Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ideenpark von ThyssenKrupp - mit dem NMI Reutlingen das Netzhaut-Implantat begreifen

19.05.2008
Ab 17. Mai findet der Ideenpark der ThyssenKrupp AG auf der Messe Stuttgart unter dem Motto "Zukunft Technik entdecken" statt. Das NMI Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut Reutlingen, die Universitätsaugenklinik Tübingen und die Retina Implant AG beteiligen sich daran mit medizintechnischen Exponaten.

Unter dem Motto "Zukunft Technik entdecken" bietet der Ideenpark der ThyssenKrupp AG vom 17.5.08 bis zum 25.5.08 Technik zum Anfassen. Mit seiner 40.000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche - das entspricht sechs Fußballfeldern - soll der IdeenPark für Technik begeistern und den Nachwuchs fördern. Er will dazu beitragen, dass mehr junge Menschen eine technische Berufslaufbahn einschlagen oder sich für ein ingenieurwissenschaftliches Studium entscheiden.

Im IdeenPark 2008 stellen rund 500 Ingenieure, Forscher und Studierende persönlich ihre Ideen vor und präsentieren neueste Technologien. An 200 oft interaktiven Exponaten können die Besucher Technik kennen lernen und ausprobieren. Die Besucher begeben sich auf eine Entdeckungsreise durch sieben Lebenswelten. Vorgestellt werden konkrete Lösungsmöglichkeiten für spannende aktuelle Herausforderungen.

Als wichtiger Partner des Ideenparks im Bereich Forschung und Entwicklung für die Medizintechnik durfte das NMI Reutlingen mit seinen Partnern Retina Implant AG und Universitätsaugenklinik Tübingen natürlich nicht fehlen. Sie demonstrieren ihre Kompetenz im Bereich Medizintechnik mit fünf Exponaten rund um das mikrotechnische Netzhaut-Implantat.

Verschiedene Krankheitsbilder führen zu einem Defekt der Lichtsinneszellen im Auge und damit zur Erblindung, wie z.B. bei Retinitis Pigmentosa (RP). Gegenwärtig gibt es keine Therapie, die die Erblindung aufgrund RP verhindern oder die verlorene Sehfähigkeit wiederherstellen kann. Netzhaut-Implantate sind ins Auge implantierte Mikrochips, die blinden Menschen wieder zu alltagstauglichem Sehvermögen verhelfen. Erste von der Retina Implant AG hergestellte Prototypen wurden bereits in einer klinischen Pilotstudie erfolgreich getestet.

Die Funktionsweise dieser Implantate wird im Ideenpark in Halle 4 am Stand des NMI erklärt. Mit Sehtest und Spezialbrille wird simuliert, wie ein sehbehinderter Mensch sieht und wie man sich selbst "sehbehindert" an einem gedeckten Tisch zu Recht findet. Mit einer Simulationsbrille wird demonstriert, wie mit dem Netzhaut-Implantat gesehen und welche Hilfe einem Blinden durch ein Implantat ermöglicht werden kann. Unter dem Mikroskop wird das Implantat gezeigt und der Aufbau erklärt. Ein experimenteller Aufbau erläutert die Funktionsweise des Implantates. Ein Film zeigt die Entwicklung und Funktion des Netzhaut-Implantates und rundet mit ersten Berichten von implantierten Patienten die Exponatreihe ab.

Über das NMI
Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen, Reutlingen
Wissenschaftliche Neugier und wirtschaftliches Know-how prägen das NMI das seit 1985 international erfolgreich tätig ist.

Lebende Zellen mit technischen Mikrostrukturen, wie beispielsweise Elektronikchips, zu verbinden und Materialoberflächen bikompatibel zu optimieren bilden Schwerpunkte der angewandten Forschung, die Biologie und Physik, Oberflächen- und Grenzflächentechnologie vereint.

Die am NMI in 13 Arbeitsgruppen tätigen Wissenschaftler, Ingenieure und technischen Mitarbeiter greifen dabei Ergebnisse der Grundlagenforschung auf und entwickeln diese gemeinsam mit der Wirtschaft oder in öffentlich geförderten Projekten weiter.
Über die
Retina Implant AG, Reutlingen
Blinde Menschen sollen wieder sehen können:

Das Medizintechnik-Unternehmen hat einen elektronischen Chip entwickelt, der im Auge unter die Netzhaut implantiert wird. Dieses Netzhautimplantat soll Blinden, die an bestimmten Formen retinaler Degenerationen (wie Retinitis Pigmentosa oder Altersbedingter Makula-Degeneration) erkrankt sind, einen Teil ihres Sehvermögens zurückgeben. Herzstück der Entwicklung ist ein Silizium-Chip mit Fotosensoren, die eine elektronische Schaltung steuern, so dass - je nach Helligkeit - die Nervenzellen der Netzhaut (Retina) mehr oder weniger stark elektrisch stimuliert werden. Diese senden über den Sehnerv Impulse an das Gehirn, das aus diesen Signalen ein Bild generieren kann. Nach jahrelanger technischer Entwicklung ist das Projekt* Ende 2005 in die klinische Phase eingetreten. Erstmals wurden vorher vollkommen blinde Patienten erfolgreich operiert.

*) gefördert durch das BMBF

Über das
Forschungsinstitut für Augenheilkunde im Department für Augenheilkunde der Universität Tübingen

Forschen für besseres Sehen !

Am Department für Augenheilkunde der Universität Tübingen ist das Forschungsinstitut für Augenheilkunde angesiedelt (Direktor Prof. Dr. med. E. Zrenner). Es ist eines der vier Europäischen Zentren für Sehforschung. Sieben Professoren erforschen mit ihren Arbeitsgruppen wichtige ungelöste Probleme von Augenkrankheiten:
- Optische Abbildung
- Augenwachstumssteuerung
- Photorezeptor-/Pigmentepithelfunktion
- Ophthalmogenetik
- Netzhautfunktion bei degenerativen Erkrankungen
- Wiederherstellung der Funktion bei Erblindung (z.B. elektronischer Netzhautchip)
- Molekulare Therapien bei Netzhautdegenerationen
Dies geschieht in enger Kooperation mit der Universitätsaugenklinik des Departments (Direktor Prof. Dr. med. K.U. Bartz-Schmidt), die Schwerpunkte in der Erforschung und Behandlung von Makuladegenerationen, Glaukomen, Sehbahnläsionen, Uveitis und Hornhaut-/ Linsenerkrankungen hat.

Dr. Nadja Gugeler | idw
Weitere Informationen:
http://www.nmi.de
http://www.retina-implant.de
http://www.uak.medizin.uni-tuebingen.de

Weitere Berichte zu: Augenheilkunde Exponat Implant Implantat Netzhaut Netzhaut-Implantat Retina

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Boden – Grundlage des Lebens / Bodenforscher auf der Internationalen Grünen Woche
16.01.2018 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

nachricht EMAG auf der GrindTec 2018: Kleine Bauteile – große Präzision
11.01.2018 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie