Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

SYSTEMS 2002: Dreidimensionale Einblicke in die Fabrik von morgen

07.10.2002


Forscher des Institutes für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme der TU Chemnitz entwickelten ein multimediales Planungssystem "visTable", mit dem beispielweise Fabriken oder Werkhallen interaktiv zwei- und dreidimensional geplant werden können. Über die berührungsempfindliche Oberfläche eines 50-Zoll-Plasmadisplay kann die dem System zugrunde liegende Planungssoftware mit bloßem Finger bedient werden. Erstmals wird "visTable" vom 14. bis 18. Oktober 2002 auf der SYSTEMS in München (Halle B3, Stand 105 - gemeinsam mit der SMART Technologies GmbH Bonn) der Öffentlichkeit vorgestellt.


Ein Team des Instituts für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme der TU Chemnitz bei der Arbeit am Planungssystem "visTable"
(Foto: TU Chemnitz/Uwe Meinhold).



Was ist nun das Besondere an dem neuen System? Auf einem 78 mal 102 Zentimeter großem Planungslayout werden Objekte, die unter anderem Maschinen, Fördertechnik, Lager, Einrichtungsgegenstände aber auch Personen symbolisieren, per Hand hin- und hergeschoben. Jede Veränderung in der Anordnung der Objekte wird sofort auf dem Plasmadisplay veranschaulicht. Auf einem weiteren Bildschirm erfolgt die dreidimensionale Visualisierung der angeordneten Objekte. Damit ist jederzeit ein virtueller Spaziergang durch die geplante Fertigungshalle möglich. So lässt sich die Planungslösung aus beliebigen Blickwinkeln begutachten. Die einfache Bedienung über den berührungsempfindlichen Bildschirm sowie die realitätsnahe Visualisierung der Objekte fördert die aktive Teilnahme der Mitarbeiter am Planungsprozess. Mit dem Einsatz des Planungssystems wird die Anschaulichkeit der Planungslösung und deren Akzeptanz deutlich erhöht. Darüber hinaus kann die Präsentation der Planungsergebnisse auch über das Internet erfolgen.



"visTable" aus Chemnitz ist zugleich eine Alternative zu herkömmlichen interaktiven Planungstischen, die aufgrund komplizierter optischer Erkennungsmethoden mitunter langsamer und fehlerhaft arbeiten. Außerdem kann das System mit der integrierten Audioanlage auch als multimediale Präsentationslösung im Unternehmen eingesetzt werden. Durch den verstellbaren Rahmen ist der Bildschirm stufenlos in unterschiedlichen Höhen und Neigungswinkeln positionierbar. "Wenn sich eine hohe Akzeptanz unseres Planungssystems abzeichnet, werden wir das Know-how über eine Unternehmensausgründung vermarkten", berichtet Dr. Thomas Gäse, der an der Entwicklung beteiligt ist.

Weitere Informationen: TU Chemnitz, Institut für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme, Erfenschlager Str. 73, 09107 Chemnitz, Dr. Thomas Gäse, Telefon (03 71) 5 31 - 53 13, Fax (03 71) 5 31 - 53 27, E-Mail t.gaese@mb2.tu-chemnitz.de.

Dipl.-Ing. Mario Steinebach | idw

Weitere Berichte zu: Fabriksysteme Planungslösung Planungssystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Digitalisierung von HR-Prozessen – tisoware auf der Personal Nord und Süd
21.03.2017 | tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

nachricht Hochauflösende Laserstrukturierung dünner Schichten auf der LOPEC 2017
21.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE