Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DZI auf der CeBIT – Hessischer Hochschulstand, Halle 11

27.01.2003


Java-Kryptographie für sichere E-Mail



Sicheres Einkaufen im Internet

... mehr zu:
»CeBIT »DZI


Mit Techniken für sicheren E-Mail-Versand und sicheres Einkaufen im Internet präsentiert sich das im Sommer 2002 gegründete Darmstädter Zentrum für IT-Sicherheit (DZI) auf der CeBIT 2003 vom 12. bis 19. März (Stand der Hessischen Hochschulen, Halle 11, Stand D41). Am DZI beteiligen sich die Fachbereiche Rechts- und Wirtschafts­wissen­schaften, Mathematik, Physik, Elektrotechnik und Informationstechnik sowie der Fachbereich Informatik der TU Darmstadt. Das DZI will mit seiner CeBIT-Beteiligung Forschungs- und Entwicklungsergebnisse der vergangenen Jahre exemplarisch an zwei Applikationen vorführen.

Die Probleme der klassischen E-Mail sind bekannt: sie ist weder vertraulich (sie kann wie eine Postkarte von jedem Fachmann mitgelesen werden) noch ist sie unter Garantie echt. Sie kann völlig gefälscht sein, oder sie kann geändert sein. Demzufolge kann aber auch jeder Absender im Zweifelsfall abstreiten, dass er sie überhaupt so abgesandt hat, wie der Empfänger sie erhielt. Durch den Einsatz von Java-basierender Kryptographie ist hier Abhilfe möglich. Mit dem Zertifikatsdienst LiDIA-CA hat die TU Darmstadt eine leicht bedienbare Testanwendung geschaffen. Unter http://www.informatik.tu-darmstadt.de/TI/Forschung/LiDIA-CA/ gibt es eine Demonstration zur Beantragung und Erstellung eines digitalen Zertifikats und zur Anwendung des Zertifikats in einer E-Mail-Applikation.

Je nach Anwendungsfall sind damit die Vertraulichkeit der Datenübermittlung, die Echtheit und Integrität der Daten sowie die Nicht-Abstreitbarkeit der Datenübermittlung gewährleistet. Die Technik bietet hohe Performance, leichte Austauschbarkeit der kryptographischen Basistechnologie und leichte Bedienbarkeit. Unter der Bezeichnung “FlexiTrust” ist bereits eine kommerzielle Variante am Markt und wird bereits von einem Versicherungsunternehmen eingesetzt; die Basistechnologie wird aber in Darmstadt laufend weiter entwickelt und ist bisher für die Plattformen SUN Solaris, Linux und Windows NT 4.0 verfügbar.

Sicher Einkaufen im Internet

Die Akzeptanz von Internet-Shops erhöhen soll die beim DZI gezeigte Software "DASIT - Datenschutz in Telediensten", die das Fraunhofer-Institut für Sichere Telekooperation (SIT) im Jahr 2002 vorgestellt hat. Damit wird Einkaufen im Internet auch ohne Preisgabe des Namens gegenüber dem Händler möglich - wie im herkömmlichen Laden, wo bei der Barzahlung auch nicht der Name des Kunden notiert wird. Realisiert wird dies durch eine Datentrennung zwischen Händler und Paketdienst. Der Kunde hat die Möglichkeit, unter einem Pseudonym - d.h. ohne Preisgabe seiner wahren Identität - dem Händler gegenüber aufzutreten, einzukaufen und zu bezahlen. Die Auslieferung der Ware erfolgt über den Paketdienst, der die Lieferadresse direkt vom Kunden erhält.

Das Darmstädter Zentrum für IT-Sicherheit (DZI) ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Technischen Universität Darmstadt und ist interdisziplinär: Es deckt neben dem technischen Kernthema IT-Sicherheit auch dessen juristische, physikalische und mathematische Aspekte ab. In einer Vielzahl von Projekten zeigen die teilnehmenden Professoren die Relevanz ihrer Arbeit für die Praxis. Zur Zeit gehören dem DZI 21 Professoren aus fünf verschiedenen Fachbereichen an, darunter die Geschäftsführerin des Fraunhofer SIT, Prof. Dr. Claudia Eckert.

Ein hohes Maß an Sicherheit in den Systemen der Informations­technologie (IT) gehöre zu den wichtigsten Voraussetzungen für deren Ausbau und weitere Erschließung, so die TU. Bereits jetzt seien viele Arbeitsgruppen der Technischen Universität Darmstadt und der angegliederten Fraunhofer-Institute in diesem Bereich tätig. Vom DZI sollen diese Aktivitäten gebündelt und intensiviert werden. Das DZI hat sich ebenfalls vorgenommen, die Weiterbildung im IT-Bereich durch Ausweitung des Zertifikats IT-Sicherheit (www.dzi.tu-darmstadt.de -> Weiterbildung) und durch Tutorials in Kooperation mit dem CAST-Forum (www.cast-forum.de) zu Themen wie PKI, Mobile Security und Recht und IT-Sicherheit voranzutreiben.

Darmstädter Forscher arbeiten zum Beispiel an Fragen der
· Verschlüsselung und digitaler Signaturen,
· Sicherheit in mobilen und vernetzten Systemen,
· sicheren elektronischen Zusammenarbeit und der sicheren Anwendungen,
· Sicherheit für mobile Endgeräte,
· Sicherheit in der graphischen Datenverarbeitung sowie
· an Aspekten des Informationsrechts.

Firmenkontakt: Dr. Harald Baier, Darmstädter Zentrum für IT-Sicherheit, Alexanderstr. 10, 64283 Darmstadt, Tel.: 06151/16-6165, Fax.: 06151/16-6036, mail: hbaier@dzi.tu-darmstadt.de, www.dzi.tu-darmstadt.de

Michael Kip | Fraunhofer SIT <michael.kip@sit.

Weitere Berichte zu: CeBIT DZI

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Intelligente Sensoren mit System
29.05.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"
24.05.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Detaillierter Blick auf molekularen Gifttransporter

Transportproteine in unseren Körperzellen schützen uns vor gewissen Vergiftungen. Forschende der ETH Zürich und der Universität Basel haben nun die hochaufgelöste dreidimensionale Struktur eines bedeutenden menschlichen Transportproteins aufgeklärt. Langfristig könnte dies helfen, neue Medikamente zu entwickeln.

Fast alle Lebewesen haben im Lauf der Evolution Mechanismen entwickelt, um Giftstoffe, die ins Innere ihrer Zellen gelangt sind, wieder loszuwerden: In der...

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Center Smart Materials CeSMa erhält SilverStar Förderpreis 2017 für innovativen Druckmessstrumpf

30.05.2017 | Förderungen Preise

Alternative Nutzung von Biogasanlagen – Wachse aus Biogas für die Kosmetikindustrie

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Detaillierter Blick auf molekularen Gifttransporter

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie