Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kleinst-Extraktionskolonne: Der erste gerührte Miniplant-Extraktor

13.05.2003


Für die Entwicklung und Auslegung neuer Extraktions-verfahren in der chemischen und pharmazeutischen Industrie durchläuft ein neues Verfahren üblicherweise mehrere Größenstufen; vom Labormaßstab bis zur industriellen Anlage.



Die einzelnen Verfahrensschritte werden dafür erst im Labor entwickelt und dann im Technikummaßstab aufgebaut. Bei dieser Maßstabsübertragung werden die Anlagen mit Originalprodukt betrieben, um Aussagen zum Betriebsverhalten in der technischen Produktionsanlage zu treffen. Da oftmals die benötigten Produktmengen zur experimentellen Untersuchung des Verfahrens nicht zur Verfügung stehen und die schrittweise Maßstabsübertragung einen erheblichen Teil der Entwicklungskosten verursacht, bedient man sich neuerdings der sog. Miniplant-Technik. Im kleinstmöglichen Maßstab wird eine Miniplant-Kolonne mit dem Funktionsumfang einer industriellen Kolonne betrieben, wodurch der Bau einer Pilotanlage entfallen kann.



Durch die gelungene Zusammenarbeit mit der Industrie wurde eine gerührte Miniplant-Extraktionskolonne im Labormaßstab am Lehrstuhl für Thermische Verfahrenstechnik der Universität Kaiserslautern entwickelt. Als eine Neuheit im Bereich dieser Technologie wird dieser leistungsfähige Extraktionsapparat der Bauart Kühni dem Fachpublikum auf der ACHEMA 2003 in Frankfurt präsentiert.

Neben umfangreichen experimentellen Untersuchungen des Apparates, wurden neue computergestützte Berechnungsmethoden bei der Optimierung der Apparatgeometrie und zur Berechnung des Strömungsverhaltens eingesetzt. Der erfolgreiche Einsatz dieser Technologie in der Kleinstmengenproduktion, bei Machbarkeitsstudien für neue Produkte und in der Verfahrensoptimierung bewirkt ein enormes Kosteneinsparungspotenzial bei der Entwicklung neuer Produkte aufgrund einer besseren Nutzung von Ressourcen und Energien.

Ansprechpartner :

Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bart
Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik
Lehrstuhl für Thermische Verfahrenstechnik
Erwin-Schrödinger-Str. 56
67663 Kaiserslautern
Tel.: +49 (0) 631 205-2414
Fax: +49 (0) 631 205-2119
E-Mail: bart@mv.uni-kl.de

Thomas Jung | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-kl.de/LS-Bart

Weitere Berichte zu: Maßstabsübertragung Miniplant-Extraktor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Biophotonische Innovationen auf der LASER World of PHOTONICS 2017
26.06.2017 | Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

nachricht Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten
26.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive