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Hilfe bei Blasenfunktionsstörungen

12.11.2002


Uni Kiel stellt auf Düsseldorfer MEDICA den Prototyp eines Blasenstimulators vor



Das Neurourologische Labor der Klinik für Urologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist an der Entwicklung eines Blasenstimulators beteiligt. Patienten wird ein Impulsgeber unter der Bauchdecke oder am Gesäß implantiert, der jene Rückenmarksnerven stimuliert, die für die Regulation der Blasenfunktion verantwortlich sind. Dadurch wird die Lebensqualität und -erwartung von Personen mit neurogenen Blasenfunktionsstörungen erhöht, z.B. bei Querschnittslähmung, Multipler Sklerose, Alzheimer, Inkontinenz und Harnretention. In Deutschland leiden etwa 85% aller Menschen mit traumatischen Rückenmarksschäden unter Inkontinenz.



Die Weiterentwicklung des Blasenstimulators läuft im Rahmen des EU-Projekts "REBEC": Wiederherstellung der Blasenfunktion mittels Neuroprothetik". Das Projekt hat ein Volumen von 2 Mio. Euro und beteiligt Partner aus Deutschland, Schweiz, Holland, Dänemark und England. Koordinator und Initiator ist der Direktor der Klinik für Urologie, Prof. Klaus-Peter Jünemann, der im vergangenen Jahr die Berufung an die Universitätsklinik Kiel erhielt. Zuvor widmete er sich in Mannheim der wissenschaftlichen Forschung auf dem Gebiet der Organrehabilitation mittels Elektronik, mit Unterstützung des BMBF. Das EU-Projekt, das in Kiel auch von Oberarzt Dr. Peter Martin Braun betreut wird, schließt an vorausgegangene Arbeiten an.

Kontakt:

Universitätsklinikum Kiel
Klinik für Urologie
Dr. Peter Martin Braun
Fon: 0431-597-3781
E-Mail: pbraun@urology.uni-kiel.de

Susanne Schuck | idw

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