Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Automatisch rekonfiguriert - Die flexible Fertigungszelle SIARAS

05.06.2008
Das Fraunhofer IPA präsentiert auf der Automatica 2008 eine automatisierte Fertigungsanlage, die individuell auf Kundenwünsche reagieren kann.

Die Einrichtung automatisierter Fertigungsanlagen zeichnet sich heute durch einen hohen manuellen Anteil aus. Die Fertigung selbst wird von Maschinen ausgeführt, die Planung und Einrichtung von Ingenieuren. Mit zunehmender Variantenzahl und kürzeren Produktzyklen wird die Rekonfiguration dieser Anlagen zur Schlüsseltechnologie.

Die Zielsetzung des FP6 EU-Projekts SIARAS ist die computerunterstützte Rekonfiguration von komplexen Fertigungsprozessen, wodurch eine kosteneffiziente und flexible Herstellung von Produkten realisiert werden kann. Die Grundidee besteht aus dem so genannten "skill-based manufacturing", bei dem sich die Produktionseinheiten ihrer Fähigkeiten mittels eingebetteten Wissens "bewusst" sind, um auf diese Weise das benötigte Expertenwissen zu reduzieren. In der Umsetzung dieses Konzepts wurden drei Punkte realisiert:

1. Kodierung der Anforderungen an Produktionsprozesse
2. Computerlesbare Beschreibung der Fähigkeiten von Produktionseinheiten
3. "Skill Server" zum automatischen Abgleich zwischen Gerätefähigkeiten und Produktionsanforderungen
Ein Beispiel: Schnelles Reagieren auf individuelle Kundenwünsche bei der Herstellung von Türschildern

Die Fertigungszelle SIARAS wird im Rahmen der Automatica in München vom 10.-13. Juni 2008 an einer Fertigungszelle zur Herstellung und Inspek­tion von Türschildern demonstriert (Bild 1). Hierbei wird das Konzept der flexiblen Fertigungszelle beispielhaft an den Teilaufgaben Depalettierung, Fertigung, Greifen vom Förderband und optische Inspektion dargestellt.

Während des Fertigungsprozesses können neue Fertigungsaufträge oder kundenspezifische Wünsche bei der Produktion berücksichtigt werden, z. B. gebohrte Löcher anstelle einer Gravur oder eine Änderung des Materials für die Türschilder von Holz auf Aluminium (Bild 2).

Der Skill Server analysiert die Anforderungen und bietet anhand seiner Wissensbasis Lösungsmöglichkeiten an (z. B. angepasste Bohrgeschwindigkeit bei Materialände­r­ungen oder eine neue Beleuchtung für die optische Inspektion). Der Benutzer kann interaktiv und mit wählbaren Qualitätskriterien die für ihn beste Lösungsmöglichkeit wählen. Somit ist eine flexible und dynamische Rekonfiguration aufgrund geänderter Fertigungsbeding­ungen möglich.

Acknowledgement
Das Projekt SIARAS (Skill-based inspection and assembly of reconfigurable automation systems - Ref. NMP2-CT-2005-017146) wird im 6. Rahmen­programm der Europäischen Kommission gefördert.

Hubert Grosser | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de/

Weitere Berichte zu: Fertigungszelle Rekonfiguration SIARAS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht OLED auf hauchdünnem Edelstahl
21.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

nachricht Die Chancen der Digitalisierung für das Betriebliche Gesundheitsmanagement: vitaliberty auf der Zukunft Personal 2017
19.09.2017 | vitaliberty GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie