys GmbH entwickelt und ist für die gesamte biotechnologische Branche von Interesse.

Optimierung von Kläranlagen mit neuem Programmsystem

Das Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik (ISAH) präsentiert auf der ACHEMA 2003 die Weiterentwicklung der Programmsysteme DENIKAplus und DENISIM zur Bemessung, Optimierung und Simulation von Abwasserreinigungsanlagen. Die Software für DENIKAplus ist in reiner Eigenentwicklung am ISAH entstanden und ist als Paket zusammen mit DENISIM besonders in Ingenieurbüros und in der Forschung und Lehre an Hochschulen von großem Nutzen. Der Einsatz von DENIKAplus umfasst sowohl die Neuplanung als auch die Optimierung von Abwasserreinigungsanlagen. Mit DENISIM wird eine echte dynamische Simulation der Anlage ermöglicht. Die Software wird bereits seit 1989 erfolgreich eingesetzt und wird ständig auf den neuesten Stand gebracht.

| Universität Hannover

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